Eine Kirche mit Symbolwirkung : Wahrzeichen von Dresden - die Frauenkirche
Die Dresdner Frauenkirche ist das Wahrzeichen der Stadt und sichtbarer Mittelpunkt, aber auch Mahnmal gegen den Krieg. Das evangelisch-lutherische Gotteshaus ist Symbol für Dresdens Stadtgeschichte. Eindrucksvoll prägt die Kirche des Barocks den Dresdner Neumarkt. Ihre Architektur ist so einmalig und reizvoll, dass die Dresdner Frauenkirche zu den schönsten Kirchengebäuden Europas gezählt wird. Eine Kirche ganz aus Sandstein gibt es übrigens außer in Dresden nur noch in Straßburg.
Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt
Für Touristen der Elbestadt ist ein Besuch der Dresdner Frauenkirche ein Muss. Gottesdienste, Andachten, Konzerte, Vorträge und Literaturabende - die Liste der Veranstaltungen ist lang. Das Gotteshaus ist eine offene Kirche - für jedermann, Gemeinde-Mitglieder, Dresdner und Touristen.
Auch viele Prominente, die nach Dresden kommen, reisen nicht ab, ohne die Frauenkriche besucht zu haben. So besichtigte auch US-Präsident Barack Obama während seines Kurz-Aufenthalts in der Sächsischen Landeshauptstadt die Frauenkirche. Er trug sich spontan in das ausliegende Fürbittbuch ein und entzündete gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Kerzen mit der Aufschrift "Friede sei mit Euch". Der evangelische Landesbischof Jochen Bohl zeigte sich vom Besuch und dem Interesse des Präsidenten an der Kirche tief beeindruckt: "Er war präsent, konzentriert, aufmerksam und zugewandt", so Bohl.
Ein langer Weg zum heutigen Glanz
Die Dresdner Frauenkirche wurde von 1726 bis 1743 nach Plänen von George Bähr erbaut. Während der Luftangriffe auf Dresden im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche vom 13. auf den 14. Februar 1945 so stark beschädigt, dass sie am Morgen des nächsten Tages einstürzte.
In der DDR wurde die Ruine zum Mahnmahl gegen den Krieg erklärt. In der Wendezeit wurden Ideen laut, das traditionsreiche Gotteshaus wieder aufzubauen. Das Vorhaben war umstritten und doch wurde die "Stiftung für den Wiederaufbau Frauenkirche" gegründet und der Aufbau durch die sächsische Landessynode 1991 beschlossen. Am 27. Mai 1994 war schließlich die Grundsteinlegung. Die Leitung der Bauarbeiten hatte der Baumeister Eberhard Burger. Am 31.10.2005 wurde die Frauenkirche rund 60 Jahre nach ihrer Zerstörung geweiht. Zehntausende Dresdner und Besucher der Stadt feierten aus diesem Anlass ein "Fest der Freude".
Der Wiederaufbau kostete 180 Millionen Euro und wurde zu großen Teilen aus Spendengeldern finanziert. Auch die Stadt Dresden, der Freistaat Sachsen und der Bund beteiligten sich an der Finanzierung des Wiederaufbaus.
