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  #61  
Alt 10.12.2012, 14:31
Tafelgeher Tafelgeher ist gerade online
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Martha Beitrag anzeigen
Ich gehe davon aus, dass das unvermeidbar ist, da der mdr mit bestem Beispiel, Geduld & Ausdauer vorangeht.
Und das ist Dir ja... sooooo ..:Widerwärtig
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  #62  
Alt 10.12.2012, 15:29
denkender denkender ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Warum kommt es immer wieder zu Fehlurteilen?
Die Antwort ist natürlich klar: Weil die involvierten Staatsbediensteten ihr Geld so oder so bekommen, egal ob die "Kunden" zufrieden sind oder nicht. "Rechtsetzung" und "Rechtsprechung" sind mehr oder minder Staatsmonopole. Dementsprechend sieht auch das Ergebnis aus: teuer und ungerecht, Qualität mangelhaft.

Man stelle sich vor, ein im marktwirtschaftichen Wettbewerb stehender Lebensmittelhersteller würde bis zu 25% der Kunden vergiften. Wie lange würden die Verbraucher wohl noch freiwillig dessen Produkte kaufen wollen? Wieviele Menschen würden sich hinstellen und dieses Unternehmen verteidigen, ja sich sogar vehement dafür aussprechen, dass man dieses Unternehmen jetzt zum Dank für das Versagen mit noch mehr Geld und noch mehr Macht ausstatten müsse, so wie dies regelmäßig passiert, wenn eine Staatsmonopolorganisation versagt?
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  #63  
Alt 10.12.2012, 15:40
Oldtimerfreund Oldtimerfreund ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Antichrist Beitrag anzeigen
Es werden aber immer unterschiede in Deutschland geben nicht nur zwischen ost und West sondern auch zwischen Nord und Süd, zwischen Stadt und Land,
Das ist für mich DIE Ausrede für diejenigen die eine wirkliche Wiedervereinigung ablehnen! Mehr nicht.

Übrigens wenn "Polizeichefs" Bürgermeister werden wollen, dazu ihren Job an den Nagel hängen, "Wirtschaftsfachleute" Polizeichef werden sollen sagt das doch alles oder nicht?
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  #64  
Alt 10.12.2012, 15:51
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Nachhaker Beitrag anzeigen
Der Gesetzgeber hat wohl nichts mit Rechtsstaatlichkeit zu tun ?

In Deutschland ist es üblich, Gesetze unscharf zu formulieren. Die Gerichte sollen dann die Auslegung anhand konkreter Fälle in der Praxis erarbeiten.

Folge: Jedes Gericht hat andere Auffassungen, bis es dann nach Jahren mal bei BGH oder sogar beim BVerfG landet. Und dort werden meist wiederum nur wenige Aspekte geklärt, so dass auch in Zukunft gesichert ist, dass die Juristenzunft auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung Ihr Schäfchen ins trockene bringen können.

Der Dumme ist der Rechtsuchende, der sich mit einer unklaren Rechtslage konfrontiert sieht und mitunter einem A-rsch-loch gegenüber steht, das es dann gelassen darauf ankommen lässt, dass der Geprellte vor Gericht geht.

Schrottjustiz.

Recht ist nicht Rechtsstaatlichkeit.
Und was würden Sie vorschlagen, damit jeder zu seinem Recht kommt oder gar Gerechtigkeit herrscht?
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  #65  
Alt 10.12.2012, 15:52
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Schuldig war in der DDR der dem es nachgewiesen wurde.Ausnahmereglung gab es nur bei politischen Vergehen im Sinne der DDR. Punkt.
Und das findest Du normal?
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  #66  
Alt 10.12.2012, 15:56
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von denkender Beitrag anzeigen
Die Antwort ist natürlich klar: Weil die involvierten Staatsbediensteten ihr Geld so oder so bekommen, egal ob die "Kunden" zufrieden sind oder nicht. "Rechtsetzung" und "Rechtsprechung" sind mehr oder minder Staatsmonopole. Dementsprechend sieht auch das Ergebnis aus: teuer und ungerecht, Qualität mangelhaft.

Man stelle sich vor, ein im marktwirtschaftichen Wettbewerb stehender Lebensmittelhersteller würde bis zu 25% der Kunden vergiften. Wie lange würden die Verbraucher wohl noch freiwillig dessen Produkte kaufen wollen? Wieviele Menschen würden sich hinstellen und dieses Unternehmen verteidigen, ja sich sogar vehement dafür aussprechen, dass man dieses Unternehmen jetzt zum Dank für das Versagen mit noch mehr Geld und noch mehr Macht ausstatten müsse, so wie dies regelmäßig passiert, wenn eine Staatsmonopolorganisation versagt?
Und die Lösung wäre, die Rechtssetzung und Rechtssprechung zu privatisieren?
Vorsicht, das ist bei der Bahn schon mal schiefgegangen.
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  #67  
Alt 10.12.2012, 16:06
Oldtimerfreund Oldtimerfreund ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Freigeist Beitrag anzeigen
Und das findest Du normal?
Wenn ich dazu mal was sagen darf, auf jeden Fall "normaler" als Vergewaltiger und Kinderschänder zu entschädigen! Kindermördern Schmerzensgeld zu zahlen....! Das ist für mich NICHT normal!
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  #68  
Alt 10.12.2012, 16:12
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Oldtimerfreund Beitrag anzeigen
Wenn ich dazu mal was sagen darf, auf jeden Fall "normaler" als Vergewaltiger und Kinderschänder zu entschädigen! Kindermördern Schmerzensgeld zu zahlen....! Das ist für mich NICHT normal!
Das ist für Menschen nicht normal, die in Menschen, die Verbrechen begangen haben, nur den Verbrecher, aber eben nicht den Menschen mir Rechtsansprüchen sehen. Wenn einem Verbrecher nämlich Unrecht getan wird, hat er selbstverständlich Anspruch auf Entschädigung. Wie jeder andere Bürger auch. Vor dem Gesetz sind alle gleich.
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  #69  
Alt 10.12.2012, 17:41
denkender denkender ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Freigeist Beitrag anzeigen
Und die Lösung wäre, die Rechtssetzung und Rechtssprechung zu privatisieren?
Vorsicht, das ist bei der Bahn schon mal schiefgegangen.
Kommt drauf an, was man unter "Privatisierung" versteht. Offensichtlich würden wir da was Unterschiedliches darunter verstehen, weil du ja der Meinung bist, die Bahn sei "privatisiert" worden. Dabei befindet sich die Deutsche Bahn AG zu 100% im Eigentum des deutschen Staates und die DB bewirtschaftet auch weit mehr als 90% der Stecken, ist also quasi Monopolist. Und wer immer eine Bahnstrecke errichten wollen würde, müsste sich dazu vorher eine Erlaubnis bei der Gruppierung namens Staat einholen, weil man ihn sonst Gefängnis werfen würde, weshalb es also gar keinen Markt und Wettbewerb im Bahnbereich gibt. Wäre dem anders, könnten sich ja auch nicht Bahn oder der ebenfalls staatsmonopolistische ÖPNV die Unverschämtheiten regelmäßiger massiver Preiserhöhungen leisten (was ja Schiene, Bus etc. unattraktiver macht und daher auch kontraproduktiv für das Ziel des Umwelt- und Klimaschutzes ist).

Also, nutzen wir einen besseren Begriff: Entstaatlichung. Ich möchte, dass jeder Mensch den Anbieter wählen darf, der seine Wünsche am besten befriedigt, egal worum es geht. Das ist auch eine Frage menschlicher Würde und menschlicher Gleichheit. Wenn sich einige Menschen anmaßen, sich über andere zu stellen und denen Dinge mit Gewalt aufzuzwingen, dann ist das Tyrannei, ganz abgesehen davon, dass dies zu allgemein weniger befriedigenden und gerechten Zuständen führen muss. Denn wenn die Menschen die aufgezwungene "Lösung" als die beste erachten würden, hätte sie ja nicht aufgezwungen werden müssen.

So wenig wie ich möchte, dass mir jemand mit Gewalt aufzwingt, was ich zu essen habe, so wenig möchte ich gezwungen werden, die staatliche Justiz in zu Anspruch nehmen und/oder auch bei Nichtinanspruchnahme zwangsfinzieren zu müssen. Da ist es ja kein Wunder, dass sich Richter, Staatsanwälte, Polizisten etc. nicht besonders anstrengen, Gerechtigkeit zu produzieren. Sie erhalten ihre Knete ja so oder so, ob die Bevölkerung zufrieden ist oder nicht.
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  #70  
Alt 10.12.2012, 17:53
Martha Martha ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Tafelgeher Beitrag anzeigen
Und das ist Dir ja... sooooo ..:Widerwärtig
Ist das eine Frage oder eine Feststellung?
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  #71  
Alt 10.12.2012, 19:09
Nachhaker Nachhaker ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Freigeist Beitrag anzeigen
Das ist für Menschen nicht normal, die in Menschen, die Verbrechen begangen haben, nur den Verbrecher, aber eben nicht den Menschen mir Rechtsansprüchen sehen. Wenn einem Verbrecher nämlich Unrecht getan wird, hat er selbstverständlich Anspruch auf Entschädigung. Wie jeder andere Bürger auch.
na - es geht doch!
Endlich mal etwas von Ihnen, das ich unterschreiben kann.

Zitat:
Zitat von Freigeist Beitrag anzeigen
Vor dem Gesetz sind alle gleich.
Ja - aber nicht vor den Gerichten.
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  #72  
Alt 10.12.2012, 21:27
Antichrist Antichrist ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Oldtimerfreund Beitrag anzeigen
Das ist für mich DIE Ausrede für diejenigen die eine wirkliche Wiedervereinigung ablehnen! Mehr nicht.

Nein von Leuten denen es egal ist ob ein Mensch aus Norden Süden oder Osten oder Westen kommt. Einen der nicht unterscheidet zwischen elend ost und elend west.
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  #73  
Alt 10.12.2012, 22:47
Tom Tom ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Als Jurist möchte ich folgende Anmerkungen machen:

1. Wann weiß ich, dass ein Urteil ein Fehlurteil ist? Wer beurteilt dies? Diese Frage geht hier völlig unter?

2. Ja, es ist richtig, dass es Fehlurteile gibt. Dies liegt in der Natur der Sache, solange Menschen über Menschen urteilen. Insbesondere, wenn es keine Zeugen gibt, ist es fast unmöglich, die Wahrheit herauszufinden.
Und was ist Wahrheit? Jeder hat eine subjektive Wahrnehmung, eine subjektive Wahrheit.
Da ist das 15jährige Mädchen, welches den Stiefvater der Vergewaltigung beschuldigt. Es gibt keine Zeugen. Wer hat recht??? Wer mag dies beurteilen?

3. Richter unterliegen der Dienstaufsicht. Richtig ist aber, dass sie unabhängig sind und das ist gut so, denn genau dies schützt die Unabhängigkeit der Justiz. Und zur Überprüfung der Entscheidungen gibt es den Instanzenzug.

4. Viele Aussagen in der Sendung sind leider bloße Polemik. Leider.
Und es ist sehr schade, dass kein Richter die Möglichkeit, in dieser Runde seine Meinung zu äußern. Warum???
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  #74  
Alt 10.12.2012, 23:23
Nachhaker Nachhaker ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Tom Beitrag anzeigen
Als Jurist möchte ich folgende Anmerkungen machen:

1. Wann weiß ich, dass ein Urteil ein Fehlurteil ist? Wer beurteilt dies? Diese Frage geht hier völlig unter?

2. Ja, es ist richtig, dass es Fehlurteile gibt. Dies liegt in der Natur der Sache, solange Menschen über Menschen urteilen. Insbesondere, wenn es keine Zeugen gibt, ist es fast unmöglich, die Wahrheit herauszufinden.
Und was ist Wahrheit? Jeder hat eine subjektive Wahrnehmung, eine subjektive Wahrheit.
Da ist das 15jährige Mädchen, welches den Stiefvater der Vergewaltigung beschuldigt. Es gibt keine Zeugen. Wer hat recht??? Wer mag dies beurteilen?

3. Richter unterliegen der Dienstaufsicht. Richtig ist aber, dass sie unabhängig sind und das ist gut so, denn genau dies schützt die Unabhängigkeit der Justiz. Und zur Überprüfung der Entscheidungen gibt es den Instanzenzug.

4. Viele Aussagen in der Sendung sind leider bloße Polemik. Leider.
Und es ist sehr schade, dass kein Richter die Möglichkeit, in dieser Runde seine Meinung zu äußern. Warum???
Lieber Tom,

Märchenstunde können Sie woanders halten.

Was für eine Ausbildung haben Sie denn? Welche fachlichen Kenntnisse haben Sie denn, um beurteilen zu können, ob ein sogenannter Sachverständiger vor Gericht die Wahrheit sagt ? Können Sie und die anderen Juristen Sachverständigengutachten überhaupt verstehen ? Nach meiner Kenntnis der Materie nicht.

In meinem Arzthaftungsverfahren hat sich der Richter hingestellt: "Wir können hier keine medizinische Sachdiskussion führen!"

Bildungsferne Schicht nennt man das, was sich in unserer Justiz so tummelt.
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  #75  
Alt 11.12.2012, 03:17
Michael H. Michael H. ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Hallo und guten abend mein name ist Michael H. ich schreibe ihnen da ich meiner meinung nach einer reinen willkür der richterin ausgeliefert bin.
ich bin 23 und habe vor ein paar jahren ein paar jugendsünden begangen für die ich dann zu eineinhalb jahren haft verurteilt wurde, von denen ich zwei drittel absaß und anschließend 2 jahre bewährung bekam.
nach einiger zeit bin ich aus meinem alten umfeld heraus gezogen und neu angefangen als dann die erste anhörung kam zu der ich über 400 km fahren musste wurde ich im amtsgericht von 2 beamten durchsucht diese sagten mir dass das schon das zweite mal wäre wo diese richterin wegen einer anhörung so viel angeordnet hätte und sie sagten dass auf geheiß der richterin ich in einem saal gehen müsse und die 2 beamten dabei sein müssten.
glücklicher weise habe ich meinen opa dabei gehabt der als zeuge bestätigen kann das ich wärend dieser anhörung nicht einmal zu wort kommen konnte und mir letztendlich der mund mit dem satz: "wenn sie jetzt nicht gleich ruhig sind verlasse ich diesen raum und wir sind fertig!"
meine bewährungsauflagen sind monatliche alkohol und drogen screenings und dass finden einer arbeitsstelle sowie regelmäßige besuche bei der bewährungshilfe. all diese tests muss ich selbst bezahlen diese kosten um die 85 € da ich seit dem ich umzog nicht mehr straffällig geworden und und meinen auflagen so gut wie möglich nachgekommen bin kann ich es absolut nicht verstehen dass ich nunmehr schon 2 mal die bewährung verlängert bekommen habe was kann ich tun???
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  #76  
Alt 11.12.2012, 11:41
denkender denkender ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Tom Beitrag anzeigen
Als Jurist möchte ich folgende Anmerkungen machen:

1. Wann weiß ich, dass ein Urteil ein Fehlurteil ist? Wer beurteilt dies? Diese Frage geht hier völlig unter?

2. Ja, es ist richtig, dass es Fehlurteile gibt. Dies liegt in der Natur der Sache, solange Menschen über Menschen urteilen. Insbesondere, wenn es keine Zeugen gibt, ist es fast unmöglich, die Wahrheit herauszufinden.
Und was ist Wahrheit? Jeder hat eine subjektive Wahrnehmung, eine subjektive Wahrheit.
Da ist das 15jährige Mädchen, welches den Stiefvater der Vergewaltigung beschuldigt. Es gibt keine Zeugen. Wer hat recht??? Wer mag dies beurteilen?

3. Richter unterliegen der Dienstaufsicht. Richtig ist aber, dass sie unabhängig sind und das ist gut so, denn genau dies schützt die Unabhängigkeit der Justiz. Und zur Überprüfung der Entscheidungen gibt es den Instanzenzug.

4. Viele Aussagen in der Sendung sind leider bloße Polemik. Leider.
Und es ist sehr schade, dass kein Richter die Möglichkeit, in dieser Runde seine Meinung zu äußern. Warum???
ad 1) Man weiß es sicher dann, wenn z.B. eine andere Instanz ein gegensätzliches Urteil fällt, wenn aufgrund von Formfehlern (z.B. Urteil nicht fristgerecht geschrieben) seitens des Gerichts der Fall neu verhandelt und hierbei ein gegensätzliches Urteil gefällt wird oder jemand nach Verurteilung Wiederaufnahme erreicht und aufgrund des Urteils aus der Haft entlassen wird.

ad 2) Die ewig richtige Erkenntnis, dass Menschen nun einmal Fehler machen, darf ja wohl nicht dazu führen, dass keine Konsequenzen folgen, damit Fehler zukünftig vermieden werden. Und auf dein Fallbeispiel bezogen: So lange es einen Zweifel an der Schuld des Beschuldigten gibt, muss er freigesprochen werden.

ad 3) Kein Mensch ist unabhängig. Allein diese Vorstellung ist grotesk und eine Beleidigung jedes Verstandeswesens.
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  #77  
Alt 11.12.2012, 12:15
Robert Iswall Robert Iswall ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Tom Beitrag anzeigen
Als Jurist möchte ich folgende Anmerkungen machen:

1. Wann weiß ich, dass ein Urteil ein Fehlurteil ist? Wer beurteilt dies? Diese Frage geht hier völlig unter?

2. Ja, es ist richtig, dass es Fehlurteile gibt. Dies liegt in der Natur der Sache, solange Menschen über Menschen urteilen. Insbesondere, wenn es keine Zeugen gibt, ist es fast unmöglich, die Wahrheit herauszufinden.
Als Nichtjurist habe ich dazu gelernt: In solchen Fällen hat der Richter den Grundsatz in dubio pro reo anzuwenden und also freizusprechen. Jedoch nicht, wie von Juristen (!) gestern bei "Fakt ist" bestätigt wurde, aufgrund seines rein persönlichen Eindrucks trotzdem zu verurteilen! Gern können Sie mir widersorechen, aber so etwas ist für mich Machtmissbrauch übelster Sorte!
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  #78  
Alt 11.12.2012, 15:27
Oldtimerfreund Oldtimerfreund ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Freigeist Beitrag anzeigen
Das ist für Menschen nicht normal, die in Menschen, die Verbrechen begangen haben, nur den Verbrecher, aber eben nicht den Menschen mir Rechtsansprüchen sehen. Wenn einem Verbrecher nämlich Unrecht getan wird, hat er selbstverständlich Anspruch auf Entschädigung. Wie jeder andere Bürger auch. Vor dem Gesetz sind alle gleich.
Wenn es nicht so traurig wäre könnte ich mich darüber totlachen, Familie Metzler sieht das (denke ich) nicht ganz so locker mit den Schmerzensgeldzahlungen an den Mörder ihres Sohnes.
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  #79  
Alt 11.12.2012, 15:39
Oldtimerfreund Oldtimerfreund ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Michael H. Beitrag anzeigen
Hallo und guten abend mein name ist Michael H. ich schreibe ihnen da ich meiner meinung nach einer reinen willkür der richterin ausgeliefert bin.
ich bin 23 und habe vor ein paar jahren ein paar jugendsünden begangen für die ich dann zu eineinhalb jahren haft verurteilt wurde, von denen ich zwei drittel absaß und anschließend 2 jahre bewährung bekam.
nach einiger zeit bin ich aus meinem alten umfeld heraus gezogen und neu angefangen als dann die erste anhörung kam zu der ich über 400 km fahren musste wurde ich im amtsgericht von 2 beamten durchsucht diese sagten mir dass das schon das zweite mal wäre wo diese richterin wegen einer anhörung so viel angeordnet hätte und sie sagten dass auf geheiß der richterin ich in einem saal gehen müsse und die 2 beamten dabei sein müssten.
glücklicher weise habe ich meinen opa dabei gehabt der als zeuge bestätigen kann das ich wärend dieser anhörung nicht einmal zu wort kommen konnte und mir letztendlich der mund mit dem satz: "wenn sie jetzt nicht gleich ruhig sind verlasse ich diesen raum und wir sind fertig!"
meine bewährungsauflagen sind monatliche alkohol und drogen screenings und dass finden einer arbeitsstelle sowie regelmäßige besuche bei der bewährungshilfe. all diese tests muss ich selbst bezahlen diese kosten um die 85 € da ich seit dem ich umzog nicht mehr straffällig geworden und und meinen auflagen so gut wie möglich nachgekommen bin kann ich es absolut nicht verstehen dass ich nunmehr schon 2 mal die bewährung verlängert bekommen habe was kann ich tun???
Den Auflagen folge leisten, sonst fahren Sie ein. Einmal in die Mühle geraten, kommt man schlecht wieder raus.
Aber mal ehrlich, bei 1 Jahr 6 Monate und davon 1 jahr abgesessen und den "Rest" auf 2 jahre Bewährung. Da wurde als Jugendsünde sicherlich nicht nur ein alter 601er Trabi geklaut oder?
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  #80  
Alt 11.12.2012, 17:02
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von denkender Beitrag anzeigen
Kommt drauf an, was man unter "Privatisierung" versteht. Offensichtlich würden wir da was Unterschiedliches darunter verstehen, weil du ja der Meinung bist, die Bahn sei "privatisiert" worden. Dabei befindet sich die Deutsche Bahn AG zu 100% im Eigentum des deutschen Staates und die DB bewirtschaftet auch weit mehr als 90% der Stecken, ist also quasi Monopolist. Und wer immer eine Bahnstrecke errichten wollen würde, müsste sich dazu vorher eine Erlaubnis bei der Gruppierung namens Staat einholen, weil man ihn sonst Gefängnis werfen würde, weshalb es also gar keinen Markt und Wettbewerb im Bahnbereich gibt. Wäre dem anders, könnten sich ja auch nicht Bahn oder der ebenfalls staatsmonopolistische ÖPNV die Unverschämtheiten regelmäßiger massiver Preiserhöhungen leisten (was ja Schiene, Bus etc. unattraktiver macht und daher auch kontraproduktiv für das Ziel des Umwelt- und Klimaschutzes ist).

Also, nutzen wir einen besseren Begriff: Entstaatlichung. Ich möchte, dass jeder Mensch den Anbieter wählen darf, der seine Wünsche am besten befriedigt, egal worum es geht. Das ist auch eine Frage menschlicher Würde und menschlicher Gleichheit. Wenn sich einige Menschen anmaßen, sich über andere zu stellen und denen Dinge mit Gewalt aufzuzwingen, dann ist das Tyrannei, ganz abgesehen davon, dass dies zu allgemein weniger befriedigenden und gerechten Zuständen führen muss. Denn wenn die Menschen die aufgezwungene "Lösung" als die beste erachten würden, hätte sie ja nicht aufgezwungen werden müssen.

So wenig wie ich möchte, dass mir jemand mit Gewalt aufzwingt, was ich zu essen habe, so wenig möchte ich gezwungen werden, die staatliche Justiz in zu Anspruch nehmen und/oder auch bei Nichtinanspruchnahme zwangsfinzieren zu müssen. Da ist es ja kein Wunder, dass sich Richter, Staatsanwälte, Polizisten etc. nicht besonders anstrengen, Gerechtigkeit zu produzieren. Sie erhalten ihre Knete ja so oder so, ob die Bevölkerung zufrieden ist oder nicht.
Vergiss das mit der Bahn. Es diente nur zur Veranschaulichung und soll hier nicht weiter vertieft werden.
Wie soll man sich denn eine Entstaatlichung vorstellen? Kann dann jeder irgendwie als Richter oder Anwalt agieren? Wodurch ist er dazu legitimiert? Woher will man dann wissen, dass der entsprechende Richter oder Anwalt die Gesetzeslage kennt? Oder schafft er sich eigene Gesetze? Wenn ja, wie sind diese legitimiert?
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  #81  
Alt 11.12.2012, 17:03
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na - es geht doch!
Endlich mal etwas von Ihnen, das ich unterschreiben kann.



Ja - aber nicht vor den Gerichten.
Sag ich doch.
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  #82  
Alt 11.12.2012, 17:04
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Zitat:
Zitat von Tom Beitrag anzeigen
Als Jurist möchte ich folgende Anmerkungen machen:

1. Wann weiß ich, dass ein Urteil ein Fehlurteil ist? Wer beurteilt dies? Diese Frage geht hier völlig unter?

2. Ja, es ist richtig, dass es Fehlurteile gibt. Dies liegt in der Natur der Sache, solange Menschen über Menschen urteilen. Insbesondere, wenn es keine Zeugen gibt, ist es fast unmöglich, die Wahrheit herauszufinden.
Und was ist Wahrheit? Jeder hat eine subjektive Wahrnehmung, eine subjektive Wahrheit.
Da ist das 15jährige Mädchen, welches den Stiefvater der Vergewaltigung beschuldigt. Es gibt keine Zeugen. Wer hat recht??? Wer mag dies beurteilen?

3. Richter unterliegen der Dienstaufsicht. Richtig ist aber, dass sie unabhängig sind und das ist gut so, denn genau dies schützt die Unabhängigkeit der Justiz. Und zur Überprüfung der Entscheidungen gibt es den Instanzenzug.

4. Viele Aussagen in der Sendung sind leider bloße Polemik. Leider.
Und es ist sehr schade, dass kein Richter die Möglichkeit, in dieser Runde seine Meinung zu äußern. Warum???
Im wesentlichen richtig.
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  #83  
Alt 11.12.2012, 17:06
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ad 3) Kein Mensch ist unabhängig. Allein diese Vorstellung ist grotesk und eine Beleidigung jedes Verstandeswesens.
Das bezog sich in diesem Fall offensichtlich nicht auf den einzelnen Menschen, sondern auf die Justiz. Stichwort Gewaltenteilung.
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  #84  
Alt 11.12.2012, 17:08
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Wenn es nicht so traurig wäre könnte ich mich darüber totlachen, Familie Metzler sieht das (denke ich) nicht ganz so locker mit den Schmerzensgeldzahlungen an den Mörder ihres Sohnes.
Natürlich wird das Familie Metzler nicht so sehen.
Rechsstaatlichkeit kann eben keine Gerechtigkeit schaffen, sondern nur Rechtssicherheit. Und die muss es auch für Verbrecher geben. Ansonsten betreiben wir Lynchjustiz.
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  #85  
Alt 11.12.2012, 19:57
Antichrist Antichrist ist offline
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Hallo und guten abend mein name ist Michael H. ich schreibe ihnen da ich meiner meinung nach einer reinen willkür der richterin ausgeliefert bin.
ich bin 23 und habe vor ein paar jahren ein paar jugendsünden begangen für die ich dann zu eineinhalb jahren haft verurteilt wurde, von denen ich zwei drittel absaß und anschließend 2 jahre bewährung bekam.
nach einiger zeit bin ich aus meinem alten umfeld heraus gezogen und neu angefangen als dann die erste anhörung kam zu der ich über 400 km fahren musste wurde ich im amtsgericht von 2 beamten durchsucht diese sagten mir dass das schon das zweite mal wäre wo diese richterin wegen einer anhörung so viel angeordnet hätte und sie sagten dass auf geheiß der richterin ich in einem saal gehen müsse und die 2 beamten dabei sein müssten.
glücklicher weise habe ich meinen opa dabei gehabt der als zeuge bestätigen kann das ich wärend dieser anhörung nicht einmal zu wort kommen konnte und mir letztendlich der mund mit dem satz: "wenn sie jetzt nicht gleich ruhig sind verlasse ich diesen raum und wir sind fertig!"
meine bewährungsauflagen sind monatliche alkohol und drogen screenings und dass finden einer arbeitsstelle sowie regelmäßige besuche bei der bewährungshilfe. all diese tests muss ich selbst bezahlen diese kosten um die 85 € da ich seit dem ich umzog nicht mehr straffällig geworden und und meinen auflagen so gut wie möglich nachgekommen bin kann ich es absolut nicht verstehen dass ich nunmehr schon 2 mal die bewährung verlängert bekommen habe was kann ich tun???
Was du tun kannst ist dich an die Bewährungsauflagen (weiter)halten. Und vor Gericht nur etwas sagen wenn du dazu auch aufgeforderst wirst.
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  #86  
Alt 11.12.2012, 20:44
Basil Wenzeslas Basil Wenzeslas ist offline
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Natürlich wird das Familie Metzler nicht so sehen.
Rechsstaatlichkeit kann eben keine Gerechtigkeit schaffen, sondern nur Rechtssicherheit. Und die muss es auch für Verbrecher geben. Ansonsten betreiben wir Lynchjustiz.
Nein!!! Man sollte warten bis einem selber so etwas passiert und dann prüfen ob seine wohlfeile Meinung von vorher noch gilt wenn das eigene Kind betroffen ist.
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  #87  
Alt 11.12.2012, 22:53
Antichrist Antichrist ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

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Zitat von Basil Wenzeslas Beitrag anzeigen
Nein!!! Man sollte warten bis einem selber so etwas passiert und dann prüfen ob seine wohlfeile Meinung von vorher noch gilt wenn das eigene Kind betroffen ist.
Nein sollte man nicht da man als direkt betroffener durch die Emotionen unzurechnungsfähig ist und Rachegedanken obwiegen.
Es macht schon Sinn das eine unbeteiligte dritte Partei das Urteil sprechen soll und keine dirkt betroffenen ansonsten hätten wir keine Rechtssprechung sondern lynchjustitz/Blutrache.
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  #88  
Alt 12.12.2012, 00:23
Nachhaker Nachhaker ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

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Zitat von Tom Beitrag anzeigen
Als Jurist möchte ich folgende Anmerkungen machen:

4. Viele Aussagen in der Sendung sind leider bloße Polemik. Leider.
Und es ist sehr schade, dass kein Richter die Möglichkeit, in dieser Runde seine Meinung zu äußern. Warum???
Ich habe mir soeben das Video angesehen. Polemik habe ich da nicht wahrgenommen. Im Gegenteil - ich fand die Sendung sehr sachlich.

Die Sendung war meiner Ansicht nach sorgfältig vorbereitet und sehr konzentriert moderiert. Das war sehr gut.
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  #89  
Alt 12.12.2012, 10:58
Freigeist Freigeist ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Basil Wenzeslas Beitrag anzeigen
Nein!!! Man sollte warten bis einem selber so etwas passiert und dann prüfen ob seine wohlfeile Meinung von vorher noch gilt wenn das eigene Kind betroffen ist.
Fast jeder, der selbst davon betroffen ist, kann keine objektive Sicht auf die Dinge haben. Es geht um Rechtsanwendung. Und da kann man keine Unterschiede machen, so schmerzlich das auch für die betroffenen Opfer ist. Ansonsten fällt die Gesellschaft zurück in Stammeskulturen, in denen Blutrache geübt wirde.
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  #90  
Alt 12.12.2012, 12:42
Basil Wenzeslas Basil Wenzeslas ist offline
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Standard AW: In den Fängen der Justiz: Wie wehrt man sich gegen Fehlurteile?

Zitat:
Zitat von Antichrist Beitrag anzeigen
Nein sollte man nicht da man als direkt betroffener durch die Emotionen unzurechnungsfähig ist und Rachegedanken obwiegen.
Es macht schon Sinn das eine unbeteiligte dritte Partei das Urteil sprechen soll und keine dirkt betroffenen ansonsten hätten wir keine Rechtssprechung sondern lynchjustitz/Blutrache.
Es geht nicht um Rache oder Lynchjustiz. Nur um die Art der Anwendung bestehender Gesetze. Soll heißen, es ist ein Unterschied ob im Ermessensspielraum eines Strafmaßes generell das geringst mögliche angewendet wird, wie hierzulande oft zu beobachten. Oder ob die Richter die möglichst größte Härte des Gesetzes anwenden.
Ich habe den Eindruck, daß hier in Deutschland der Sühnegedanken einer Strafe vollkommen verschwunden ist.
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