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#1
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Alle drei Städte haben mit Problemen wie Abwanderung, hoher Arbeitslosigkeit und dem Niedergang ganzer Industrien zu kämpfen. Nur, wie kommt man von hier aus in die Zukunft? Als was versteht man sich? Als eine Metropole der Wirtschaft, des Sports oder der Kultur? Ist da Abgrenzung angesagt oder Kooperation?
Oder wie weit gilt heutzutage die sächsische Spruchweisheit: "Was in Chemnitz erarbeitet wird, wird in Leipzig gehandelt und in Dresden verprasst." Diskutieren Sie mit! MDR FIGARO-Café | Ausstrahlung am 06.05.2012 | 16:05-17:30 Uhr http://www.mdr.de/mdr-figaro/figarocafe-sachsen100.html Geändert von MDR_Sophie (04.05.2012 um 17:23 Uhr). |
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#2
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#3
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Dresden hat eine Zukunft, weil es eine sehr schöne und attraktive Stadt ist. Dort ziehen Leute wirklich nur dann weg, wenn sie keine Arbeit finden. In Leipzig und Chemnitz gibt es nichts identitätsstiftendes. Diese beiden Städte werden weiter Einwohner verlieren. Ich bin vor 1,5 Jahren aus Leipzig weggezogen in ein richtige Stadt. Das war fast so etwas wie ein Kulturschock. Leipzig ist nur noch ein wirtschaftlich, wissenschaftlich und kulturell bedeutungsloses Provinznest mit Deutscher Nationalbibliothek, Völkerschlachtdenkmal und Hauptbahnhof. Die Art und Weise, wie in Leipzig beispielsweise von den größten Wohnungsvermietern mit Mietern umgesprungen wird, die permanent mit lauter Musik zugedröhnt werden, während anderswo gegen Fluglärm demonstriert wird, sagt alles darüber aus, auf welchem Niveau sich das Ganze dort bewegt: Die haben dort in Leipzig den Schuss nicht gehört. Ich wundere mich über gar nichts mehr. Wer kann, der geht. Bleiben tun nur noch die Alten, die Nichtsmerker und die, die auf irgendeine Weise dort gebunden sind, beispielsweise durch ein Haus, Freunde oder einen gut bezahlten Job - also die Nichtaufstocker und Nichtleiharbeiter. Ich kann mir nicht vorstellen, nach Leipzig zurückzukehren. Nicht - solange die Zustände sind wie sie waren als ich gegangen bin. |
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#4
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Es reicht eine Zahl, um zu verdeutlichen, was Sachsens Problem ist. 1990 hatte Sachsen 4,75 Millionen Einwohner, heute 4,15 Millionen und 2025 werden es 3,78 Millionen sein. Sachsen hat dann also seit der Wende eine Million Einwohner verloren. Die Einnahmen des Freistaates werden sich schrittweise weiter verringern und 2019 läuft der Solidarpakt aus, der Sachsens Haushalt derzeit mit 2,4 Milliarden Euro (15% des Haushalts) stützt. 2019 gilt dann aber auch die Schuldenbremse. Ein Sachsen wird es in 10 Jahren nicht mehr geben, weil es finanziell nicht mehr zu stemmen sein wird und auch nicht mehr begründbar. Wir werden in wenigen Jahren über den Zusammenschluß von SA, T und S zu Mitteldeutschland reden und das umsetzen. Es geht also nicht um Dresden, Chemnitz, Leipzig, sondern Magdeburg, Dresden und Erfurtz. |
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#5
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Wir meiden seit Jahren Leipzig! Liegt nicht an den Menschen dort!!! Einzig und Allein an der BRUTALEN POLIZEI!!!
Dresden ist eine schöne Stadt, und GASTfreundlich. Es müsste nur das "Park&Ride"-System beim Dampflokfest besser funktionieren. Chemnitz? Waren wir noch nicht. Geändert von Neundorfer2004 (04.05.2012 um 20:16 Uhr). |
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#6
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Aktuell haben aber sowohl Leipzig, als auch Dresden seit einigen Jahren eine deutliche Zunahme der Einwohner und keine Abnahme. Den größten Bevölkerungsrückgang hatte Leipzig auch während der DDR-Zeit und nicht danach.
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#7
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Kennt hier einer einen, der schon mal in der Zukunft gelebt hat?
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#8
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Ja - ich kenne mich.
Aus der Perspektive eines nach Berlin gezogenen Sachsen lebt Sachsen in der Vergangenheit. Dreht man die Perspektive um, dann lebe ich in der Zukunft. |
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#9
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An welchen Kriterien / Beispielen machen Sie das fest?
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#10
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![]() Die können doch vor Schulden kaum noch aus den Augen gucken, aber angeben! Auf so etwas kann man nicht noch stolz sein. Durch manche Stadtteile möchte ich nicht mal mehr durchlaufen. Nee niemals. Da lob ich mir mein Leipzig und unser gemütliches Sachsen, auch wenn nicht alles das "Gelbe vom Ei" ist. *Daumennachobenicon |
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#11
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Es wird die Leute immer dorthin ziehen wo es sexy ist. Deswegen machen die Leute ja Urlaub gern auf Rügen aber nicht in Greppin (zwischen Bitterfeld und Wolfen). Und dorthin gehen wo es sexy ist, das tun in erster Linie diejenigen, die die Möglichkeite haben, also Junge und Gesunde, Leistungsfähige und Gebärfähige. Da können Politiker noch lange Durchhalteparolen von "Wir müssen die Leute hier halten" ablassen. Politiker-Geschwätz - nicht ernst zu nehmen. Berlin wird seine ca. 60 Mrd. Schulden abbauen. Ob Leipzig es schafft, seine viel geringeren Schulden abzubauen, das bezweifle ich. höchstens indem es sich selbst verkauft. Mit der juristischen Fakultiät könnte man ja mal anfangen... Zum zweiten Punkt. Wenn man über Kriminalität spricht, dann muss man diese auch ins Verhältnis zur Einwohnerzahl setzen. Und da zeigt es sich sehr schnell, dass die Lage in Berlin bei weitem nicht so dramatisch ist, wie es die verkaufsorientierten Pressemeldungen suggerieren. Insgesamt ist Berlin in einem weitaus besseren, gepflegterem Zustand als das "Der_Letzte_macht_das_Licht_aus_Leipzig". Hier in Berlin und Brandenburg besteht eine ganz andere Identifikation mit der Stadt als in Leipzig. In Sachsen hat man ein vergleichbare Identifikation mit der Stadt nur in Dresden, eine Stadt die ebenfalls sexy ist und lebt und - wie Chemnitz - eine ordentliche technische Universität und somit auch die Fachleute hat, die etwas auf die Beine stellen können. In Leipzig hat man nur ein bissel HTWK und die Fachschule der Telekom. Ansonsten bildungsmäßig nur Brühe, womit u.a. die "Universität" gemeint ist. Die Einwohnerzahl der größeren Städte steigt, weil die jungen Leute keinen Bock auf Provinz haben, wo es noch nicht einmal eine brauchbare Bibliothek gibt. Wenn dort die Jugendlichen in die Disko gehen, dann ist das fast schon Inzucht: Jeder kennt jeden, nichts Aufregendes. Das ist doch abtörnend. |
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#12
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#13
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Die Zahl der Puffs? Und nüscht gegen meine Uni. Ich arbeite dort. Obwohl, wenn ich sehe was da als Studend therum läuft wird mir bei der Vorstellung, daß mich so jemand in einigen Jahren operieren könnte, himmelangst. |
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#14
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Besaufen kann man sich auch auf dem Dorf. |
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#15
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Sexy sagt man heute für besonders anziehend, attraktiv. Und das ist beispielsweise die Landschaft auf Rügen, das Medienangebot der Deutschen Bücherei, oder der ÖPNV in größeren Städten wie Berlin, München, Hamburg - nicht Leipzig. Die Studenten sind nicht das Problem. Das Problem sind die Dozenten, die in Vorlesungen Dinge verbreiten, die nie wissenschaftliche Erkenntnis waren. Da kann ich Ihnen einige nennen, leider auch an der Charité, wo man sich derzeit besonders zu bemühen scheint, das Niveau zu senken. |
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#16
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Lieber MDR,
ich empfehle Ihnen dringend etwas Geografie-Unterricht. Dresden (historisch), Leipzig (modern), Chemnitz (auf dem Sprung) sind war ansehnliche Städte, aber sie sind Sachsen, höchstens ein kleiner Teil davon. Wenn Sie die Zukunft des Freistaates allein an diesen Orten festmachen wollen, sind sie ärmer dran als Ihnen das hier manche gerne unterstellen wollen. Sachsen ist weit mehr als diese drei Städte, viel reicher und bunter und landschaftlich reizvoller. Nur wenn auch im MDR langsam die Kenntnis reift, dass das wohl und wehe dieses Freistaates allein auf diese drei Zentren bezogen ist, dann hat Sachsen wirklich eine Zukunft. |
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#17
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Jaaaa..! Bautzen, Görlitz, Zittauer Gebirge, Elbtal, Müglitztal, Muldetal usw. ![]() |
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#18
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![]() auf jeden fall müssen die sachsen ihre mundart beibehalten - einer meiner lieblingsdialekte. dann kann ich stundenlang nur zuhören ...hihi ps: neben schwäbisch und bayrisch. pps: ansonsten wird auf sachsen was hartes zukommen, so geizig wie die mit den lehrern umspringen kann das nur schief gehen! aber egal, auslöffeln müssen es ja eh die leute in der zukunft... das ist doch den bonzen heute egal. |
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#19
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Und steht Leipzig exemplarisch für jede (ost-)deutsche Großstadt? ![]() |
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#20
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Dort gibt es doch nicht einmal brauchbare Bibliotheken. |
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#21
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in Ostdeutschland gibt es bekanntlich nur eine Großstadt, und das ist Berlin. Der Rest erfüllt das 100.000 Einwohnerkriterium - aber Großstadt ? Gut Dresden hat noch 'ne recht gute Stadtbibliothek, Halle macht auch einiges und Chemnitz, den Rest kann man in den Skat drücken. Was stellen Sie sich eigentlich so für Freizeitbeschäftigungen von Jugendlichen vor, für die man eine große Stadt bräuchte ? |
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#22
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Was ist für Sie eigentlich eine "brauchbare Bibliothek"? |
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#23
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Seit wann werden Städte für irgendeine Altersgruppe gebaut? Das gab es in Geschichte und Gegenwart noch nie! In aller Regel entstanden / entstehen Großstädte an verkehrgünstigen Punkten und / oder in der Nähe wichtiger Rohstoffvorkommen. Unternehmen lassen sich nieder und mit ihnen die Arbeit suchenden Leute, was wiederum jede Menge Folgegewerbe anzieht. Darunter sicherlich auch Kneipen, Discos, Fitnesstudios, Jugendklubs u.a.m.
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#24
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Bestenfalls bin ich mal mit anderen mitgegangen und habe einen stinklangweiligen Abend überlebt. Und Fitness - da brauche ich kein Fitnessstudio, auch wenn es ein paar Vorteile bietet, sofern man das Geld hat. |
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#25
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Mal GANZ Ehrlich: WAS bietet ein Fitnesstudio für Vorteile??? Meine "VORTEILE" sind Gesundes Essen und BEWEGUNG in der NATUR!! Fitnesstudios sind für Leute, die EINDEUTIG nicht wissen, wohin mit ihrem Geld... Nimm mir MEINE Meinung nicht Übel, danke. |
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#26
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Das reicht für eine gewisse Grundausstattung. Und die Luft ist im Freien in der Regel die Bessere. Man kann aber im Fitnessstudio gezielt bestimmte Muskeln trainieren, z.b. nach Verletzungen. Aber im Allgemeinen ist das Schade ums Geld. Ich denke, dass viele nur deshalb dahin gehen um mit anderen in Kontakt zu kommen. |
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#27
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#28
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Na Robertchen, da hat wohl mal jemand nicht das gesagt, was Sie hören wollten ?
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#29
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Das stimmt allerdings. Auf so was kann kann man inkl. der viele4n Fitnessdrinks gerne verzichten. Laufschuhe, Fahrrad, Inliner, Wasser, das hält fit ohne dabei zu einem Muskelprotz zu werden. Hat für viele wohl aber nur einen Nachteil. Man ist in der Natur und vor Wetter nicht geschützt.
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#30
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Zitat:
Übrigens interessant, dass Sie von sich selbst in der dritten Person ("jemand") reden. Aber wenn Sie sich dadurch besser fühlen, soll mir's recht sein! ![]() |
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- einer meiner lieblingsdialekte. dann kann ich stundenlang nur zuhören ...
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