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#1
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In Deutschland gibt es großen Nachholbedarf bei der Kinderbetreuung. Deshalb hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder angeregt, insbesondere arbeitslose Männer zu Erziehern umzuschulen. In Brandenburg wird das bereits erfolgreich umgesetzt. Der Arbeitsagentur-Vorstand Heinrich Alt betont, dass es sich bei Umschulung zu Erziehern um keine Schmalspurausbildung handelt. Dennoch bleibt der Vorschlag umstritten.
Was meinen Sie, ist die Umschulung von Arbeitslosen ein geeigneter Weg, den Mangel an Erziehern zu beheben? |
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#2
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Meine Frau wollte seit vielen Jahren etwas mit Kindern machen. Nachdem sie sich während der Erziehung unserer inzwischen erwachsenen Kinder mit geringfügiger Beschäftigung durchgeschlagen hat, wurde sie dann arbeitslos.
Ihr Berufsabschluss als Wirtschaftskaufmann aus DDR-Zeiten wird nicht anerkannt. So wollte sie dann vor etwa 3 Jahren ihren Wunsch, Erzieherin zu werden, angehen. Seitens der Agentur für Arbeit ging kein Weg dafür rein, da sie ja aus einer ganz anderen beruflichen Richtung kam (obwohl nicht anerkannt). Sie suchte sich selbst einen Träger und begann in teilzeit als Erzieherin zu arbeiten und macht seit 2010 eine berufsbegleitende Ausbildung auf eigene Kosten! Keinerlei Unterstützung von staalicher Seite, nicht einmal die Berwebungskosten wurden erstattet. Die jetzt hochgelobten Pläne, Arbeitslose zu Erziehern auszubilden (mit aller staatlicher Unterstützung) erscheinen da wie Hohn! |
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#3
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Diese Erfahrung mit dem Amt hab ich auch durch; zwar nicht im Erzieherbereich, dennoch meinem Beruf abgewanten. Null Unterstützung! Das Arbeitsamt/ARGE müsste umbenannt werden in : #Amt zur Verhinderung in einen Beruf einzusteigen# |
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#4
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//Kabarett-Modus an//
in Deutschland gibt es großen Nachholbedarf an denkenden Menschen in diversen Berufen: Politikern, Bankern, ...... ich rege daher an Langzeitarbeitslose in diese Berufe einzuführen um diese Berufsstände wieder Gesellschaftsfähig zu machen. //Kabarett-Modus aus// Ich halte es für sehr bedenklich die Kindererziehung dermaßen in Misskredit zu bringen so als ob das jeder könnte. Hier in Bayern ist das eine 5-jährige Ausbilung (2 Jahre Vorpraktikum werden zwar verlangt aber nicht anerkannt). Das entspricht einem 10-Semester Studium. Schlimm genug, daß in der Regel das Gehalt von Erziehern nicht für ein normales Leben ausreicht und man 2 Jobs braucht oder einen Partner der gut verdient. Wir reden hier von der Erziehung unserer Kinder. Welche Werte sie im Umgang mit anderen vermittelt bekommen und wie sie ihren Weg im leben finden können. Was glaubt eigentlich Frau Schröder wie mit diesem Potential umgegangen werden soll? Würde sie ihre Kinder in eine derart ausgestattete Kita schicken? Oder es so machen wie die bayrische ex-Kultusministerin Hohlmeier die ihre Kinder schön in die Waldorfschule geschickt hat bevor sie in Bayern das G8 eingeführt hat? Auch die Art wie diese "Idee" kommuniziert wird ist diskriminierend: "wenns jemand auf dem Arbeitsmarkt nicht geschafft hat ist er immer noch gut genug um unsere Kinder zu erziehen......" Da kommt mir der Gedanke dann soll er doch lieber Banker werden, oder Politiker . ![]() |
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#5
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#6
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Hallo,
ich bin nicht erstaunt darüber, dass die Bundesagentur für Arbeit so reagiert. Ich war Hartz IV Empfänger über mehrere Jahre und habe für die Stadt in der ich Wohne ein Euro Jobs im Sozialen Bereich gemacht. Als ich 2009 eine Ausbildung zum Erzieher machen wollte, sagte die ARGE, dass ich das nicht machen kann. Lieber bezahlen sie weiterhin Hartz IV Geld anstatt ich in die Schule gehe und Erzieher lerne. Da ich über 35 Jahre alt bekam ich auch kein Bafög oder sonstige Zahlungen. Obwohl allen klar war, dass Erzieher gesucht werden, haben mich alle ausgelacht und abgewiesen. Aber ich doch in die Schule gegangen und habe zusammen mit meiner Frau und meinem Kind in einer 2-Zimmer Wohnung gelebt mit 42 qm und wir hatten gerade mal 800 Euro zum Leben (Miete 400 Euro). Im Juni hab ich meine Prüfung gemacht und bin jetzt Staatl. anerkannter Erzieher. Ich bin froh es gemacht zu haben. Aber die Arge und die Arbeitsagentur lassen alle im Stich. |
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#7
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Mein (und Anderer) Reden. Arbeitsamt und ARGE gehören abgeschafft! Sind eine der grössten Steuergeldverschwendungen der BRD. Arbeitslose können locker von den Meldestellen verwaltet werden, da bedarf es keines Arbeitsamtes/ARGE !!!! |
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#8
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Ich bin zwar nicht mehr aufs Arb.-amt oder ARGE angewiesen, aber ich bin auch der Meinung das die ARGE überflüssig ist. Aber der Staat hat ja genug Gelder um sie am leben zu erhalten und den Leuten das Leben schwer machen kann.
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#9
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Wo kämen wir denn da hin? (Vorsicht, Sarkasmus!) |
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#10
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1. Fehlen tatsächlich Erzieher in Deutschlands Kindergärten?
Nach einer Rückkehr aus dem Ausland wohne ich seit gut einem Jahr in einer Kleinstadt im äußersten Südwesten. Einen Kitaplatz für meine Tochter zu bekommen war überhaupt kein Problem. Dabei staunte ich auch über den üppigen Personalstand: bis zu drei Erzieherinnen für relativ kleine Gruppen. 2. Ist jede beliebige Person in der Lage, Erzieher zu sein? Also so engagiert wie die Erzieherin im Fakt-Beitrag habe ich die Erzieherinnen der Kita meiner Tochter noch nie erlebt. Wenn ich meine Tochter abliefere oder abhole erlebe ich immer nur passive Erzieherinnen, die die Kinder sich selbst überlassen und vom vielen Rumsitzen immer beleibter werden. Darauf, dass einem bestimmten kleinen Mädchen immer der “Rotz” den ganzen Tag unbeachtet bis Mund oder Kinn läuft, kann man schon Wetten abschließen. Migrantenkinder brauchen hier relativ lange, um Deutsch zu lernen. Diese Erzieherinnen mögen wohl einen staatlich geprüften ABSCHLUSS haben (oder auch nicht?) aber eine BERUFUNG spürt man hier nicht. VORSICHT also bei der Bewerberauswahl ! All das kenne ich aus meiner eigenen Kindergartenzeit (DDR, evangelischer Kindergarten, 60er/70er) noch GANZ ANDERS. Da waren viel weniger Erzieherinnen (1 pro Gruppe) in der Lage, den Laden erfolgreich und aktiver "zu schmeißen”. Also ein guter Grund, die ehemaligen, inzwischen leider ausrangierten DDR-Kindergärtnerinnen auch nach vielen Jahren wieder mit an Bord zu holen - ob mit oder ohne Ausbildungsauffrischung, und am besten NEBEN der Arbeit, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Auch in Spanien, wo ich Kinderkrippe und Vorschule beurteilen konnte, wird das - äußerst motivierte und lehrende - Personal wesentlich effektiver eingesetzt, eine Vorschulerzieherin für gut 20 Kinder, und sie geht aktiv auf die Kinder zu, ist nicht passiv. In diese Richtung sollte Fakt mal bohren. |
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#11
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Also ich denke eine oder einen Erzieher für 20 Kinder ist schon ein bisschen wenig. Wir arbeiten mit 2,5 Arbeitskräften in einer Gruppe mit 25 Kindern. Wobei hier auch Kinder unter 3 Jahre in der Gruppe sind, die auch mal sauber gemacht werden müssen, alleine ist das nicht zu schaffen, da die Kinder ja auch Beaufsichtigt werden müssen. Sicherlich ist jeder Erzieher anders, es gibt Einige die Motivierter sind als Andere, das denke ich schon. Aber man sollte auch bedenken, dass die junge Dame im Beitrag erst mal im Berufspraktikum war und beweißen musste was sie kann. Wenn man länger in dem Beruf arbeitet, stoßt man auch recht schnell an seine Grenzen. Vor allem sind wir Erzieher nicht den ganzen Tag dazu da, um den Kindern irgendetwas zu bieten. Wir sind da um auf die Wünsche und Interessen der Kinder einzugehen und nicht den Clown zu spielen. Wobei Spiel und Spaß selbstverständlich auch dazu gehören.
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#12
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Zitat:
Nachdem die BW auf Freiwillige umgestellt hat - oder so, will K.S. zwangsverpflichten. Und die Kinder lernen und 'singen' dann: "Wer ist der ... im ganzen Land? Der drill instructor vom Arbeitsamt!" "Was lernen wir bei Ministerin Schröder? Nichts! Wir werden nur noch blöder." ... |
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#13
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hallo studio.
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bitte diese aussage doch noch einmal zu überdenken. gruß rotdorn |
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#14
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#15
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Zitat:
Zitat:
Bolivar |
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#16
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meine Antwort aus den user studio bezog sich doch auf die eindeutige nachstehend nochmals eingefügte aussage: Zitat:
gruß rotdorn |
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#17
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Ich bin entsetzt über die Aussage v. Ministerin Schröder und einiger Forumteilnehmer. Wir Erzieherinnen tun unser Bestes, nehmen an Weiterbildungen ( auch am WE und nach Feierabend) machen Qualitätssiegel,um nach Vielen Dienstjahren immer noch den Kindern die bestmögliche Erziehung zukommen zu lassen. Wir sind hochqualifiziert, habe nach der Wende eine Zusatzausbildung für den staatlich annerkannten Erzieher gemacht. Es wird Zeit, das finanzielle Mittel bereitgestellt werden, um den jenigen, die sich in erzieherausbildung befinden nach ihrem Abschluss auch einen ordentlichen berufsstart zu ermöglichen.
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#18
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Zitat:
Bolivar |
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