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  #1  
Alt 31.07.2012, 14:09
MDR_Andre
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Standard Telefonieren in der DDR

Heute ist telefonieren eine Selbstverständlichkeit: Im Zeitalter von Handy und Co. ist jeder immer erreichbar. Doch in der DDR war das anders. Hier gab es oft einen Anschluss pro Haus. Dabei kam es zu skurrilen Geschichten, die sich junge Menschen gar nicht vorstellen können. An welche Situationen können Sie sich erinnern?


Mehr Informationen finden Sie unter:
http://www.mdr.de/doku/geschichte/artikel8086.html

MDR FERNSEHEN | 31.07.2012 | 22:05 Uhr

Geändert von MDR_Andre (31.07.2012 um 14:13 Uhr).
  #2  
Alt 31.07.2012, 14:17
Neundorfer2004 Neundorfer2004 ist gerade online
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von MDR_Andre Beitrag anzeigen
Heute ist telefonieren eine Selbstverständlichkeit: Im Zeitalter von Handy und Co. ist jeder immer erreichbar. Doch in der DDR war das anders. Hier gab es oft einen Anschluss pro Haus. Dabei kam es zu skurrilen Geschichten, die sich junge Menschen gar nicht vorstellen können. An welche Situationen können Sie sich erinnern?


GOTTSEIDANK kenn ich in der ddr nur Diensttelefone. Waren das noch ruhige,schöne Zeiten, in denen man Postkarten und Briefe noch in Handschrift schrieb und verschickte... Wo ist diese ruhige Zeit geblieben??

Wie NERVIG dagegen heute, wo es VIELERORTS trotz HandyVERBOT nur noch am bimmelnbammelnerven ist...!!!!!
  #3  
Alt 31.07.2012, 21:00
rotdorn rotdorn ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von MDR_Andre Beitrag anzeigen
Heute ist telefonieren eine Selbstverständlichkeit: Im Zeitalter von Handy und Co. ist jeder immer erreichbar. Doch in der DDR war das anders. Hier gab es oft einen Anschluss pro Haus. Dabei kam es zu skurrilen Geschichten, die sich junge Menschen gar nicht vorstellen können. An welche Situationen können Sie sich erinnern?


Mehr Informationen finden Sie unter:
http://www.mdr.de/doku/geschichte/artikel8086.html

MDR FERNSEHEN | 31.07.2012 | 22:05 Uhr
ja fürchtbar war es,
aber man bedenke , der alte fritz kannte nicht einmal ein spülklo.
was für traurige zeiten damals.
gruß
rotdorn
p.s.
na das ist doch wieder eine Vsteilvorlage für alle freigeister dieses forums.
also nicht zögerrn und butter bei die fische

Geändert von rotdorn (31.07.2012 um 21:03 Uhr).
  #4  
Alt 31.07.2012, 21:09
Dennis0235 Dennis0235 ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von MDR_Andre Beitrag anzeigen
Heute ist telefonieren eine Selbstverständlichkeit: Im Zeitalter von Handy und Co. ist jeder immer erreichbar. Doch in der DDR war das anders. Hier gab es oft einen Anschluss pro Haus. Dabei kam es zu skurrilen Geschichten, die sich junge Menschen gar nicht vorstellen können. An welche Situationen können Sie sich erinnern?
Wir hatten Telefon. Es war üblich, dass einige Nachbarn zu uns zum anrufen kamen, oder das wir Nachbarn etwas ausrichteten. So ergab sich auch einen gute Nachbarschaft. Wer würde heute schon bei seinem Nachbarn klingeln wollen, in dessen Wohnung "eindringen" und um einen Gefallen bitten?
  #5  
Alt 31.07.2012, 21:17
Gundel Gaukeley Gundel Gaukeley ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Neundorfer2004 Beitrag anzeigen
GOTTSEIDANK kenn ich in der ddr nur Diensttelefone. Waren das noch ruhige,schöne Zeiten, in denen man Postkarten und Briefe noch in Handschrift schrieb und verschickte... Wo ist diese ruhige Zeit geblieben??
Zum Telefonieren in der DDR kann ich als "Wessi" nichts sagen.
Und handgeschriebene Briefe/Postkarten zu bekommen oder selbst welche zu verschicken, ist etwas sehr Schönes.
Trotzdem würde ich auf E-Mail nicht mehr verzichten wollen.
Aber auch ich sehne mich nach der schönen, ruhigen Zeit von früher zurück.

Zitat:
Zitat von Neundorfer2004 Beitrag anzeigen
Wie NERVIG dagegen heute, wo es VIELERORTS trotz HandyVERBOT nur noch am bimmelnbammelnerven ist...!!!!!
Wie wahr!
D.h., ob es in der S-Bahn verboten ist, weiß ich gar nicht, aber ist auch egal.
Jedenfalls bin ich regelmäßige S-Bahn-Benutzerin und schotte mich mit Musik vom mp3-Player vor dem dauernden Gebimmel und dem nachfolgenden, überwiegend sinnfreien Gelaber ab.
Und kriege es teilweise immer noch mit, obwohl ich die Musik keineswegs leise höre. Soviel zur Lautstärke dieser Schwätzer.
Aber wenn ich das alles ungefiltert mit anhören müsste, würde ich wahrscheinlich austicken.
Wie konnten diese unglaublich wichtigen Leute überhaupt leben, als es noch keine Handys gab?

Ich weiß schon, dass das nicht explizit etwas mit der DDR zu tun hat.
Aber dieses Problem gibt es inzwischen wohl überall gleichermaßen.

Grüße GG
  #6  
Alt 01.08.2012, 15:25
Martina
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Idee AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Dennis0235 Beitrag anzeigen
Wir hatten Telefon. Es war üblich, dass einige Nachbarn zu uns zum anrufen kamen, oder das wir Nachbarn etwas ausrichteten. So ergab sich auch einen gute Nachbarschaft. Wer würde heute schon bei seinem Nachbarn klingeln wollen, in dessen Wohnung "eindringen" und um einen Gefallen bitten?

Sie hatten ein Telefon. Soso.

Und es gab Leute, die kamen unerschrocken zum Telefonieren.
Und so gestalteten sich gute Nachbarschaftsbeziehungen, weil jeder von jedem alles wusste und manchmal sogar noch mehr. ...

Natürlich waren Sie bei diesen Gesprächen stets anwesend, denn es war ja schließlich Ihr Telefon, nicht wahr?

Wie einfältig können Menschen ohne Telefon nur sein?!



M.
  #7  
Alt 01.08.2012, 15:36
Dennis0235 Dennis0235 ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Martina Beitrag anzeigen
Sie hatten ein Telefon. Soso.

Und es gab Leute, die kamen unerschrocken zum Telefonieren.
Und so gestalteten sich gute Nachbarschaftsbeziehungen, weil jeder von jedem alles wusste und manchmal sogar noch mehr. ...

Natürlich waren Sie bei diesen Gesprächen stets anwesend, denn es war ja schließlich Ihr Telefon, nicht wahr?

Wie einfältig können Menschen ohne Telefon nur sein?!



M.

Sie haben überhaupt keine Ahnung und schreiben nur dummes Zeug.


Wir hatten sogar 2 Telefone . Eins in der Stube und eins im Vorsaal, für unsere lieben Nachbarn. Die Leute kamen und fragten: "Darf ich mal anrufen" und dann durften sie. Das passierte vielleicht 2 mal die Woche. Wir hatten extra eine "Telefonkasse". Ortsgespäch 20 Pfennig- auswärts hab ich vergessen. Die Leute klopften an die Stubentür, wenn das Auswärts- Gespräch begann, damit wir die Zeit stoppen konnten. So vertraute man sich - heute undenkbar. Ihre dummen Anspielungen Richtung "Guck und Horsch" können Sie stecken lassen.
  #8  
Alt 01.08.2012, 15:40
Martina
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Dennis0235 Beitrag anzeigen
Sie haben überhaupt keine Ahnung und schreiben nur dummes Zeug.


Wir hatten sogar 2 Telefone . Eins in der Stube und eins im Vorsaal, für unsere lieben Nachbarn. Die Leute kamen und fragten: "Darf ich mal anrufen" und dann durften sie. Das passierte vielleicht 2 mal die Woche. Wir hatten extra eine "Telefonkasse". Ortsgespäch 20 Pfennig- auswärts hab ich vergessen. Die Leute klopften an die Stubentür, wenn das Auswärts- Gespräch begann, damit wir die Zeit stoppen konnten. So vertraute man sich - heute undenkbar. Ihre dummen Anspielungen Richtung "Guck und Horsch" können Sie stecken lassen.

Aufgrund meiner in der DDR gesammelten Lebenserfahrung habe ich sehr wohl Ahnung und schreibe KEIN dummes Zeug. Außerdem können Sie Tatsachen, die Ihnen nicht behagen, aber sehr wohl DDR-Geschichte sind, nicht als dummes Zeug abtun.

Bekanntermaßen wurde gerade in der DDR das Vertrauen schamlos und allumfassend ausgenutzt.


Jawohl.


M.
  #9  
Alt 01.08.2012, 15:50
Martina
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Martina Beitrag anzeigen
Aufgrund meiner in der DDR gesammelten Lebenserfahrung habe ich sehr wohl Ahnung und schreibe KEIN dummes Zeug. Außerdem können Sie Tatsachen, die Ihnen nicht behagen, aber sehr wohl DDR-Geschichte sind, nicht als dummes Zeug abtun.

Bekanntermaßen wurde gerade in der DDR das Vertrauen schamlos und allumfassend ausgenutzt.


Jawohl.


M.

Des Weiteren gefiel mir der gestrige Jubelruf von Ihrem Glaubensgenossen Mausepaul nicht, der Sie und sich als besonders "ausgepufft" = schlitzohrig bezeichnete.

...



M.
  #10  
Alt 01.08.2012, 16:00
Dennis0235 Dennis0235 ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Martina Beitrag anzeigen
Des Weiteren gefiel mir der gestrige Jubelruf von Ihrem Glaubensgenossen Mausepaul nicht, der Sie und sich als besonders "ausgepufft" = schlitzohrig bezeichnete.
Das ist aber doch Ihr Problem.

Zitat:
Bekanntermaßen wurde gerade in der DDR das Vertrauen schamlos und allumfassend ausgenutzt.
Das ist eine Behauptung, die in Ihr WEltbild passt. Ich sage das dazu "dummes Zeug".
  #11  
Alt 01.08.2012, 16:09
Martina
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Daumen runter AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Dennis0235 Beitrag anzeigen
Das ist aber doch Ihr Problem.



Das ist eine Behauptung, die in Ihr WEltbild passt. Ich sage das dazu "dummes Zeug".

Das ist keine Behauptung, sondern geschichtlich belegt. Ansonsten müssten Sie auch leugnen, dass die gesamte DDR-Gesellschaft von IM unterwandert war ...

Fest steht des Weiteren, dass in der DDR Telefonanschlüsse nach bestimmten Kritierien vergeben wurden, die keineswegs grundsätzlich die berufliche Verantwortung berücksichtigten.


M.
  #12  
Alt 01.08.2012, 16:16
Dennis0235 Dennis0235 ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Martina Beitrag anzeigen
Das ist keine Behauptung, sondern geschichtlich belegt. Ansonsten müssten Sie auch leugnen, dass die gesamte DDR-Gesellschaft von IM unterwandert war ...
.
Was hat das mit unserem Telefonanschluß zu tun und der Tatsache, dass wir so gute nachbarschaftliche Beziehungen pflegten, dass man sogar Leute anrufen ließ, die selber kein Telefon hatten?

Zitat:
Fest steht des Weiteren, dass in der DDR Telefonanschlüsse nach bestimmten Kritierien vergeben wurden, die keineswegs grundsätzlich die berufliche Verantwortung berücksichtigten.
Na und? In unserem Fall war es so, dass meine Vater diesen Anschluß quasi mit dem Haus von seinen Eltern übernahm.
  #13  
Alt 01.08.2012, 16:53
Lupo Lupo ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Da fehlte nicht mehr viel bis zur unendlichen Glückseeligkeit bei 0235 in der DDR. Der Telefonanschluss wurde ihm sozusagen in die Wiege gelegt. Aber neidisch wäre ich da als Nachbar schon etwas gewesen, zumal das eine echte Nebenerwerbsquelle war, 2x pro Woche 20 Pfennig - macht 8 Semmeln gratis beim Dorfbäcker..., immerhin. Bei Ferngesprächen nach Boltenhagen, Güstrow oder Morgenröte-Rautenkranz gab`s schonmal `ne Mark der DDR (oder auch zwei).
Ich hatte damals beruflich häufig im Fernmeldeamt 55 in der Berliner Dottistr. zu tun. Da gab es die "geheimnisumwobene" 1. Etage. Verstärkte Türen ohne Klinken. Im gesamten Haus waren alle Räume beschildert, nur in dieser Etage nicht. Trotzdem gingen dort nicht wenige Menschen ein und aus, und das im Schichtdienst. Es führten auch verdammt viele Kabel aus dem Keller in diese Etage, nicht wie sonst sofort unterirdisch auf die Straße hinaus. Ein alter Postkollege säuselte mir damals mal leise ins Ohr, dass sich da drinnen "Horch -und Guck" eingenistet hatte. Na aber hallo! Wer macht denn sowas??
Gehört das jetzt auch zum Thema "Telefonieren in der DDR", lieber MDR? Ich meine JA.
  #14  
Alt 01.08.2012, 17:06
Lupo Lupo ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Den Witz kennt zwar jeder, aber ich gebe ihn einfach mal zum besten:

Da hatte doch mal ein Ostberliner mit Garten (und Telefon!) seinen Bekannten in West-Berlin angerufen und dem in verschwörerischem Ton am Telefon erklärt, dass er tausende Flugblätter mit Protestparolen in seinem Garten vergraben hat und die Dinger in ein paar Tagen unters Volk bringen wird.
Eine Woche später rief er seinen Freund in West-Berlin nochmals an und sagte dem, dass der jetzt die holländischen Blumenzwiebeln schicken könne, weil die Stasi seinen Garten schön umgegraben hat. Er kann jetzt pflanzen.
  #15  
Alt 01.08.2012, 17:13
Martina
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Idee AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Den Witz kennt zwar jeder, aber ich gebe ihn einfach mal zum besten:

Da hatte doch mal ein Ostberliner mit Garten (und Telefon!) seinen Bekannten in West-Berlin angerufen und dem in verschwörerischem Ton am Telefon erklärt, dass er tausende Flugblätter mit Protestparolen in seinem Garten vergraben hat und die Dinger in ein paar Tagen unters Volk bringen wird.
Eine Woche später rief er seinen Freund in West-Berlin nochmals an und sagte dem, dass der jetzt die holländischen Blumenzwiebeln schicken könne, weil die Stasi seinen Garten schön umgegraben hat. Er kann jetzt pflanzen.

Hihi.


Als ich damals die DDR verließ, hatte niemand in unserer Familie ein Telefon.

Drei Monate später hatte meine Schwester in einem fünfstöckigen Plattenbau mit sechs Eingängen als einzige einen Telefonanschluss. Begründung: ihr Mann sei in der Kampfgruppe ...


M.
  #16  
Alt 01.08.2012, 18:18
Dennis0235 Dennis0235 ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Martina Beitrag anzeigen
Hihi.


Als ich damals die DDR verließ, hatte niemand in unserer Familie ein Telefon.

Drei Monate später hatte meine Schwester in einem fünfstöckigen Plattenbau mit sechs Eingängen als einzige einen Telefonanschluss. Begründung: ihr Mann sei in der Kampfgruppe ...


M.
Erzählen Sie doch nicht solche Märchen. In so einem großen Plattenbau, hatte nicht nur Ihre Familie eine Telefon.
  #17  
Alt 01.08.2012, 18:33
Martina
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Dennis0235 Beitrag anzeigen
Erzählen Sie doch nicht solche Märchen. In so einem großen Plattenbau, hatte nicht nur Ihre Familie eine Telefon.

Ich wollte es auch nicht glauben.

Vielleicht sollten Sie dort mal anrufen?!




M.
  #18  
Alt 01.08.2012, 23:38
Dennis0235 Dennis0235 ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Martina Beitrag anzeigen
Ich wollte es auch nicht glauben.

Vielleicht sollten Sie dort mal anrufen?!




M.
Wenn Ihr Schwager noch in der Kampfgruppe aktiv ist, dann gerne.
  #19  
Alt 02.08.2012, 06:28
XXX XXX ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Da gab es ganz schön viele skurile Dinge:
1. Wir hatten ein Telefon, aber als sogenannten Doppelanschluß mit dem Polizisten aus unserem Haus. Das heißt, es konnte nur einer von beiden telefnoieren. Wenn man den Hörer abhob, wenn der andere telefonierte, dann konnte man gut mit hören - Ein Schelm der Arges dabei denkt :-)
2. Mein Schwager bekam als schwer kranker selbst mit Dringlichkeitsantrag bis kurz vor der Wende kein Telefon. Als kleines Schmäckerchen: 1988 stand die Familie bereits mit der zukünftigen Numemr im Telefonbuch, obwohl sie noch nicht einmal eine Dose in der Wohnung hatte.
3. Kann sich noch jemand an Westtelefonate erinnern? Das ging von uns aus nur mit vorheriger Anmeldung und konnte dann schon mal den halben Tag dauern, bis die Leitung stand. Anders herum musste die West-Verwandtschaft stundenlang "drehen" bis die Finger glühten.
4. Telefonzellen funktionierten oft nicht. Man musste davor anstehen und es gab einige Telefonate, die manipuliert wurden (mit Bindfaden oder Schnellkleber) damit man kostenlos telefonieren konnte.

Natürlich ist viel dem damaligen Stand der Technik geschuldet, aber die DDR hat auch nicht viel dazu beigetragen, etwas zu verbessern.
  #20  
Alt 02.08.2012, 09:04
Martina
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Dennis0235 Beitrag anzeigen
Wenn Ihr Schwager noch in der Kampfgruppe aktiv ist, dann gerne.

Das kann ich Ihnen nicht bestätigen, da der Herr aufgrund seiner Skrupellosigkeit von mir aberkannt und entsorgt wurde.





M.
  #21  
Alt 02.08.2012, 11:15
Sachsens-Beste Sachsens-Beste ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Telefonieren in DDR - ein ganz besonderes Thema:
Ich bin im September 1985 in eine Neubau-Wohnung eingezogen.
Der Eingang hatte 12 Wohnungen.
Ein Telefon gab es nicht.
Im Oktober/November 1987 bekam ich (aus dienstlichen Gründen) und eine weitere Wohnung (weil der Mann bei der Feuerwehr war) ein Telefon mit einer gemeinsamen Nummer.Den anderen 10 Wohnungen wurde mitgeteilt,daß jetzt im Notfall ein Telefon zur Verfügung steht.
Am Anfang ging das ja alles noch,weil die Mitbewohner wirklich nur im Notfall klingelten.Mal abgesehen davon,daß wir im Bett standen,wenn die Feuerwehr einen Nachteinsatz hatte.
Doch mit der Zeit wurde es nervig.Wenn jeden Abend 3 Leute klingeln,um zu telefonieren zu wollen und das auch aus rein privaten Gründen.
Der Höhepunkt:
Eine Mitbewohnerin hatte diese Telefonnummer ihrer Westverwandtschaft geschrieben und sagte nun uns,daß an einem bestimmten Tag der Verwandte anrufen werde,und wir die Wohnung möglichst nicht zu verlassen hätten,da die Anruf-Zeit nicht bekannt war.Da bin ich mal ein wenig ausgerastet.Der Spuk war dann ab Februar 1989 vorbei,als zwei weiter Wohnungen telefon bekamen.
Heute,Gott (oder wem auch immer) sei Dank,nicht mehr denkbar.
  #22  
Alt 02.08.2012, 12:41
Bolivar Bolivar ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Da gab´s gestern einen guten Beitrag im Fernsehen dazu, ich glaube, es war sogar der MDR, ich weiß es allerdings nicht mehr genau. Aber über die Mediathek bekommt man das sicher heraus. Vielleicht könnten hier auch mal die Mods helfen.
Bolivar
  #23  
Alt 02.08.2012, 14:02
Gina48 Gina48 ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
1. Wir hatten ein Telefon, aber als sogenannten Doppelanschluß mit dem Polizisten aus unserem Haus. Das heißt, es konnte nur einer von beiden telefnoieren. Wenn man den Hörer abhob, wenn der andere telefonierte, dann konnte man gut mit hören - Ein Schelm der Arges dabei denkt :-)


Das ging uns auch so.Im Erdgeschoss wohnte ein Kampfgruppenmitglied, der teilte seinen Anschluss mit uns.Am Telefon war eine rote Lampe, wenn die leuchtete wußte man der andere telefoniert, hahaha und abgenommen und gelauscht hat keiner!!!
Was waren das für Zeiten.Nach der Wende fanden wir beim renovieren, einige versteckte Wanzen. Mein Cousin kam damals, ab und zu bei uns zum Besuch, er wohnte in der BRD.Muss für einige Leute wichtig gewesen sein zu wissen über was wir reden!!!
  #24  
Alt 02.08.2012, 17:42
MDR_Gerrit MDR_Gerrit ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Liebe User,

die Reportage "Fasse dich kurz - Telefonieren in der DDR" wurde am Dienstag, 22:05 Uhr im MDR FERNSEHEN ausgestrahlt.

Weitere Infos zur Sendung finden Sie hier:
http://www.mdr.de/doku/geschichte/artikel8086.html

Beste Grüße
Ihre MDR.DE-Redaktion
  #25  
Alt 06.08.2012, 10:34
Tafelgeher Tafelgeher ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Gina48 Beitrag anzeigen
Zitat:
1. Wir hatten ein Telefon, aber als sogenannten Doppelanschluß mit dem Polizisten aus unserem Haus. Das heißt, es konnte nur einer von beiden telefnoieren. Wenn man den Hörer abhob, wenn der andere telefonierte, dann konnte man gut mit hören - Ein Schelm der Arges dabei denkt :-)


Das ging uns auch so.Im Erdgeschoss wohnte ein Kampfgruppenmitglied, der teilte seinen Anschluss mit uns.Am Telefon war eine rote Lampe, wenn die leuchtete wußte man der andere telefoniert, hahaha und abgenommen und gelauscht hat keiner!!!
Was waren das für Zeiten.Nach der Wende fanden wir beim renovieren, einige versteckte Wanzen. Mein Cousin kam damals, ab und zu bei uns zum Besuch, er wohnte in der BRD.Muss für einige Leute wichtig gewesen sein zu wissen über was wir reden!!!
Gab es irgendeinen Grund das man bei Ihnen Wanzen versteckt hatteDenn auch wir hatten regelmäßigen Besuch aus den Westen aber beim Wohnungsmalern hatten wir so was nicht gefunden und unser Telefon hatten wir nicht zerlegt wozu wir hatten nichts zu befürchten
  #26  
Alt 06.08.2012, 16:05
XXX XXX ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Gab es irgendeinen Grund das man bei Ihnen Wanzen versteckt hatteDenn auch wir hatten regelmäßigen Besuch aus den Westen aber beim Wohnungsmalern hatten wir so was nicht gefunden und unser Telefon hatten wir nicht zerlegt wozu wir hatten nichts zu befürchten
Wir hatten außer dem Polizeier noch einen NVA-ler (jeweils als Dienstwohnung) und einen IM im Haus. Deshalb brauchte es bei uns wohl keine Wanzen. Wo das aber nicht gegeben war, wurde dieses Mittel gern mit verwendet.
  #27  
Alt 06.08.2012, 16:43
Dennis0235 Dennis0235 ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Gina48 Beitrag anzeigen
Zitat:
1. Wir hatten ein Telefon, aber als sogenannten Doppelanschluß mit dem Polizisten aus unserem Haus. Das heißt, es konnte nur einer von beiden telefnoieren. Wenn man den Hörer abhob, wenn der andere telefonierte, dann konnte man gut mit hören - Ein Schelm der Arges dabei denkt :-)

Selten so einen Schmarrn gelesen. Unser Nachbar, bei der Energie tätig, bekam Mitte der 80er ein Diensttelefon. Sozusagen hatten wir also einen Doppelanschluß. Niemand konnte da bei jemanden mithören.

Zitat:
Nach der Wende fanden wir beim renovieren, einige versteckte Wanzen.
In welchem Film haben Sie das denn gesehen? Das Leben der Anderen?
  #28  
Alt 06.08.2012, 17:10
XXX XXX ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Dennis0235 Beitrag anzeigen
Selten so einen Schmarrn gelesen. Unser Nachbar, bei der Energie tätig, bekam Mitte der 80er ein Diensttelefon. Sozusagen hatten wir also einen Doppelanschluß. Niemand konnte da bei jemanden mithören.



In welchem Film haben Sie das denn gesehen? Das Leben der Anderen?
Dann hatten Sie keinen Doppelanschluß. NAtürlich war as so! Und wenn Sie alle Postingsa lesen würden, würden Sie sehen, dass es mehrere gab, die so einen Anschluß hatten.
Sie beweisen immer wieder, dass Sie nur das glauben, was Sie auch erlebt haben.
  #29  
Alt 06.08.2012, 17:17
Sachsens-Beste Sachsens-Beste ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von XXX Beitrag anzeigen
Dann hatten Sie keinen Doppelanschluß. NAtürlich war as so! Und wenn Sie alle Postingsa lesen würden, würden Sie sehen, dass es mehrere gab, die so einen Anschluß hatten.
Sie beweisen immer wieder, dass Sie nur das glauben, was Sie auch erlebt haben.
Es war so!
Ganz locker konnte man bei einem Doppelanschluß mithören,wenn man denn wollte. Es gab aber genung Leute mit Anstand,die das natürlich nicht taten.
Ob natürlich JEDER diesen Anstand hatte,wage ich sehr zu bezweifeln.
Es war aber wohl auch sehr gewünscht,nicht zu viel Privatsphäre zuzulassen.
Wie oft hab ich eigentlich damals den Spruch "Feind hört mit!" gehört?
  #30  
Alt 06.08.2012, 17:21
Dennis0235 Dennis0235 ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von XXX Beitrag anzeigen
Dann hatten Sie keinen Doppelanschluß. NAtürlich war as so! Und wenn Sie alle Postingsa lesen würden, würden Sie sehen, dass es mehrere gab, die so einen Anschluß hatten.
Sie beweisen immer wieder, dass Sie nur das glauben, was Sie auch erlebt haben.
Wir hatten einen Doppelanschluß. Der Nachbar telefonierte quasi über unsere Leitung. Und man konnte nicht mithören!
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