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#1
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Die Wiedervereinigung brachte auch eine Wende im Bildungssystem. Plötzlich boten sich ganz neue Chancen. Haben Sie vielleicht eine Zeitlang im Ausland verbracht oder dort sogar studiert? Berichten Sie uns doch von Ihren Erfahrungen.
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#2
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Wir feiern in diesem Jahr den 22. Jahrestag der Deutschen Einheit und Sie fragen unter dem Motto Kinder des Ostens, ob wir vielleicht eine zeitlang im Ausland verbracht oder dort gar studiert haben.
Welchem Zweck soll diese Frage dienen? Wollen Sie heraus bekommen, wer von uns so jung ist, dass er diese Möglichkeit als Kind hatte? Und was bitte sind Kinder des Ostens? Für mich ist Osten Polen, Ukraine, Russland. Oder meinen Sie vielleicht Kinder, die hier im Osten Deutschlands leben? Dann stellt sich aber die Frage, was das unter dem großen Motto "Damals im Osten zu suchen hat. Sind von Ihrer Frage auch die Kinder betroffen, deren Eltern aus dem Westen kommen und die nun hier leben? Fragen über Fragen zu einer Frage ... |
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#3
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Das Arbeiten im Ausland auf Montage (Italien, Österreich, Polen) und auch im innerdeutschen Ausland (alte BRD) war ja auch eine Art Studienreise. Die war aber nicht freiwillig, sondern der Tatsache geschuldet, dass es in der Heimat- in den "besetzten Gebieten" ( na lieber MDR, ist das wieder eine unzulässige Vormulierung? )- nicht genug Arbeit gab und eine Zahlungsmoral herrschte, die jeder Vorstellung spottete. Übrigens gibt es zu letzteren Sachverhalt keine ständigen Dokumentationen im Rahmen von "Damals im Osten". War ja auch nicht so spannent, wie die 180000ste Wiederholung vom Genscher auf seinem Prager Balkon, oder "Plan und Pleite".![]() |
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#4
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#5
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#6
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A.Merkel hat Physik sudiert niemand würde es sich wagen Ihre Akademischen Fähigkeiten in Zweifel zu ziehen![]() ![]() |
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#7
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Stimmt, ich sollte mal nicht so undankbar sein.
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#8
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#9
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Ein Schelm, wer Arges dabei denkt? Nein, frustrierte Menschen! Fragen Sie lieber den "Bundespräsidenten der Herzen". Der kann Ihnen was von Freiheit und Chancen vorfaseln, nachdem er seinen Deal mit dem MfS gemacht hatte.
Bolivar |
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#10
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![]() ![]() Ach ich vergaß Personenkult gibt es ja heute im Rechtsstaat nicht![]() ![]() ![]() |
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#11
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M. |
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#12
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Geändert von Mausepaul (23.03.2012 um 23:04 Uhr). Grund: Ergänzung |
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#13
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#14
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Stimmt, das habe ich nicht bedacht.
![]() Wir waren eine autonome Sowjetrepublik, wie konnte ich das vergessen. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Geändert von Mausepaul (24.03.2012 um 18:32 Uhr). Grund: Nachtrag |
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#15
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Es erstaunt jedoch über alle Maßen, dass Sie, lieber Paule, diese Brüdervölker und deren Territorien dem Ausland (oder gar AUSland) zurechnen wollen. Im Sinne des RGW und der Leitlinien des Warschauer Vertrages „Eins für alle und alle für eins.“ ist das keineswegs nachzuvollziehen oder gar gutzuheißen. Gehen Sie gehorsam in sich und korrigieren Sie diesen „landfeindlichen“ Denkansatz! Und machen Sie nie wieder derartige Feststellungen: Sie setzen Ihr Wohlergehen und Ihren beruflichen Fortgang aufs Spiel! Sehr besorgt M. |
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#16
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Natürlich waren diese Länder Ausland für uns, sonst hätte man keine Reisegehehmigung gebraucht. Bis jetzt dachte ich, Sie wären eine intelligente und objektive Frau, aber ich muss meine Meinung über Sie revidieren. Ich glaube es gab auch in westlichen Ländern, BRD-Auslandsstudenten, die mehr Bafög hatten, als manch Einheimischer erdiernte. Geändert von Mausepaul (24.03.2012 um 10:14 Uhr). Grund: Nachtrag |
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#17
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Solange es andere Länder gibt egal zu welchen Block Sie zählen sobald Sie andere Währungen haben ist es schlicht ...Ausland.. was denn sonst ![]() ![]() |
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#18
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Ehemalige Kollegen von mir konnten ihr Stomatologie- Studium in Ungarn bzw. der Tschecheslowakei absolvieren.
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#19
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#20
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In der Tat wussten wir vor lauter Freude nicht wohin: Unsere Fremdsprachenkenntnisse waren selbstverständlich "klassenfeindlich erprobt und gaben uns größte Selbstsicherheit". Russischlehrer fuhren (unter positiven Umständen) zur Fortbildung in die Sowjetunion. Englisch- und Französischlehrer hafteten an den Lehrbüchern und blieben daheim. Dass sich auch westeuropäische Sprachen weiterentwickelten, wurde ignoriert.
Ganz unvoreingenommen angemerkt M. |
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#21
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#22
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Liebe Leute, das zählt tatsächlich nicht! Wer zum Studium gen Osten ging, war nämlich nicht eines Morgens mit dem beflügelten Gedanken aufgestanden, ICH SCHREIBE MICH JETZT AN DER FAKULTÄT FÜR PHYSIK in Budapest ein oder gar in Boston*. Es entschied auch nicht die ins Auge gefasste Universität aufgrund der Zeugnisse oder Aufnahmeprüfung; das waren einzig selbstherrliche, engstirnige Bürokraten, die den Zettel stempelten und weiterleiteten. M. *Boston war sowieso unsittlich, dekadent, bürgerlich rückständig und zeugte von Geschmacksverirrung bzw. einem ungefestigten Klassenstandpunkt. D.O. Geändert von Martina (25.03.2012 um 11:48 Uhr). |
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#23
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Bei meinem Ein-Euro-Job vor einigen Jahren, lernte ich eine junge Frau kennen, die auch einen Ein-Euro-Job hatte. Sie war zur Wendezeit zu jeder Demo gerannt und hat nach der Einheit, als erstes ihren Job verloren. Auf meine Frage, warum sie denn zu den Demos gegangen ist, sagte sie sie wolle auch mal ihre Verwandten in den USA besuchen. Sie war aber, zu diesem Zeitpunkt noch nicht dort gewesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie inzwischen dort war ist sehr gering. Denn von Hartz-4 und einem Ein-Euro-Job wird es verdammt schwer in die USA zu reisen. Zu diesem Zeitpunkt raste sie zu jeder Demo gegen Hartz-4. Für solche Leute hält sich mein Mitleid in Grenzen. Gehört zwar nicht zum Thema, aber finde es trotzdem erzählenswert. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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#24
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Dafür hatten es die meisten alten Genossen und Wendehälse geschafft, sich bei ihren sogenannten "ehemaligen Feinden" an zubiedern und liefen plötzlich genauso in dunkelblauen Herrschaftsmänteln durch die Gegend. ![]() Diese lachten sich im Nachhinein über diese dummen Ringläufer aus. Mannomann, was wurden wir im Betrieb von denen manchmal gedemütigt. Nicht mal eine Westbroschüre durfte man ohne Repressalien lesen. Schließlich haben diese Demonstranten erst mal für dessen Aufschwung und sagenhafte Beamtengehälter gesorgt. Der Mohr hatte seine Schuldigkeit getan. Das finden Sie wohl gut? Jedenfalls, hatten wir das Glück, 1995 Chicago erlebt zuhaben. *dankeschön für dieses Freiheitserlebnis. |
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#25
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"Frau Martina, bei dem Wort Boston fällt mir eine nette Geschichte ein:
Bei meinem Ein-Euro-Job vor einigen Jahren, lernte ich eine junge Frau kennen, die auch einen Ein-Euro-Job hatte. Sie war zur Wendezeit zu jeder Demo gerannt EIN ZEICHEN VON ZIVILCOURAGE. und hat nach der Einheit, als erstes ihren Job verloren. Auf meine Frage, warum sie denn zu den Demos gegangen ist, sagte sie sie wolle auch mal ihre Verwandten in den USA besuchen. Sie war aber, zu diesem Zeitpunkt noch nicht dort gewesen. Die buckelige Verwandtschaft schien auf einen Gast keinen Wert zu legen, ansonsten hätten sicherlich die Überseereise Ihrer Bekanntschaft (auch finanziell) unterstützt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie inzwischen dort war ist sehr gering. Denn von Hartz-4 und einem Ein-Euro-Job wird es verdammt schwer in die USA zu reisen. Zu diesem Zeitpunkt raste sie zu jeder Demo gegen Hartz-4. KUNDGEBUNGEN GEGEN HARTZ-4 SIND RICHTIG UND NOTWENDIG. Für solche Leute hält sich mein Mitleid in Grenzen." Was mich anbetrifft, so bedauere ich es in jedem Fall, wenn jemand gesundheitliche Probleme oder andere Sorgen hat. Das Leben ist lang und unvorhersehbar, und eine Fehlentscheidung - in welchem Sinne auch immer -ist auf lange Sicht nicht auszuschließen. Oftmals kommt man ohne eigenes Zutun in Schwierigkeiten. Man sollte jedem Menschen ein Quentchen Glück zugestehen ... und ein Kettenfahrzeug. M. |
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#26
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Man(n) möge es mir verzeihen ... M. |
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#27
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Studieren und Lernen - auch im Ausland - ist in meinen Augen richtig und wichtigt. Nur so kann man sich letztlich auch selbst richtig einschätzen, wenn man vergleichen kann.
Das Studieren zu DDR-Zeiten im Ausland, war in der Regel auf das sozialistische Ausland beschränkt oder von mir aus auch auf das Gebiet unserer Bruderländer. Daran ist die DDR letztlich auch gescheitert, denn gerade in der philosophischen Engstirnigkeit der marxistisch-leninistischen Weltanschauung war die Auseinandersetzung der Ideologien von vornherein auf das vergleichende des Sichtbaren ausgerichtet, denn man konnte nichtsozialistische Volks- und/oder Betriebswirtschaft nirgends im sozialistischen Weltsystem studieren. Die Bücher von Keynes, Friedman oder Erhardt konnte man in der DDR, um sich wirklich mit denen auseinandersetzen zu können. Denn wenn alles nach den DDR-Wissenschaftlern gegangen wäre, dann wäre ja jetzt die BRD verrottet und verfault und getreu dem Motto "Staatsratsvorsitzende küsst man nicht" in der DDR aufgegangen. Also muss ja irgendetwas schief gelaufen sein, in der staatlich verordneten Abschottung. Geändert von MammaMia (26.03.2012 um 14:13 Uhr). |
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#28
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#30
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)- nicht genug Arbeit gab und eine Zahlungsmoral herrschte, die jeder Vorstellung spottete. Übrigens gibt es zu letzteren Sachverhalt keine ständigen Dokumentationen im Rahmen von "Damals im Osten". War ja auch nicht so spannent, wie die 180000ste Wiederholung vom Genscher auf seinem Prager Balkon, oder "Plan und Pleite".


A.Merkel hat Physik sudiert niemand würde es sich wagen Ihre Akademischen Fähigkeiten in Zweifel zu ziehen


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