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#1
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Angesichts der enormen Verwerfungen, die Europa durchlebt und weiter durchleben muss, schauen wir aus einer anderen Perspektive auf unser Land - nämlich durch die Brille der Griechen, mit einem wenig überraschenden Ergebnis: Die Griechen fühlen sich von der deutschen Politik bevormundet und sie werfen uns Deutschen Dominanzgehabe vor. -Was meinen Sie, zu Recht?
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#2
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Wir machen doch mit unserer hoch produktiven Wirtschaft alles platt. Dazu kamen real sinkende Löhne, was unsere Exporte noch weiter anheizte. Nun stellt sich die Frage, von was die anderen leben sollen. Es kann nicht der Eine ständig mehr exportieren wollen- eigentlich "müssen", weil wir ja auch ständiges Wachstum brauchen- und der Andere soll ständig mehr kaufen, als er sich eigentlich leisten kann, weil: wir wollen dem Krempel ja nicht nur herstellen, sondern auch irgendwo los werden. Insgesamt doch ein Konzept, was nicht funktionieren wird. Die Schuldenbremse, die wir Deutsche ja jetzt den anderen Ländern Europas "verordnet" haben, wird weiten Teilen Europas wirtschaftlich den Todesstoß geben.
Geändert von Dennis0235 (22.03.2012 um 16:54 Uhr). |
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#3
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Ich bin kein Grieche und weiß nicht, was ein Grieche denkt.
Die Demonstrationen sprechen aber sehr dafür, dass man Wut auf die Deutsche Bundesregierung hat, die in Deutschland unter Verletzung der Eigentumsrechte der Rentner diesen rechtswidrig die Renten gekürzt hat, den Unternehmen auf diese Weise rechtswidrig Wettbewerbsvorteile verschafft hat und nun die Griechen mehr oder weniger nötigt, ähnliche Schandtaten im eigenen Land zu begehen. Die Griechen können den Deutschen vorwerfen, diese Deutsche Regierung letztlich gewählt zu haben. |
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#4
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Es ist eine Tragikomik. Da predigt vor ein paar Jahren weinerlich Birne Kohl:
"Kommt der Euro nicht, gibt es Krieg". Sein Wurmfortsatz Angela Merkel bringt Deutschland durch den Rettungsschirm an den Rand des Bankrott - die Reserven, die vorherige Generationen eisern zusammengespart haben, werden verschleudert - und was machen die Griechen? Noch nie seit den letzten 40 Jahren ist das Verhältnis so schlecht gewesen. Übrigens nicht nur von Griechenland. Selbst das traditionell lange befreundete Portugal, mit dem Deutschland nie aneinander geraten war, zeigt antideutsche Tendenzen. Ironischerweise sollte es heißen: Der Euro bringt den Krieg. Nachtrag: Predigt die Bundesregierung nicht immer von Zivilcourage gegenüber Kriminellen? Dann sollte diese Courage schleunigst gegen die Regierung, den Parteien und vor allem gegenüber den verbündeten Medien angebracht sein. |
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#5
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Zitat:
Bolivar |
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#6
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Das würde mich auch mal interessieren, von welchen Reserven er spricht.
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#7
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Vielleicht meint er die von Privatpersonen angesparten Geldbeträge,die durch die schleichende Inflation immer weniger wert geworden sind?
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#8
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Zitat:
![]() Oder meinten Sie die kleinen Sparguthaben? ![]() |
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#9
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Zitat:
Hochachtungsvoll Bolivar |
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#10
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Zitat:
Geändert von 91541Matthias (26.04.2012 um 11:30 Uhr). |
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#11
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[QUOTE=91541Matthias;126107]Von Geldbeiträgen,die der im Berufsleben stehende Mittelstand unter Mühen in den letzten Jahrzehnten angespart hat!
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#12
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Zitat:
Bolivar P.S. Was hat das mit den Griechen zu tun? |
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#13
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Zitat:
Klar bin ich in besseren Zeiten zu meiner Arbeitsstelle gekommen,als es solche Undinge wie Leiharbeit noch nicht in dem Ausmaß gab.Dass Facharbeiter auf andere herabsehen,ist ein im Fernsehen gerne gezeigtes Phänomen,dass ich in meiner Berufsparte noch nicht kenne. Mit den griechen hat das zu tun,dass ein anderer Blogger diesen Zusammenhang herstellte.. |
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#14
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Zitat:
Zitat:
Was haben "bessere Zeiten" mit Leiharbeit zu tun? Fakt ist, dass die Leiharbeit von Sozialdemokraten forciert wurde. Das sollte jedem Arbeiter zu denken geben. Zitat:
Bolivar |
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#15
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Zitat:
Vergleiche mal die Schulden von 1997 und 2011 Fakt ist auch, aktuell seit den letzten Wochen: Noch nie seit den letzten 50 Jahren waren die Beziehungen Deutschlands zu vielen europäischen Ländern so schlecht . Polemisch ausgedrückt: Der Euro bringt Krieg und Armut. |
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#16
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Nicht der Euro. Sachen können keine Schuld haben, wohl aber die Menschen. Nicht der Euro bringt Krieg und Armut, der Kapitalismus bringt beide.
Bolivar |
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#17
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Es mag vielleicht schwer verständlich sein, aber es gibt diese Reserven. Zum einen in Gold (Bestand zum 31.03.12: 3.396t = 135,8 Mrd. €), zum anderen als Währungsreserve (Stand November 2011: 181,4 Mrd. €)
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#18
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Es ist Geld,das in besseren Zeiten vor allem von im Westen der Republik Lebenden angespart werden konnte, von dem man sich in DM-Zeiten noch was leisten konnte - ganz im Gegensatz zum (T)euro. Es kann nicht gut gehen,wenn mehrere unterschiedlich reiche bzw. produktive Staaten eine gemeinsame währung eingehen - klar ist,dass die Starken abgeben und die Schwachen annehmen. All das war vorhersehbar;durfte aber aus Gründen des Machterhaltes von H.Kohl und Konsorten nicht ausgesprochen werden. |
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#19
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Dieser Argumentation kann und will ich auch nicht folgen. Zum einen ist es barer Unsinn zu behaupten, dass der Euro ein T-Euro ist, denn niemand ist in der Lage die Preisentwicklung der DM für den bewussten Zeitraum tatsächlich stichhaltig zu unterlegen. Mithin ist der T-Euro sowas wie die individuell gefühlte Temperatur, von der man meint, sie wird auch immer heißer.
Zum anderen ist der EUro beileibe keine Erfindung, die allein dem Machterhalt von Kohl und Konsorten diente, denn zu deren Zeit war dieser lediglich als Umrechnungswährung eingeführt. Die tatsächliche Einführung hat erst Schröder vollzogen, wobei sein Finanzminister bei er Konferenz zur Festlegung des - teilweise politisch gewollten - Umrechnungskurses geschwänzt hat. Und drittens - auch das ist unbestritten und war bereits damals ein Kritikpunkt, auch von Kohl und Waigel - ist die Schaffung einer einheitlichen Währung für den EURO-Raum ohne die Schaffung von weiteren Rahmenmaßnahmen (vereinheitlichtes Steuer- und Abgabenrecht, näherungsweise wirtschaftlich gleiche Rahmenbedingen etc.) nur die halbe Wahrheit. Aber es war damals und es ist auch heute nicht umsetzbar, weil eben jeder das seine machen will. Und einige haben ja davon auch sehr erfolgreich und lange leben können, bis das System eben darunter zusammengebrochen ist (siehe Griechenland, Italien, Iberien) oder sich einige Regierungen in den Blasen verzockt haben (Irland). Um dabei mal auf Griechenland zurückzukommen. Jeder weiß ja inzwischen, wie dieses Land zum Euro gekommen ist. Es hätte zu keinem Zeitpunkt Mitglied der EURO-Zone werden können. Das man heute so laut jammert und lamentiert hat nicht seine Ursachen bei Merkel oder den bösen Deutschen sondern bei der damaligen Regierung in Athen und deren glorreicher Staats- und Statistikbank unter einem gewissen Lukas Papademos. Nur ist Wahrheit schon immer etwas gewesen, was Politiker fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Und griechische Politiker sind da offenkundig nicht anders als die übrigen europäischen. Also schimpft man am liebsten auf die Deutschen und deren Regierung, weil die auf einmal nicht mehr das arme Leben der Reichen in Griechenland finanzieren wollen. _____________ Zitat:
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#20
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#21
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#22
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#23
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Es war nicht Eichel, sondern der Heilsbringer aller Linken und Kommunismusliebhaber, Oskar Lafonataine, der schwänzte und einen Staatssekretär ohne Verhandlungsvollmacht nach Brüssel fahren ließ. Dies führte auch dazudas der zu diesem zeitpunkt völlig unterbewerte Referenzkurs für Deutschland festgelegt wurde.
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#24
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#25
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Die Frage ist doch (BEWUSST????) falsch gestellt!!! (Sorry MDR_Conrad!) Zwei Möglichkeiten zu dieser Frage sind die Wahrheit:
-Was halten die Griechen von der deutschen Regierung? ...bzw.: -Was halten die Griechen vom deutschen Volk? Zu eins: HASS PUR!!! Verständlich! Meine Solidarität dem griechischen Volk! Zu zwei: Eine Kollegin meiner Freundin ist aus Griechenlandurlaub zurück. Sie hat von der HERZLICHKEIT der MENSCHEN GESCHWÄRMT!!! Das deutsche Volk ist beliebt wie eh und je. Gehasst ist Frau Merkel und co. !!! Und noch eines: Einmal im Monat gehen wir zum Griechen (Hervorragende KÜCHE!!!). Wir haben noch keine Anfeindungen oder sonstwas negatives da erlebt!!! Oder einer von Euch? Geändert von Neundorfer2004 (25.05.2012 um 22:57 Uhr). |
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#26
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Wenn man diese Frage jetzt mal umdrehen würde und fragen würde, was halten die Deutschen von Griechenland, dann würde ich auch sagen, ich habe nichts gegen die griechische Bevölkerung. Aber wenn ich mir anschaue, was die griechischen Politiker machen. Schuldenkrise, keine Regierungsbildung usw. Dann kann ich auch nicht sagen, dass ich den griechischen Politikern so freundlich gegenüber stehe. |
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#27
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#28
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Wenn ein Land spart ist leider immer die Bevölkerung beteiligt. Aber um das abzumildern könnte man sich ja mal Bereiche aussuchen, von denen die Bevölkerung nicht betroffen ist. Z. B. könnte man die Armee von 110 000 Soldaten auf 25 000 verkleinern und die Ausrüstung ebenfalls dementsprechend verkleinern. Das könnte schon Milliarden einsparen, die die Bevölkerung nicht direkt betreffen. |
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#29
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Einfach mal googeln, kleine Hilfestellung: Volker Kauder.
Ja, wat nu? Hassen alle Griechen Deutschland? Auch die, die ihr Geld schon nach Deutschland gebracht haben? Oder hassen sie es anscheinend? Wie belieben der Herr? Vor alem die bevölkerung, die kein Auslandskonto besitzt. Zitat:
Bolivar |
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#30
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Werter Conrad,
was Sie hier stellen ist eine Suggestivfrage. Was bitte sind "die Griechen" und was sind "die Deutschen". Genausowenig, wie es DIE Deutschen gibt, so gibt es auch nicht DIE Griechen. Hier handelt es sich im Falle Griechenlands um 10.787.690 sehr individuelle Persönlichkeiten, die mitnichten alle immer die gleiche Meinung haben, geschweige denn das gleiche denken. Andererseits ist die Fragestellung eher dazu angetan, Stimmungen zu produzieren, weil Sie genau auf dem Trend mitschwimmt, der sozusagen die Deutschen dafür verantwortlich macht, dass die griechischen Senioren auf einmal weniger Rente bekommen sollen. Und die Diskussion hierzu zeigt ja, dass genau passiert. ____________________ Zitat:
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