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  #1  
Alt 29.10.2012, 11:40
MDR_Jürgen MDR_Jürgen ist offline
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Standard Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Es ist kein einmaliger Vorgang in der deutschen Geschichte: Nach der Novemberrevolution 1918/19, nach der Machtergreifung des Hitlerfaschismus, in den Jahren nach 1945 in Ost und West sowie in der Zeit der Wende 1989/90 wurden Straßen umbenannt und Denkmäler geschliffen.

Was wurde mit der Umbenennung oder Schleifung jeweils erreicht bzw. demonstriert? Welche Denkmäler haben einen Anspruch auf Erhalt, auch wenn sie möglicherweise für ein überlebtes Denken oder Handeln stehen? Woran erinnern Denkmäler, die einst für inzwischden Gescheiterte oder Gescheitertes errichtet wurden?

Programmtipp
Sinn oder Unsinn?! - Denkmalsabriss
Leninplatz und Karl-Marx-Universität, Thälmannbüste und Kommunismusrelief: Wir erinnern uns alle noch heute an Namen und Denkmale, die vorerst blieben, als die DDR schon eine Weile weg war. Steingewordene Erinnerungen an Helden des Sozialismus. Doch plötzlich kündeten sie nicht mehr von einer leuchtenden Zukunft, sondern vom Scheitern großer Ideen. "Geschichte Mitteldeutschlands - Das Magazin" fragt: Was tut man mit überlebten Leitbildern ? Warum und wie mussten die meisten schnell verschwinden und warum sind andere bis heute geblieben?
Geschichte Mitteldeutschlands – Das Magazin | MDR FERNSEHEN | 30.10.2012 | 21:15 Uhr
  #2  
Alt 29.10.2012, 11:59
christian_ef christian_ef ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

puh, da wirds hier ja wieder heiß hergehen
  #3  
Alt 29.10.2012, 12:05
christian_ef christian_ef ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

wie seltsam es mit denkmälern so läuft sieht man am denkmal für den 20 juli bei uns in erfurt.
ja sowas gibt es hier, das muss man aber suchen (petersberg). und auch dann ist es auf den ersten blick schwer zu erraten worum es bei dem denkmal geht.

letztlich ist es so versteckt, da die leute damals landesverrat begingen und kein staat der welt wünscht sich sowas, deswegen auch ein versteckte denkmal (so hatte es uns damals unser ethiklehrer begründen wollen)

auf der anderen seite wäre ich dafür, dass alle denkmäler beseitigt werden welche mit leid und unterdrückung zu tun haben. nur befürchte ich, dass dann nicht mehr viel über bleibt. denn selbst ein cesärdenkmal müsste dann beseitigt werden.

straßennamen hingegen werden immer wieder umbenannt werden, je nachdem welche farbe gerade an der macht ist.
über den sinn kann man sich streiten.
  #4  
Alt 29.10.2012, 13:16
Tafelgeher Tafelgeher ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Je nach gerade bestehende Staatsform werden Denkmäler aufgebaut oder abgerissen.Als ich vor ca. Jahr nach Buchenwald gefahren bin ,Interessierte mich wo eigentlich der am meisten geehrte Widerstandskämpfer u.Arbeiterführer gegen Hitler sein Denkmal das zur DDR -Zeit nicht zu übersehen verblieben ist .Nach längeren suchen und fragen fand ich Bronzebüste an einen der letzten Baracken noch stehen man hatte Ihn die Dominante Stellung nicht mehr zugestanden und möglichst unauffällig ins Abseitsgestellt .Man konnte schon Dankbar sein das das Thälmann Denkmal nicht ganz entfernt hat bzw.konnte
  #5  
Alt 29.10.2012, 13:20
MammaMia MammaMia ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Warum sollte man ihn den herausheben. Er hat sich gegen eine Regierung und gegen ein System gewandt. Da war es schon berechtigt, dass man ihn einfach einsperrte. Das hat man in der DDR auch mit denen gemacht, die gegen das System waren. Und wie Nachhaker doch feststellte, ist das ja wohl richtig gewesen.
Zitat:
Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Je nach gerade bestehende Staatsform werden Denkmäler aufgebaut oder abgerissen.Als ich vor ca. Jahr nach Buchenwald gefahren bin ,Interessierte mich wo eigentlich der am meisten geehrte Widerstandskämpfer u.Arbeiterführer gegen Hitler sein Denkmal das zur DDR -Zeit nicht zu übersehen verblieben ist .Nach längeren suchen und fragen fand ich Bronzebüste an einen der letzten Baracken noch stehen man hatte Ihn die Dominante Stellung nicht mehr zugestanden und möglichst unauffällig ins Abseitsgestellt .Man konnte schon Dankbar sein das das Thälmann Denkmal nicht ganz entfernt hat bzw.konnte
  #6  
Alt 29.10.2012, 13:51
Tafelgeher Tafelgeher ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von MammaMia Beitrag anzeigen
Warum sollte man ihn den herausheben. Er hat sich gegen eine Regierung und gegen ein System gewandt. Da war es schon berechtigt, dass man ihn einfach einsperrte. Das hat man in der DDR auch mit denen gemacht, die gegen das System waren. Und wie Nachhaker doch feststellte, ist das ja wohl richtig gewesen.
Es freut mich das auch Du es begriffen hast das kein Staat der Erde seine Gegner auch noch hätschtscheln tut.In wie weit es richtig o.falsch ist und war kommt immer auf die Sichtweise an..Bei Thälmann war eben der Hitler der Böse und mußte bekämpft werden u.in der dam. DDR waren es die die den Staat abgelehnt hatten und ändern wollten so wie wie die BRD mit den Verbot der DKP auch Ihre Gegner bekämpft hat.Mit anderen worten wenn alle das Gleiche tun ist es noch lange nicht das selbe
  #7  
Alt 29.10.2012, 19:32
Sachsens-Beste Sachsens-Beste ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Es freut mich das auch Du es begriffen hast das kein Staat der Erde seine Gegner auch noch hätschtscheln tut.In wie weit es richtig o.falsch ist und war kommt immer auf die Sichtweise an..Bei Thälmann war eben der Hitler der Böse und mußte bekämpft werden u.in der dam. DDR waren es die die den Staat abgelehnt hatten und ändern wollten so wie wie die BRD mit den Verbot der DKP auch Ihre Gegner bekämpft hat.Mit anderen worten wenn alle das Gleiche tun ist es noch lange nicht das selbe
Mir ist nicht bekannt,dass in der BRD die DKP verboten wurde.
Etwas anders sieht es mit der KPD aus.
Und zu Thälmann:
Er war meiner Meinung nach nur eine Marionette Stalins und Hitler hat nicht Thälmann sondern die Kommunisten bekämpft.(Thälmann war halt der Vorsitzende und musste den Kopf hinhalten,denn Stalin war sich zu fein ,seinen Vasallen herauszuholen,was beim Hitler-Stalin-Pakt locker möglich gewesen wäre.)
Probleme mit Thälmann-Denkmälern habe ich allerdings nicht.
Es gibt sie wohl noch an verschiedenen Stellen und meinetwegen können sie auch stehen bleiben. Man hat sich halt dran gewöhnt.
  #8  
Alt 29.10.2012, 19:48
Tafelgeher Tafelgeher ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Sachsens-Beste Beitrag anzeigen
Mir ist nicht bekannt,dass in der BRD die DKP verboten wurde.
Etwas anders sieht es mit der KPD aus.
Und zu Thälmann:
Er war meiner Meinung nach nur eine Marionette Stalins und Hitler hat nicht Thälmann sondern die Kommunisten bekämpft.(Thälmann war halt der Vorsitzende und musste den Kopf hinhalten,denn Stalin war sich zu fein ,seinen Vasallen herauszuholen,was beim Hitler-Stalin-Pakt locker möglich gewesen wäre.)
Probleme mit Thälmann-Denkmälern habe ich allerdings nicht.
Es gibt sie wohl noch an verschiedenen Stellen und meinetwegen können sie auch stehen bleiben. Man hat sich halt dran gewöhnt.
Ja so was nennt man eben Geschichtsklitterung.Wenn ich aber die Wahl hab Thälmann oder Hitler weiß ich wen ich bevorzuge.Mit den Denkmälern ist es so neSache nach der Wende wurden anSchulen die den Namen von Ernst Thälmann trugen der Name entfernt aber einige Bundeswehr Kasernen schmücken sichheute noch mit den Namem F.M.Rommel
  #9  
Alt 29.10.2012, 19:56
Sachsens-Beste Sachsens-Beste ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Ja so was nennt man eben Geschichtsklitterung.Wenn ich aber die Wahl hab Thälmann oder Hitler weiß ich wen ich bevorzuge.Mit den Denkmälern ist es so neSache nach der Wende wurden anSchulen die den Namen von Ernst Thälmann trugen der Name entfernt aber einige Bundeswehr Kasernen schmücken sichheute noch mit den Namem F.M.Rommel
Tja ,mit den Namen ist das so eine Sache.
In meiner Heimatstadt im Vogtland wurde die Adolf-Hitler-Straße in Ernst-Thälmann-Straße umbenannt.Jetzt heißt sie Parkstraße...und das ist gut so!
  #10  
Alt 29.10.2012, 20:05
Bolivar Bolivar ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Sachsens-Beste Beitrag anzeigen
Mir ist nicht bekannt,dass in der BRD die DKP verboten wurde.
Die DKP nicht, nur ihre Mitglieder, die wurden vom "Arbeiterführer" Brandt mit Berufsverboten überzogen.
Zitat:
Zitat von Sachsens-Beste Beitrag anzeigen
Er war meiner Meinung nach nur eine Marionette Stalins und Hitler hat nicht Thälmann sondern die Kommunisten bekämpft.(Thälmann war halt der Vorsitzende und musste den Kopf hinhalten,denn Stalin war sich zu fein ,seinen Vasallen herauszuholen,was beim Hitler-Stalin-Pakt locker möglich gewesen wäre.)
Deine Meinung ist in dem Zusammenhang so ziemlich das Letzte, was gefragt ist. Erstens, Stalin hatte Thälmann des Öfteren angeboten, ihn aus dem KZ zu holen, Thälmann lehnte den Deal ab. Zweitens, einen Hitler-Stalin-Pakt hat es nie gegeben, was es gab war ein Vertrag über einen Nichtangriff zwischen der Sowjetunion und dem Deutschen Reich, nachdem die Westalliierten alle Vorschläge der SU zu kollektiver Sicherheit in Europa abgebügelt hatten.
Venceremos!
Bolivar
  #11  
Alt 29.10.2012, 20:13
Sachsens-Beste Sachsens-Beste ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Bolivar Beitrag anzeigen
Die DKP nicht, nur ihre Mitglieder, die wurden vom "Arbeiterführer" Brandt mit Berufsverboten überzogen.


Deine Meinung ist in dem Zusammenhang so ziemlich das Letzte, was gefragt ist. Erstens, Stalin hatte Thälmann des Öfteren angeboten, ihn aus dem KZ zu holen, Thälmann lehnte den Deal ab. Zweitens, einen Hitler-Stalin-Pakt hat es nie gegeben, was es gab war ein Vertrag über einen Nichtangriff zwischen der Sowjetunion und dem Deutschen Reich, nachdem die Westalliierten alle Vorschläge der SU zu kollektiver Sicherheit in Europa abgebügelt hatten.
Venceremos!
Bolivar
1. Wie kann man Mitglieder verbieten?
2.Meine Meinung ist für mich immer MEINE MEINUNG.Wenn sie für dich das Letzte ist,dann ist das DEINE Meinung.
Fakt ist ,dass die ruhmreiche SU aus diesem Vertrag für sich Vorteile mit dem Klassenfeind aushandelte und das verdient ein "Anti-Denkmal",um beim Thema zu bleiben.
  #12  
Alt 29.10.2012, 20:16
Dennis0235 Dennis0235 ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Welche Blüten der Umbenennungswahn nach der Wende hervorbrachte, wird an folgendem Beispiel sichtbar. Wir haten zu DDR Zeiten eine "Straße der Opfer des Faschismus". Die musste natürlich eiligst von der CDU Stadtregierung umbenannt werden in Waldenburger Straße.
  #13  
Alt 29.10.2012, 20:32
Freigeist Freigeist ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Bolivar Beitrag anzeigen
Deine Meinung ist in dem Zusammenhang so ziemlich das Letzte, was gefragt ist. Erstens, Stalin hatte Thälmann des Öfteren angeboten, ihn aus dem KZ zu holen, Thälmann lehnte den Deal ab.
Du hast hoffentlich einen nachprüfbaren Beleg für diese Behauptung. Oder?
  #14  
Alt 29.10.2012, 20:38
Freigeist Freigeist ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Bolivar Beitrag anzeigen
Zweitens, einen Hitler-Stalin-Pakt hat es nie gegeben, was es gab war ein Vertrag über einen Nichtangriff zwischen der Sowjetunion und dem Deutschen Reich, nachdem die Westalliierten alle Vorschläge der SU zu kollektiver Sicherheit in Europa abgebügelt hatten.
Venceremos!
Bolivar
Den Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakt vom 24. August 1939 selbst kann man mit Sympathie für Stalin als solchen bewerten.
Dessen Geheimes Zusatzprotokoll und den Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag [sic!] vom 28. September 1939 allerdings nicht. Du betreibst Geschichtsklitterung der übelsten Sorte.
  #15  
Alt 29.10.2012, 23:27
Tafelgeher Tafelgeher ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Sachsens-Beste Beitrag anzeigen
Tja ,mit den Namen ist das so eine Sache.
In meiner Heimatstadt im Vogtland wurde die Adolf-Hitler-Straße in Ernst-Thälmann-Straße umbenannt.Jetzt heißt sie Parkstraße...und das ist gut so!
Gut so
Bestimmt weil Thälmann dam. es gewagt hatte die Arbeiter u.Das Deutsche Volk vor den gr.Verbrecher der Menschheit A.Hitler zu warnenu.zu bekämpfen
Da war Stauffenberg von ganz anderen Kaliber ,der hat erstmal bis kurz vorm Zusammenbruch und als die Niederlage absehbar war in Dienst Hitlers gestanden und für ihn gemordet u.Sieg Heil geschrien und war auserdem noch von Adel ,nicht so wie dergemeine Pöbel

Geändert von Tafelgeher (30.10.2012 um 08:12 Uhr).
  #16  
Alt 30.10.2012, 09:50
MammaMia MammaMia ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Fakt ist, beide haben sich zu unterschiedlichen Zeiten und mit unterschiedlichen Methoden gegen ein bestehendes System gewandt.

Nachhakersche Logik: Ihre Verurteilung ist also richtig gewesen. Es gibt also keinen Grund, für solche Leute ein Denkmal zu errichten oder nach ihnen Straßen zu benennen.
Zitat:
Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Gut so
Bestimmt weil Thälmann dam. es gewagt hatte die Arbeiter u.Das Deutsche Volk vor den gr.Verbrecher der Menschheit A.Hitler zu warnenu.zu bekämpfen
Da war Stauffenberg von ganz anderen Kaliber ,der hat erstmal bis kurz vorm Zusammenbruch und als die Niederlage absehbar war in Dienst Hitlers gestanden und für ihn gemordet u.Sieg Heil geschrien und war auserdem noch von Adel ,nicht so wie dergemeine Pöbel
  #17  
Alt 30.10.2012, 10:23
Robert Iswall Robert Iswall ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Sachsens-Beste Beitrag anzeigen
Mir ist nicht bekannt,dass in der BRD die DKP verboten wurde.
Etwas anders sieht es mit der KPD aus.
Und zu Thälmann:
Er war meiner Meinung nach nur eine Marionette Stalins und Hitler hat nicht Thälmann sondern die Kommunisten bekämpft.(Thälmann war halt der Vorsitzende und musste den Kopf hinhalten,denn Stalin war sich zu fein ,seinen Vasallen herauszuholen,was beim Hitler-Stalin-Pakt locker möglich gewesen wäre.)
Dafür haben die Nazis selbst (Göring höchstpersönlich) Thälmann die Freilassung unter der Bedingung angeboten, dass er im Gegenzug öffentlich seinen Überzeugungen abschwört.

Thälmann weigerte sich standhaft und bezahlte am Ende mit seinem Leben dafür. Es gab nicht viele, die unter Hitler so viel Rückgrat bewiesen! Also sollte man's auch im Fall Thälmann nicht unterschlagen, gell?
  #18  
Alt 30.10.2012, 12:28
Sachsens-Beste Sachsens-Beste ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Robert Iswall Beitrag anzeigen
Dafür haben die Nazis selbst (Göring höchstpersönlich) Thälmann die Freilassung unter der Bedingung angeboten, dass er im Gegenzug öffentlich seinen Überzeugungen abschwört.

Thälmann weigerte sich standhaft und bezahlte am Ende mit seinem Leben dafür. Es gab nicht viele, die unter Hitler so viel Rückgrat bewiesen! Also sollte man's auch im Fall Thälmann nicht unterschlagen, gell?
Das möchte ich auch nicht!
Nur weil er aber relativ berühmt war (Reichstagsabgeordneter,Parteiführer einer extremistischen Partei),sollte man die vielen,vielen anderen Widerstandskämpfer,gleich welcher Coleur,nicht vergessen.Die mußten auch leiden und sterben.Wo stehen deren Denkmale und Straßennamen?
Uns wurde er als DER Held in der Schule vermittelt.Es gab aber viele Helden,die uns nicht so überschwenglich vermittelt wurden.
  #19  
Alt 30.10.2012, 12:39
Tafelgeher Tafelgeher ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Sachsens-Beste Beitrag anzeigen
Das möchte ich auch nicht!
Nur weil er aber relativ berühmt war (Reichstagsabgeordneter,Parteiführer einer extremistischen Partei),sollte man die vielen,vielen anderen Widerstandskämpfer,gleich welcher Coleur,nicht vergessen.Die mußten auch leiden und sterben.Wo stehen deren Denkmale und Straßennamen?
Uns wurde er als DER Held in der Schule vermittelt.Es gab aber viele Helden,die uns nicht so überschwenglich vermittelt wurden.
Heute wird doch jedes Jahr der angl.Widerstandskämpfer Stauffenberg mit große Aufwand gefeiert ,das reicht dochDer war wenigstens von Adel und nicht so ein kl.Arbeiter
  #20  
Alt 30.10.2012, 12:52
Campari Campari ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Heute wird doch jedes Jahr der angl.Widerstandskämpfer Stauffenberg mit große Aufwand gefeiert ,das reicht dochDer war wenigstens von Adel und nicht so ein kl.Arbeiter
Ihre Statements zeugen von Ignoranz. Und zwar Ignoranz gegenüber denen, die nicht nur an Thälmann oder Stauffenberg erinnern.
  #21  
Alt 30.10.2012, 16:32
Robert Iswall Robert Iswall ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Sachsens-Beste Beitrag anzeigen
Das möchte ich auch nicht!
Nur weil er aber relativ berühmt war (Reichstagsabgeordneter,Parteiführer einer extremistischen Partei),sollte man die vielen,vielen anderen Widerstandskämpfer,gleich welcher Coleur,nicht vergessen.Die mußten auch leiden und sterben.Wo stehen deren Denkmale und Straßennamen?
Uns wurde er als DER Held in der Schule vermittelt.Es gab aber viele Helden,die uns nicht so überschwenglich vermittelt wurden.
Da haben Sie wirklich Pech gehabt damals. Ich lernte schon in der Schule Namen wie Hans & Sophie Scholl, Dietrich Bonhoeffer, Claus v. Stauffenberg, Helmut v. Moltke, Harro Schulze-Boysen u.a. kennen - allesamt keine Kommunisten, wie Sie vielleicht wissen.

Nur Generalfeldmarschall Erwin Rommel fehlte. Will sagen: Der wurde nicht den Helden des Widerstands zugerechnet. Aber das wird ja heututage um so ausgiebiger nachgeholt...
  #22  
Alt 30.10.2012, 17:08
Mausepaul Mausepaul ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von MammaMia Beitrag anzeigen
Fakt ist, beide haben sich zu unterschiedlichen Zeiten und mit unterschiedlichen Methoden gegen ein bestehendes System gewandt.

Nachhakersche Logik: Ihre Verurteilung ist also richtig gewesen. Es gibt also keinen Grund, für solche Leute ein Denkmal zu errichten oder nach ihnen Straßen zu benennen.
Das stimmt nur halb, Ernst Thälmann ist nie vor ein Gericht gestellt worden.
  #23  
Alt 30.10.2012, 17:33
Robert Iswall Robert Iswall ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Mausepaul Beitrag anzeigen
Das stimmt nur halb, Ernst Thälmann ist nie vor ein Gericht gestellt worden.
Richtig. Die Nazis hatten ihre Pleite im Reichstagsbrand-Prozess nie verdaut: Der zu Unrecht angeklagte G. Dimitroff wurde zum Ankläger, entlarvte die Nazis und verließ das Gericht sowie Deutschland, dank sowjetischer Intervention, als freier Mann.

Eine solche Blamage wollten die Braunen nicht noch einmal riskieren. Deshalb wurde der ursprünglich für 1934 geplante Thälmann-Prozess mehrmals verschoben und schließlich fallen gelassen. Gleichwohl verblieb Thälmann in sog. "Schutzhaft", bis er 1944 in einer Nacht-und Nebel-Aktion nach Buchenwald verbracht und sofort ermordet wurde.
  #24  
Alt 30.10.2012, 17:43
Campari Campari ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Robert Iswall Beitrag anzeigen
Richtig. Die Nazis hatten ihre Pleite im Reichstagsbrand-Prozess nie verdaut: Der zu Unrecht angeklagte G. Dimitroff wurde zum Ankläger, entlarvte die Nazis und verließ das Gericht sowie Deutschland, dank sowjetischer Intervention, als freier Mann.

Eine solche Blamage wollten die Braunen nicht noch einmal riskieren. Deshalb wurde der ursprünglich für 1934 geplante Thälmann-Prozess mehrmals verschoben und schließlich fallen gelassen. Gleichwohl verblieb Thälmann in sog. "Schutzhaft", bis er 1944 in einer Nacht-und Nebel-Aktion nach Buchenwald verbracht und sofort ermordet wurde.
Das ist aber jetzt nicht der Versuch, diesem Regime rechtsstaatliche Normen unterzujubeln?
  #25  
Alt 30.10.2012, 17:48
Robert Iswall Robert Iswall ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Campari Beitrag anzeigen
Das ist aber jetzt nicht der Versuch, diesem Regime rechtsstaatliche Normen unterzujubeln?
Wie kommen Sie auf diese absurde Idee? An welcher Stelle meines kurzen Textes sollte ich mich derart missverständlich ausgedrückt haben?
  #26  
Alt 30.10.2012, 17:50
Campari Campari ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Robert Iswall Beitrag anzeigen
Wie kommen Sie auf diese absurde Idee? An welcher Stelle meines kurzen Textes sollte ich mich derart missverständlich ausgedrückt haben?
Nur in einem Rechtsstaat kann sich ein solcher blamieren. Ist er es nicht, sorgt er dafür, dass der, den man einknasten will, auch eingeknastet wird.
  #27  
Alt 30.10.2012, 18:37
Bolivar Bolivar ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Freigeist Beitrag anzeigen
Du hast hoffentlich einen nachprüfbaren Beleg für diese Behauptung. Oder?
Klar, Thälmann hat ein Einschreiben geschickt.
Venceremos!
Bolivar
  #28  
Alt 30.10.2012, 18:58
Tafelgeher Tafelgeher ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Campari Beitrag anzeigen
Ihre Statements zeugen von Ignoranz. Und zwar Ignoranz gegenüber denen, die nicht nur an Thälmann oder Stauffenberg erinnern.
Ich hatte das Sarkasmuszeichen vergessen,hoffe trotzdem das verstanden wurde wie es gemeint war.Sorry

Geändert von Tafelgeher (31.10.2012 um 16:54 Uhr).
  #29  
Alt 30.10.2012, 18:58
Bolivar Bolivar ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Freigeist Beitrag anzeigen
Den Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakt vom 24. August 1939 selbst kann man mit Sympathie für Stalin als solchen bewerten.
Du bist ein Demagoge. Mit etwas Sympathie für Hitler kann ich die Kapitulationsurkunde Frankreich als Grenz- und Freundschaftsvertrag zwischen Vichy-Frankreich Petains und dem Dritten Reich Hitlers bewerten. Der Deutsch-Sowjetische Nichtangriffsvertrag war ein solcher und nicht "als solche(r)n (zu) bewerten".
Zitat:
Zitat von Freigeist Beitrag anzeigen
Dessen Geheimes Zusatzprotokoll und den Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag [sic!] vom 28. September 1939 allerdings nicht. Du betreibst Geschichtsklitterung der übelsten Sorte.
Der Deutsch-Sowjetische Grenz- und Freundschaftsvertrag hingegen regelte die Grenzziehung zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion nach dem Ende der Kampfhandlungen des Deutschen Reiches gegen Polen. Der Passus "Freundschafts" wurde auf beharrliches Drängen der Diplomaten des Dritten Reiches in den Vertrag aufgenommen und spielte in den Handlungen der sowjetischen Diplomatie keine Rolle.
Im Übrigen sicherte die Sowjetunion lediglich die Gebiete, die nach dem Bürgerkrieg und der Invasion 1918-1922 von den Polen annektiert wurden. Trotz mehrfachen Drängens der deutschen Seite marschierte die Rote Armee erst in diese Gebiete ein, nachdem die polnische Armee gegenüber der Wehrmacht kapituliert hatte.
Venceremos!
Bolivar
  #30  
Alt 30.10.2012, 19:06
Sachsens-Beste Sachsens-Beste ist offline
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Standard AW: Darf es auch Denkmäler für Gescheiterte oder Gescheitertes geben?

Zitat:
Zitat von Bolivar Beitrag anzeigen
Du bist ein Demagoge. Mit etwas Sympathie für Hitler kann ich die Kapitulationsurkunde Frankreich als Grenz- und Freundschaftsvertrag zwischen Vichy-Frankreich Petains und dem Dritten Reich Hitlers bewerten. Der Deutsch-Sowjetische Nichtangriffsvertrag war ein solcher und nicht "als solche(r)n (zu) bewerten".

Der Deutsch-Sowjetische Grenz- und Freundschaftsvertrag hingegen regelte die Grenzziehung zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion nach dem Ende der Kampfhandlungen des Deutschen Reiches gegen Polen. Der Passus "Freundschafts" wurde auf beharrliches Drängen der Diplomaten des Dritten Reiches in den Vertrag aufgenommen und spielte in den Handlungen der sowjetischen Diplomatie keine Rolle.
Im Übrigen sicherte die Sowjetunion lediglich die Gebiete, die nach dem Bürgerkrieg und der Invasion 1918-1922 von den Polen annektiert wurden. Trotz mehrfachen Drängens der deutschen Seite marschierte die Rote Armee erst in diese Gebiete ein, nachdem die polnische Armee gegenüber der Wehrmacht kapituliert hatte.
Venceremos!
Bolivar
Stimmt,man hat sich erst später die Hände dreckig gemacht,in dem man Hunderte Polen massakriert hat und dem "Freund " im Geiste tausende Tonnen Erdöl geliefert,damit den Frankreich-Feldzug auch ja erfolgreich wird.
Steht dafür eigentlich noch ein Heldendenkmal in der ruhmreichen Sowjetunion (um beim Thema zu bleiben)?
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