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  #31  
Alt 06.08.2012, 18:33
XXX XXX ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Dennis0235 Beitrag anzeigen
Wir hatten einen Doppelanschluß. Der Nachbar telefonierte quasi über unsere Leitung. Und man konnte nicht mithören!
Informieren Sie sich mal im Internet, wieviele das Mithören über einen Doppelanschluß betroffen hat. Vielleicht sind Sie dann mal bereit, zu akzeptieren, dass Sie nicht der NAbel der DDR waren.
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  #32  
Alt 06.08.2012, 18:39
Sachsens-Beste Sachsens-Beste ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von XXX Beitrag anzeigen
Informieren Sie sich mal im Internet, wieviele das Mithören über einen Doppelanschluß betroffen hat. Vielleicht sind Sie dann mal bereit, zu akzeptieren, dass Sie nicht der NAbel der DDR waren.
Er wird es nicht begreifen,daß es so war.
Und was man nicht begreift,das gab (gibt) es eben nicht.
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  #33  
Alt 06.08.2012, 19:01
Dennis0235 Dennis0235 ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von XXX Beitrag anzeigen
Informieren Sie sich mal im Internet, wieviele das Mithören über einen Doppelanschluß betroffen hat. Vielleicht sind Sie dann mal bereit, zu akzeptieren, dass Sie nicht der NAbel der DDR waren.
Sie werden im Internet umfangreiche Aussagen lesen können, von Leuten, die schon mal von Außerirdischen entführt worden sein wollen. Ist das ein Kriterium für Wahrheit?
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  #34  
Alt 06.08.2012, 19:54
Lupo Lupo ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Hier mal ein paar technische Details zum sogenannten Zweieranschluss in der DDR. Ich kenne mich da berufsbedingt aus, denn ich habe damals bis zum Berufsverbot bei der Ost-Post, im Fernmeldesektor auch "Graue Post" genannt, gearbeitet.
Was sogenannte Doppelanschlüsse waren, kann ich nicht beurteilen. Sowas kenne ich von damals nicht (wahrscheinlich simple parallel geschaltete Telefone wo jeder mithören konnte). Zweieranschlüsse funktionierten anders. Mittels einer Relaisschaltung (sogenannter GUM 58) wurden 2 Wohnungen über einunddieselbe Leitung mit einem Telefonanschluss versorgt, die sich bei der Rufnummer in der letzten Zahl um eine 1 unterschieden. Wurde die eine Rufnummer des Zweieranschlusses angerufen (meinetwegen 58175 bzw. 58176) klingelte auch nur der Apparat des Telefones welches über den GUM58 die Nummer zugeordnet hatte. Wurde vom Inhaber dieses Anschlusses der Hörer abgehoben war der 2. Anschluss dieser Leitung physikalisch abgetrennt (durch Relais des GUM58). Man konnte nicht mithören. Beim Selbertelefonieren passierte dasselbe: Hörer abheben ---> Relais schaltet---> Partneranschluss tot, kein Mithören möglich. Dauergespräche eines Zweieranschlußinhabers, oder auch ein nicht richtig aufgelegter Hörer führten dazu, dass der andere eine tote Leitung hatte und irgendwann dem Nachbarn mal an die Tür gewummert hatte, damit der aufhört zu telefonieren. In den 70er Jahren wurden dann elektronische GUM59 eingführt. Es gab diese häßlichen Schwarzen Kästen (GUM58) in den Treppenhäusern immer weniger. Zweieranschlüsse waren nur Augenwischerei und stellten keine wirkliche Verdoppelung der Telefonanschlüsse dar. Über eine End-Leitung (letzter Verteiler bis ins Haus) konnte damals nunmal nur einer telefonieren. Der andere konnte sich zwar sein Telefon angucken, aber nicht wirklich benutzen.
GUM heißt übrigens Gemeinschaftsumschalter und war eine Erfindung der Deutschen Post noch vor dem Kriege.

Übrigens sollte jemand im Forum immer noch die Meinung vertreten in der DDR hätte es keine Berufsverbote gegeben, so kann ich demjenigen leicht das Gegenteil aufzeigen. Nachdem ich meinen Antrag auf Übersiedlung nach Berlin(West) gestellt hatte wurde ich von der Kaderabteilung meines Betriebes in einen anderen "Tätigkeitsbereich" versetzt, und zwar zum Aktensortieren ins Kellerarchiv meines Fernmeldeamtes. Ich hatte einen Facharbeiterabschluss mit Abitur.
(Meine letzten 2 Sätze haben eher was mit "Damals im Osten" zu tun. Ich weiß, MDR. Ich hab`s mich trotzdem getraut zu schreiben.)

Geändert von Lupo (06.08.2012 um 21:03 Uhr).
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  #35  
Alt 06.08.2012, 23:24
Sachsens-Beste Sachsens-Beste ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Hier mal ein paar technische Details zum sogenannten Zweieranschluss in der DDR. Ich kenne mich da berufsbedingt aus, denn ich habe damals bis zum Berufsverbot bei der Ost-Post, im Fernmeldesektor auch "Graue Post" genannt, gearbeitet.
Was sogenannte Doppelanschlüsse waren, kann ich nicht beurteilen. Sowas kenne ich von damals nicht (wahrscheinlich simple parallel geschaltete Telefone wo jeder mithören konnte). Zweieranschlüsse funktionierten anders. Mittels einer Relaisschaltung (sogenannter GUM 58) wurden 2 Wohnungen über einunddieselbe Leitung mit einem Telefonanschluss versorgt, die sich bei der Rufnummer in der letzten Zahl um eine 1 unterschieden. Wurde die eine Rufnummer des Zweieranschlusses angerufen (meinetwegen 58175 bzw. 58176) klingelte auch nur der Apparat des Telefones welches über den GUM58 die Nummer zugeordnet hatte. Wurde vom Inhaber dieses Anschlusses der Hörer abgehoben war der 2. Anschluss dieser Leitung physikalisch abgetrennt (durch Relais des GUM58). Man konnte nicht mithören. Beim Selbertelefonieren passierte dasselbe: Hörer abheben ---> Relais schaltet---> Partneranschluss tot, kein Mithören möglich. Dauergespräche eines Zweieranschlußinhabers, oder auch ein nicht richtig aufgelegter Hörer führten dazu, dass der andere eine tote Leitung hatte und irgendwann dem Nachbarn mal an die Tür gewummert hatte, damit der aufhört zu telefonieren. In den 70er Jahren wurden dann elektronische GUM59 eingführt. Es gab diese häßlichen Schwarzen Kästen (GUM58) in den Treppenhäusern immer weniger. Zweieranschlüsse waren nur Augenwischerei und stellten keine wirkliche Verdoppelung der Telefonanschlüsse dar. Über eine End-Leitung (letzter Verteiler bis ins Haus) konnte damals nunmal nur einer telefonieren. Der andere konnte sich zwar sein Telefon angucken, aber nicht wirklich benutzen.
GUM heißt übrigens Gemeinschaftsumschalter und war eine Erfindung der Deutschen Post noch vor dem Kriege.

Übrigens sollte jemand im Forum immer noch die Meinung vertreten in der DDR hätte es keine Berufsverbote gegeben, so kann ich demjenigen leicht das Gegenteil aufzeigen. Nachdem ich meinen Antrag auf Übersiedlung nach Berlin(West) gestellt hatte wurde ich von der Kaderabteilung meines Betriebes in einen anderen "Tätigkeitsbereich" versetzt, und zwar zum Aktensortieren ins Kellerarchiv meines Fernmeldeamtes. Ich hatte einen Facharbeiterabschluss mit Abitur.
(Meine letzten 2 Sätze haben eher was mit "Damals im Osten" zu tun. Ich weiß, MDR. Ich hab`s mich trotzdem getraut zu schreiben.)
So,also mal Butter bei die Fische:
Definitiv war es so:
Wenn ich telefonieren wollte und den Hörer abhob und mein Co. gerade sprach,hörte ich ihn und auch das,was er sprach.Umgedreht traf das auch zu.Geklingelt hat es auf beiden Apparaten.Was war das nun? Ich denke mal:
Ein Zweieranschluß...oder doch nicht?
Bin kein Fachmann!
Glück Auf aus dem Erzgebirge!
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  #36  
Alt 07.08.2012, 01:23
Dennis0235 Dennis0235 ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Sachsens-Beste Beitrag anzeigen
So,also mal Butter bei die Fische:
Definitiv war es so:
Wenn ich telefonieren wollte und den Hörer abhob und mein Co. gerade sprach,hörte ich ihn und auch das,was er sprach.Umgedreht traf das auch zu.Geklingelt hat es auf beiden Apparaten.Was war das nun? Ich denke mal:
Ein Zweieranschluß...oder doch nicht?
Bin kein Fachmann!
Glück Auf aus dem Erzgebirge!
Ich nehme mal an, das war ein Anschluß mit 2 Telefonen.
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  #37  
Alt 07.08.2012, 06:36
XXX XXX ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Hier mal ein paar technische Details zum sogenannten Zweieranschluss in der DDR. Ich kenne mich da berufsbedingt aus, denn ich habe damals bis zum Berufsverbot bei der Ost-Post, im Fernmeldesektor auch "Graue Post" genannt, gearbeitet.
Was sogenannte Doppelanschlüsse waren, kann ich nicht beurteilen. Sowas kenne ich von damals nicht (wahrscheinlich simple parallel geschaltete Telefone wo jeder mithören konnte). Zweieranschlüsse funktionierten anders. Mittels einer Relaisschaltung (sogenannter GUM 58) wurden 2 Wohnungen über einunddieselbe Leitung mit einem Telefonanschluss versorgt, die sich bei der Rufnummer in der letzten Zahl um eine 1 unterschieden. Wurde die eine Rufnummer des Zweieranschlusses angerufen (meinetwegen 58175 bzw. 58176) klingelte auch nur der Apparat des Telefones welches über den GUM58 die Nummer zugeordnet hatte. Wurde vom Inhaber dieses Anschlusses der Hörer abgehoben war der 2. Anschluss dieser Leitung physikalisch abgetrennt (durch Relais des GUM58). Man konnte nicht mithören. Beim Selbertelefonieren passierte dasselbe: Hörer abheben ---> Relais schaltet---> Partneranschluss tot, kein Mithören möglich. Dauergespräche eines Zweieranschlußinhabers, oder auch ein nicht richtig aufgelegter Hörer führten dazu, dass der andere eine tote Leitung hatte und irgendwann dem Nachbarn mal an die Tür gewummert hatte, damit der aufhört zu telefonieren. In den 70er Jahren wurden dann elektronische GUM59 eingführt. Es gab diese häßlichen Schwarzen Kästen (GUM58) in den Treppenhäusern immer weniger. Zweieranschlüsse waren nur Augenwischerei und stellten keine wirkliche Verdoppelung der Telefonanschlüsse dar. Über eine End-Leitung (letzter Verteiler bis ins Haus) konnte damals nunmal nur einer telefonieren. Der andere konnte sich zwar sein Telefon angucken, aber nicht wirklich benutzen.
GUM heißt übrigens Gemeinschaftsumschalter und war eine Erfindung der Deutschen Post noch vor dem Kriege.

Übrigens sollte jemand im Forum immer noch die Meinung vertreten in der DDR hätte es keine Berufsverbote gegeben, so kann ich demjenigen leicht das Gegenteil aufzeigen. Nachdem ich meinen Antrag auf Übersiedlung nach Berlin(West) gestellt hatte wurde ich von der Kaderabteilung meines Betriebes in einen anderen "Tätigkeitsbereich" versetzt, und zwar zum Aktensortieren ins Kellerarchiv meines Fernmeldeamtes. Ich hatte einen Facharbeiterabschluss mit Abitur.
(Meine letzten 2 Sätze haben eher was mit "Damals im Osten" zu tun. Ich weiß, MDR. Ich hab`s mich trotzdem getraut zu schreiben.)
Vielen Dank, das beweist meine Aussage. Der Polizeier aus unserem HAus und wir hatten die gleiche Telefonnumer.
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  #38  
Alt 07.08.2012, 08:58
Tafelgeher Tafelgeher ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Hier mal ein paar technische Details zum sogenannten Zweieranschluss in der DDR. Ich kenne mich da berufsbedingt aus, denn ich habe damals bis zum Berufsverbot bei der Ost-Post, im Fernmeldesektor auch "Graue Post" genannt, gearbeitet.
Was sogenannte Doppelanschlüsse waren, kann ich nicht beurteilen. Sowas kenne ich von damals nicht (wahrscheinlich simple parallel geschaltete Telefone wo jeder mithören konnte). Zweieranschlüsse funktionierten anders. Mittels einer Relaisschaltung (sogenannter GUM 58) wurden 2 Wohnungen über einunddieselbe Leitung mit einem Telefonanschluss versorgt, die sich bei der Rufnummer in der letzten Zahl um eine 1 unterschieden. Wurde die eine Rufnummer des Zweieranschlusses angerufen (meinetwegen 58175 bzw. 58176) klingelte auch nur der Apparat des Telefones welches über den GUM58 die Nummer zugeordnet hatte. Wurde vom Inhaber dieses Anschlusses der Hörer abgehoben war der 2. Anschluss dieser Leitung physikalisch abgetrennt (durch Relais des GUM58). Man konnte nicht mithören. Beim Selbertelefonieren passierte dasselbe: Hörer abheben ---> Relais schaltet---> Partneranschluss tot, kein Mithören möglich. Dauergespräche eines Zweieranschlußinhabers, oder auch ein nicht richtig aufgelegter Hörer führten dazu, dass der andere eine tote Leitung hatte und irgendwann dem Nachbarn mal an die Tür gewummert hatte, damit der aufhört zu telefonieren. In den 70er Jahren wurden dann elektronische GUM59 eingführt. Es gab diese häßlichen Schwarzen Kästen (GUM58) in den Treppenhäusern immer weniger. Zweieranschlüsse waren nur Augenwischerei und stellten keine wirkliche Verdoppelung der Telefonanschlüsse dar. Über eine End-Leitung (letzter Verteiler bis ins Haus) konnte damals nunmal nur einer telefonieren. Der andere konnte sich zwar sein Telefon angucken, aber nicht wirklich benutzen.
GUM heißt übrigens Gemeinschaftsumschalter und war eine Erfindung der Deutschen Post noch vor dem Kriege.

Übrigens sollte jemand im Forum immer noch die Meinung vertreten in der DDR hätte es keine Berufsverbote gegeben, so kann ich demjenigen leicht das Gegenteil aufzeigen. Nachdem ich meinen Antrag auf Übersiedlung nach Berlin(West) gestellt hatte wurde ich von der Kaderabteilung meines Betriebes in einen anderen "Tätigkeitsbereich" versetzt, und zwar zum Aktensortieren ins Kellerarchiv meines Fernmeldeamtes. Ich hatte einen Facharbeiterabschluss mit Abitur.
(Meine letzten 2 Sätze haben eher was mit "Damals im Osten" zu tun. Ich weiß, MDR. Ich hab`s mich trotzdem getraut zu schreiben.)
Berufsverbote in der dam DDR
Ja die hat es gegeben für Personen die sich gegen den Staat gestellt haben und das bestehende System abschaffen wollten.
Nur gut das es sowas in der BRD nicht gab und geben wird.Berufsverbote für Mitglieder der dam.DKP war nur eine Erfindung von Spiegel
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  #39  
Alt 07.08.2012, 09:02
XXX XXX ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Berufsverbote in der dam DDR
Ja die hat es gegeben für Personen die sich gegen den Staat gestellt haben und das bestehende System abschaffen wollten.
Nur gut das es sowas in der BRD nicht gab und geben wird.Berufsverbote für Mitglieder der dam.DKP war nur eine Erfindung von Spiegel
Tja, dann lesen Sie mal das Posting.
Er hat einen Ausreiseantrag gestellt. Hat nichts gegen das System gesagt oder wollte es gar abschaffen. Er wollte nur in einem anderen Staat leben!
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  #40  
Alt 07.08.2012, 09:07
Tafelgeher Tafelgeher ist gerade online
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Zitat:
Zitat von XXX Beitrag anzeigen
Wir hatten außer dem Polizeier noch einen NVA-ler (jeweils als Dienstwohnung) und einen IM im Haus. Deshalb brauchte es bei uns wohl keine Wanzen. Wo das aber nicht gegeben war, wurde dieses Mittel gern mit verwendet.
Ich nehme mal an das man dort Wanzen u.Abgehört hat wo es einen begründeteten Verdacht gab .Anderenfalls würden u.könnten die Kapazitäten u. das Personal für die vielen Menschen garnicht ausreichen.
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  #41  
Alt 07.08.2012, 09:10
XXX XXX ist offline
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Zitat:
Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Ich nehme mal an das man dort Wanzen u.Abgehört hat wo es einen begründeteten Verdacht gab .Anderenfalls würden u.könnten die Kapazitäten u. das Personal für die vielen Menschen garnicht ausreichen.
Meinen Sie das wirklich ernst?
Wie groß war nochmal die Zahl der IMs in der DDR?
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  #42  
Alt 07.08.2012, 09:16
Tafelgeher Tafelgeher ist gerade online
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Zitat:
Zitat von XXX Beitrag anzeigen
Tja, dann lesen Sie mal das Posting.
Er hat einen Ausreiseantrag gestellt. Hat nichts gegen das System gesagt oder wollte es gar abschaffen. Er wollte nur in einem anderen Staat leben!
Nach dem er Kostenlos Ausgebildet wurde und dann fort gehen wollte .Hat Ihn der Staat oder der Betrieb o.ein anderer Betrieb gar nicht mehr erst eingestellt. Ob das Richtig o.Falsch war steht erstmal auf einen anderen Blatt.
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  #43  
Alt 07.08.2012, 09:19
XXX XXX ist offline
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Zitat:
Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Nach dem er Kostenlos Ausgebildet wurde und dann fort gehen wollte .Hat Ihn der Staat oder der Betrieb o.ein anderer Betrieb gar nicht mehr erst eingestellt. Ob das Richtig o.Falsch war steht erstmal auf einen anderen Blatt.
Da steht Nichts wo anders, das ist mein Menschenrecht.
Kein Betrieb oder Land kann jemanden wegen einer Ausbildung festhalten.
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  #44  
Alt 07.08.2012, 09:25
Tafelgeher Tafelgeher ist gerade online
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Zitat:
Zitat von XXX Beitrag anzeigen
Meinen Sie das wirklich ernst?
Wie groß war nochmal die Zahl der IMs in der DDR?
Nunja 17000000 Mill. Einwohner hat die DDR gehabt rechnet man die Kinder raus und die die als Spitzel sich noch nicht eignen dann dürfte und ich ...schätze mal...so an die 6,5 Mill.IM ,Staßi gegeben haben nach Kraftschicks Lied :Einer schei.... den Anderen anIch schlage vor das man nochmal eine Generaltiefenprüfung aller ehm.DDR -Bürger macht ,es werden u.müssen sich ganz bestimmt noch einpaar IM.u.Staßileute finden lassen
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  #45  
Alt 07.08.2012, 09:36
XXX XXX ist offline
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Zitat:
Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Nunja 17000000 Mill. Einwohner hat die DDR gehabt rechnet man die Kinder raus und die die als Spitzel sich noch nicht eignen dann dürfte und ich ...schätze mal...so an die 6,5 Mill.IM ,Staßi gegeben haben nach Kraftschicks Lied :Einer schei.... den Anderen anIch schlage vor das man nochmal eine Generaltiefenprüfung aller ehm.DDR -Bürger macht ,es werden u.müssen sich ganz bestimmt noch einpaar IM.u.Staßileute finden lassen
Um mal zum Thema zurück zu kehren: Glauben Sie mir, es waren genug, um alle "sebversiven Elemente" per Telefon oder eben auch zusätzlich per Wanzen auszuhorchen und die Ergebnisse auszuwerten (1989 kamen auf 89 Einwohner ein IM).
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  #46  
Alt 07.08.2012, 11:22
Tafelgeher Tafelgeher ist gerade online
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Zitat:
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Um mal zum Thema zurück zu kehren: Glauben Sie mir, es waren genug, um alle "sebversiven Elemente" per Telefon oder eben auch zusätzlich per Wanzen auszuhorchen und die Ergebnisse auszuwerten (1989 kamen auf 89 Einwohner ein IM).
Da haben ja die "ehrenwerten Jungs "ganz schön Streß gehabt
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  #47  
Alt 07.08.2012, 11:28
Tafelgeher Tafelgeher ist gerade online
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Zitat:
Zitat von XXX Beitrag anzeigen
Da steht Nichts wo anders, das ist mein Menschenrecht.
Kein Betrieb oder Land kann jemanden wegen einer Ausbildung festhalten.
Richtig!
Deswegen hat ja die dam.DDR von den Ärtzten die die Ausreise beantragt haben die Aussbildungskosten zurückverlangt.Da das Studieren in der dam. DDR Kostenfrei war .
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  #48  
Alt 07.08.2012, 16:08
Martine Martine ist offline
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Zitat:
Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Richtig!
Deswegen hat ja die dam.DDR von den Ärtzten die die Ausreise beantragt haben die Aussbildungskosten zurückverlangt.Da das Studieren in der dam. DDR Kostenfrei war .
Ich verstehe nicht, dass auf dem unentgeltlichen Studium in der DDR beharrt wird. Auch in der BRD gab es staatliche Universitäten und die BaFög.
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  #49  
Alt 07.08.2012, 16:09
Martine Martine ist offline
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Zitat:
Zitat von XXX Beitrag anzeigen
Um mal zum Thema zurück zu kehren: Glauben Sie mir, es waren genug, um alle "sebversiven Elemente" per Telefon oder eben auch zusätzlich per Wanzen auszuhorchen und die Ergebnisse auszuwerten (1989 kamen auf 89 Einwohner ein IM).
Ich zweifle Ihre Aussage nicht im Geringsten an.
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  #50  
Alt 07.08.2012, 16:10
Martine Martine ist offline
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Zitat:
Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Gab es irgendeinen Grund das man bei Ihnen Wanzen versteckt hatteDenn auch wir hatten regelmäßigen Besuch aus den Westen aber beim Wohnungsmalern hatten wir so was nicht gefunden und unser Telefon hatten wir nicht zerlegt wozu wir hatten nichts zu befürchten

Woher diese Überzeugung?
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  #51  
Alt 07.08.2012, 16:13
Martine Martine ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Ich möchte darauf hinweisen, dass Auslandgespräche (DDR-westliches Europa) unverhältnismäßig teuer waren. Meiner Meinung war das gewollt: Die Kontaktpflege sollte anstrengend und voller Hindernisse sein.
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  #52  
Alt 07.08.2012, 16:26
Martine Martine ist offline
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Hier mal ein paar technische Details zum sogenannten Zweieranschluss in der DDR. Ich kenne mich da berufsbedingt aus, denn ich habe damals bis zum Berufsverbot bei der Ost-Post, im Fernmeldesektor auch "Graue Post" genannt, gearbeitet.
Was sogenannte Doppelanschlüsse waren, kann ich nicht beurteilen. Sowas kenne ich von damals nicht (wahrscheinlich simple parallel geschaltete Telefone wo jeder mithören konnte). Zweieranschlüsse funktionierten anders. Mittels einer Relaisschaltung (sogenannter GUM 58) wurden 2 Wohnungen über einunddieselbe Leitung mit einem Telefonanschluss versorgt, die sich bei der Rufnummer in der letzten Zahl um eine 1 unterschieden. Wurde die eine Rufnummer des Zweieranschlusses angerufen (meinetwegen 58175 bzw. 58176) klingelte auch nur der Apparat des Telefones welches über den GUM58 die Nummer zugeordnet hatte. Wurde vom Inhaber dieses Anschlusses der Hörer abgehoben war der 2. Anschluss dieser Leitung physikalisch abgetrennt (durch Relais des GUM58). Man konnte nicht mithören. Beim Selbertelefonieren passierte dasselbe: Hörer abheben ---> Relais schaltet---> Partneranschluss tot, kein Mithören möglich. Dauergespräche eines Zweieranschlußinhabers, oder auch ein nicht richtig aufgelegter Hörer führten dazu, dass der andere eine tote Leitung hatte und irgendwann dem Nachbarn mal an die Tür gewummert hatte, damit der aufhört zu telefonieren. In den 70er Jahren wurden dann elektronische GUM59 eingführt. Es gab diese häßlichen Schwarzen Kästen (GUM58) in den Treppenhäusern immer weniger. Zweieranschlüsse waren nur Augenwischerei und stellten keine wirkliche Verdoppelung der Telefonanschlüsse dar. Über eine End-Leitung (letzter Verteiler bis ins Haus) konnte damals nunmal nur einer telefonieren. Der andere konnte sich zwar sein Telefon angucken, aber nicht wirklich benutzen.
GUM heißt übrigens Gemeinschaftsumschalter und war eine Erfindung der Deutschen Post noch vor dem Kriege.

Übrigens sollte jemand im Forum immer noch die Meinung vertreten in der DDR hätte es keine Berufsverbote gegeben, so kann ich demjenigen leicht das Gegenteil aufzeigen. Nachdem ich meinen Antrag auf Übersiedlung nach Berlin(West) gestellt hatte wurde ich von der Kaderabteilung meines Betriebes in einen anderen "Tätigkeitsbereich" versetzt, und zwar zum Aktensortieren ins Kellerarchiv meines Fernmeldeamtes. Ich hatte einen Facharbeiterabschluss mit Abitur.
(Meine letzten 2 Sätze haben eher was mit "Damals im Osten" zu tun. Ich weiß, MDR. Ich hab`s mich trotzdem getraut zu schreiben.)
Unter Berufsverbot würde ich auch das Verwehren von Studienplätzen aus religiösen oder familiären Gründen (bei republikflüchtigen Angehörigen z.B.) einordnen.
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  #53  
Alt 07.08.2012, 16:32
Martine Martine ist offline
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Zitat:
Zitat von rotdorn Beitrag anzeigen
ja fürchtbar war es,
aber man bedenke , der alte fritz kannte nicht einmal ein spülklo.
was für traurige zeiten damals.
gruß
rotdorn
p.s.
na das ist doch wieder eine Vsteilvorlage für alle freigeister dieses forums.
also nicht zögerrn und butter bei die fische

Es waren traurige Zeiten damals, das haben Sie richtig erkannt.
Andernfalls hätten die Leute keine Neubauwohnungen mit Fernheizung, Bad und WC herbeigesehnt.

Ein Telefon ist übrigens kein Luxus, es gehört zur zeitgemäßen Ausstattung und ist (nicht nur) in Notfällen unentbehrlich.
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  #54  
Alt 07.08.2012, 17:53
XXX XXX ist offline
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Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Richtig!
Deswegen hat ja die dam.DDR von den Ärtzten die die Ausreise beantragt haben die Aussbildungskosten zurückverlangt.Da das Studieren in der dam. DDR Kostenfrei war .
Ich hbe für mein Studium zu West-Zeiten auch nichts bezahlt. Es würde mich dennoch keiner daran hindern in jedes x-beliebige Land zeitweise oder dauerhaft auszureisen.
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  #55  
Alt 07.08.2012, 18:15
rotdorn rotdorn ist offline
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Zitat:
Zitat von XXX Beitrag anzeigen
Ich hbe für mein Studium zu West-Zeiten auch nichts bezahlt. Es würde mich dennoch keiner daran hindern in jedes x-beliebige Land zeitweise oder dauerhaft auszureisen.
wei offensichtlich besere schon an der tür standen.
liebe grüße und nichts füt ungut
rotdorn
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  #56  
Alt 07.08.2012, 18:40
XXX XXX ist offline
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Zitat:
Zitat von rotdorn Beitrag anzeigen
wei offensichtlich besere schon an der tür standen.
liebe grüße und nichts füt ungut
rotdorn
Keine Sorge, ich arbeite meine Ausbildung in Deutschland ab und könnte jederzeit überall in Deutschland anfangen zu arbeiten.
Mit Zitat antworten
  #57  
Alt 07.08.2012, 18:44
Mausepaul Mausepaul ist offline
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Zitat von XXX Beitrag anzeigen
Ich hbe für mein Studium zu West-Zeiten auch nichts bezahlt. Es würde mich dennoch keiner daran hindern in jedes x-beliebige Land zeitweise oder dauerhaft auszureisen.
Sie brauchten die Hälfte des BAföGs nicht zurückzahlen?
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  #58  
Alt 07.08.2012, 18:46
Mausepaul Mausepaul ist offline
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Keine Sorge, ich arbeite meine Ausbildung in Deutschland ab und könnte jederzeit überall in Deutschland anfangen zu arbeiten.
Dann schätzen Sie sich glücklich, viele Akademiker sind ohne Job bzw. hangeln sich mit anderen Jobs durchs Leben.
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  #59  
Alt 07.08.2012, 18:47
Martine Martine ist offline
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Zitat von Mausepaul Beitrag anzeigen
Sie brauchten die Hälfte des BAföGs nicht zurückzahlen?
Sie haben eine Bildungslücke: BaFög muss nicht zurückgezahlt werden, wenn der/die Studierende unter den 30 Besten im letzten Studienjahr ist. Das kommt in einer gewissen Weise dem Leistungsstipendium in der zu Grabe gelegten DDR gleich.

Geändert von Martine (07.08.2012 um 18:53 Uhr).
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  #60  
Alt 07.08.2012, 18:58
Mausepaul Mausepaul ist offline
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Standard AW: Telefonieren in der DDR

Zitat:
Zitat von Martine Beitrag anzeigen
Sie haben eine Bildungslücke: BaFög muss nicht zurückgezahlt werden, wenn der/die Studierende unter den 30 Besten des Studienjahres ist. Das kommt in einer gewissen Weise dem Leistungsstipendium in der zu Grabe gelegten DDR gleich.
Leider muß ich Sie enttäuschen, Sie haben Unrecht. Für die besten 30% der Prüflinge eines Abschluß-Jahrganges, ist ein Dahrlehenserlaß möglich:
25% innerhalb der Förderungshöchstdauer
20% innerhalb von 6 Monaten nach der Förderungshöchstdauer
15% innerhalb von 12 Monaten nach der Förderungshöchstdauer
Quelle: bafoeg-antrag.de
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