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#1
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Ob Nordhäuser Doppelkorn, Goldkrone, Rosenthaler Kadarka oder Rotkäppchen-Sekt – an Alkohol hat es in der DDR nie gemangelt. Bier, Wein und Schnaps waren billig und deshalb ein willkommenes Hilfsmittel, um sich den grauen Alltag der sozialistischen Republik schön zu trinken. Doch entspricht dieses Bild der historischen Wahrheit? Eine Ausstellung in Jena zur „Trinkkultur in der DDR“ entwirft ein differenziertes Bild vom trinkenden DDR-Bürger. Zwar war die DDR 1987 "Weltmeister" im Pro-Kopf-Verbrauch von Spirituosen. Andererseits liebten die Menschen im Land das gesellige Beisammensein, bei dem der Alkohol nur das "Schmiermittel" für die durstigen Kehlen war.
Uns interessiert Ihre Meinung zum Thema „Die DDR und der Alkohol“. War die DDR ein Säuferland? Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.mdr.de/thueringen/ost-thueringen/trinkkultur100.html Geändert von MDR_Evelyn (05.07.2012 um 16:58 Uhr). Grund: Link hinzugefügt |
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#2
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Werte Evelyn, ich will Ihnen ja jetzt nicht zu nahe treten. Aber einige Fakten, die Sie zur Diskussionsgrundlage erheben, sollten Sie vorher mal recherchieren oder bei der Generation nachfragen, die die DDR erlebt haben. Es mag vielleicht richtig sein, dass es an Alkohol nie gefehlt hat, aber einiges von dem, was Sie aufzählten waren - ich sage es mal so - Saisonware. Mal gab es was, mal gab es gar nichts und mal gab's nur ein bisschen. Und billig ist sehr relativ. Das mag vielleicht im Verhältnis zum Einkommen für Bier gelten, aber wer nicht gerade Fusel an Wein oder Schnaps haben wollte, der durfte schon ganz schön in die mit dem heute nicht zu vergleichenden Geldbeutel greifen.
Ungeachtet dessen, man hat vielleicht in der DDR viel und gerne "gesoffen" und wir waren mit Sicherheit auch Verbauchsweltmeister, aber ich würde daraus nicht gleich ein Säuferland kreieren. Wobei es da sicher auch einen "Schwarzmarkt" im Sinne von selbsthergestellten Alkohol gab, der nirgends statistikt wurde. Da wurde schon mal aus einem Obstbaum ein Obstlikör .Ergänzung: Vielleicht ist das subjektiv, aber wir haben früher mehr gesoffen, weil wir auch mehr vertragen haben, was vielleicht auch eine Altersfrage ist. Zitat:
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#3
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Wer mehr Alkohol pro Kopf verbrauch von den beiden Ländern hatte darüber wird es ..kaum verl. Angaben geben können.Für uns ehm. DDR-Bürger waren die Standplätze vor den Supermärkten o.andere öffentlichen Plätzen nicht so alltäglich wie wir es heute leider sehen können
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#4
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In der DDR lag der Pro Kopf Verbrauch an reinem Alkohol 1983 bei 10,3 Litern . Damit lag die DDR im europäischen Mittelfeld. An der Spitze Frankreich mit 13,6 Litern. Es folgten die traditionellen mediterranen Weinländer sowie Ungarn mit 11,6 Litern, die Schweiz mit 11,1 Litern, Belgien mit 10,6 Litern, die Bundesrepublik mit 10,3 Litern gleichauf mit der DDR.
Nach dem Anschluß an die BRD wurde sogar noch mehr gesoffen, als vorher und er pro Kopf Verbrauch an Alkohol stieg auf 13 Liter. Zitat:
Wenns um was Negatives geht, dann war die DDR per-see Weltmeister. Und jedes andere sozialistische Land auch. In jedem ehemals sozialistischen Land wird den Leuten das erzählt, dass ausgerechnet bei ihnen die Umweltverschmutzung die größte der Welt war und die meisten Selbstmorde usw. Und beim Saufen ist es genau so. |
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#5
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Na immerhin mal ein Weltmeistertitel. Ansonsten ein unsinniges Thema. Warum soll ein Land ein Säuferland sein, nur weil ein paar immer mal mehr als nur übern Durst trinken müssen.
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#6
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Das nenne ich Niveau im Sinkflug! Was kommt als nächstes - etwa die Frage, ob alle Ossis pädophil waren???
Ich habe Mitleid für Leute, die solche kruden Vorurteile brauchen, um sich selbst aufwerten zu können. Mitleid, aber kein Verständnis. ![]() |
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#7
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Säuferlan? was soll das sein? Wenn man es am Angebot dessen Vielfältigkeit festmachen möchte, wo sind wir denn mit unserer DDR Mangelwirtschaft im goldenen Westen angekommen. Zu DDR Zeiten gab es einmal in der Woche Radeberger oder Schwedenquell manchmal auch Urkrostitzer, heute hat jeder "kleine" Getränkeladen mindestens 50-60 verschiedene Biersorten!
Wenn es dann noch um Wein und Spirituosen geht.... dann müssten wir im Superduperallessäuferland leben! Sieht man die "Stifte" Mittags aus der Schule kommen mit ner Flasche ..Mix, im besten Fall, in der Hand könnte man das auch denken. Mit 12 oder 13 Jahren abends gegen 22.30 Uhr aus der Tanke noch schnell nachschub holen, das wäre mir in dem Alter wohl nicht gut bekommen! Nicht nur wegen dem alk! Meine Eltern wären da "schädlicher" und vor allem schneller gewesen! |
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#8
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Zitat:
War nur nen Gag. Ein bischen Spaß muß auch hier und heute sein. |
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#9
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#10
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Jup, hicks, Jawoll! Prost
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#11
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#12
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Nenne mir doch Spasseshalber die Zahlen für das Jahr 1987? ![]() Zitat:
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#13
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Zitat:
"Der Alkoholkonsum in der DDR lag in den 80er Jahren in etwa gleich mit dem in der BRD. Spirituosen waren in der DDR jedoch weiter verbreitet und wurden auch in den 90er Jahren häufiger als in den westlichen Bundesländern konsumiert." Quelle: "TrokkenPresse" Berliner Informationsblatt für Anhängige und Unabhängige |
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#14
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#15
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Gemessen an den real zur Verfügung stehenden Einkommen war die DDR ein Land, wo mit verschiedenen Methoden (rechtsstaatlich hochgradig verwerflich, schon wegen der Kommunisten an der Spitze) dem Alkohomißbrauch begegnet wurde. Wißt Ihrs noch? 0 Promille beim Führen von Kfz, Flasche Schnaps begann bei ca. 9 Mark (Reallohn in der Tasche bei 600 bis 800 Mark), Wein der Güte Tetrapack lag bei 6 bis 7 Mark, Bier 1,28 Mark (sieht man mal vom Gelbkreuz der Felsenkellerbrauerei ab mit 61 pro halbem Liter). Alkohol bei Jugendfeiern offiziell für solche unter 16 war tabu. Und da wurde nicht so ein Rechtsanwaltsbeschäftigungsprogramm durchgezugen wie heute, hatte man einen mit rotem Röhrchen erwischt. Für stramme Alkoholiker gab es auch schon mal eine Zwangseinweisung. Und im Westen? Kurz nach der Wende war bei mir die Verwunderung groß. Da war ich mal beim Weinfest in Neustadt an der Weinstraße. Das einzige, was fehlte, waren die Parkplätze und die kontrollierenden Polizisten. Da wurde in der Trinkhalle gebechert, danach z.T. stocksteif mit dem dicken schwarzen Wagen ganz selbstverständlich die Heimfahrt angetreten. 0,8 und mehr, das war die erste Verhaltensanpassung an die neuen Verhältnisse! So, und jetzt denke ich, sollte man diesen Diskussionsgegenstand begraben, denn das ist eh nur ein Ablenkungsmanöver von all den Skandalen, die uns unsere heutigen Bestimmer bescheren jede Woche aufs Neue.
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#16
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Zitat:
Und hinzu kommt noch, auf welcher (RECHTLICHEN) Grundlage darf man einen Staat, er mag gut oder böse gewesen sein(!!), SÄUFERSTAAT nennen??? Das ist einfach nur Abartig! PFUI... |
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#17
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PS: Weisst du eigentlich noch wie "teuer"der in Osten beliebte "Grubenschnaps" war? ![]() |
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#18
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da sind sie aber kräftig ins fättnäpfchen getreten und ernten berechtigt zorn und spott gleichermassen. in der ddr wurde offensichtlich die goethe erkenntnis von den sauren wochen und frohen festen, mit tagesarbeit und abends gästen, richtig verstanden und mit großer geselligkeit praktiziert. daraus dann ein säuferland zu konstruktieren ist schon eine geistig moralische meisterleistung. gegen sie insich.verehrteste, bevor sie die (möglicherweise) generation ihrer elten und großeltern so hinterhältig beleidigen. in det ddr wurde geselligkeit gepflegt, und dem alkolmissbrauch dennoch entschieden (jedenfalls entschiedener als heutzutage) begegnet. gruß rotdorn |
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#19
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Zitat:
![]() Aus Freude an der Obdachlosigkeit! ![]() Aus Freude an Hartz-4! ![]() Also nur aus Freude! ![]() ![]() ![]() |
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#20
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Zitat:
Da kann man sich selbst für den MDR nur noch schämen. |
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#21
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Zitat:
Ausserdem hatten wir das Thema schon mal und ich hatte alle Zahlen kund getan. Leider verschwinden die alten Beiträge ja ständig! |
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#22
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[QUOTE=soniboy;135500 Wan treffen sich heute mal Gruppen von Arbeitskollegen zu einem netten Abend miteinander ???
[/QUOTE]doch sonyboy, es sind die ex -arbeitkollengen der ddr ( inzewischen alle im parasitären rentenalter gruß rotdorn |
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#23
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Um selbst zu erkennen das sich die DDR Ende der 90er an die Weltspitze gesoffen hatte. Zitat:
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#24
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#25
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Zitat:
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#26
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#27
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aber die "wilde sau" nicht ausgeschlossen
rotdorn |
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#28
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Doch da ein Kumpels von mir bei der Kohle gearbeitet hatte.
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#29
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Wie wäre es wenn du zuerst mal deine Quelle nennst bevor du die von anderen verlangst?
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#30
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Zitat:
Aber viel wichtiger war dieses edle Gesöff als Währung neben der Mark der DDR: 2 Flaschen und 1 Päckel Kaffee für 2 Querlenker für´n Trabant; 1 Flasche + Kaffee für Anbauwand "WIWENA", größere Wohnung (2x) Fusel sei Dank, und 1991! wurde es richtig teuer: Nachdem 3Monate kein Kupplungsautomat und K.-scheibe aufzutreiben war, erinnerte sich der Herr Werkstattmeister, auf Grund 4 Flaschen Grumfusel, dass er glaube noch diese Teile bei sich zu Hause zu liegen habe. Konnte doch für das Erinnerungsvermögen gar nicht so schlecht gewesen sein, dieses Zeug´s. Natürlich hat dies nicht den regulären Preis gemindert, den konnte ich damals als Bergmann locker löhnen, dies hat sich nach 1991 gewandelt, als man Berufsgruppen für uns erfand, um unsere Löhne zu drücken, und diese Zusatzwährung gab´s auch nicht mehr. |
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