GMD - Das Magazin | MDR FERNSEHEN | 08.01.2013 | 21:15 Uhr : Von Biathlon, Briketts und Träumen
Meine Geschichte: Frank-Peter Roetsch und der Biathlon
Heute wird im Sport gern vom Publikumsmagneten Biathlon gesprochen. Doch die Sportart ist erstaunlich jung. Über Jahrzehnte war sie zunächst eine dem Militär vorbehaltene Randsportart, die in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde. Erst 1958 wurde das erste Mal eine DDR-Meisterschaft ausgetragen und ab 1978 begann mit der Einführung von kleinkalibrigen Gewehren ein ungeahnter Aufschwung des Biathlons auch in der DDR. Besonders im sächsischen Altenberg und in Zinnwald standen die Kaderschmieden des DDR-Biathlonsports. "Geschichte Mitteldeutschlands - Das Magazin" hat einen der erfolgreichsten DDR-Biathleten, Frank-Peter Roetsch (Jahrgang 1964), zu einem spannenden Interview getroffen.
Keine heiße Asche einfüllen - Generation Kohleofen
Er gehörte einfach zum Winter dazu: der typisch schwefelige Geruch, der durch die Befeuerung der Öfen mit Braunkohle in der Luft lag. Mit Kohle die Stube zu heizen, gehörte für viele DDR-Bürger zum Alltag. Noch 1989 betraf es knapp die Hälfte der Bevölkerung. Doch obwohl die DDR sich stets als eines der weltweit führenden Kohleförderer darstellte, war für Privatleute und Betriebe eine ausreichende Kohlenbeschaffung oft nur unter widrigen Umständen zu bewerkstelligen. "Geschichte Mitteldeutschlands - Das Magazin" begibt sich auf eine Zeitreise ins Dresden der Jahre 1987 und 1988 und zeigt die diffizilen Methoden der Kohlenbeschaffung.
Der Traum der friedlichen Revolutionäre
"Wovon träumen Sie?", fragte der Politikwissenschaftler Horst Lange seine Gesprächspartner. Der Mann, der nach den Träumen fragte, kam vom Ost-Berliner Institut für Film, Bild und Ton (IFBT). 18 Interviews mit zentralen Akteuren der friedlichen Revolution führten Lange und sein Kollege Uwe Matthes im Februar und März 1990, mitten im Wahlkampf für die Volkskammerwahl. Die Videobänder, gedacht für den Einsatz im Schulunterricht, verschwanden in den Regalen der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, die das Archiv der IFBT im Jahr 2000 übernommen hatte. Dort wurden die Bänder erst 2008 wiedergefunden. "Geschichte Mitteldeutschlands - Das Magazin" spricht mit den Befragten Gregor Gysi und Rainer Eppelmann sowie dem Interviewer Horst Lange über die damalige Stimmungslage der friedlichen Revolutionäre und zeigt erstmals die Interviews aus dem Herbst 1989.
"f6" - Das nahe Ende einer Ostmarke?
Seit Januar wird in Dresden nur noch eine Sorte der legendären DDR-Zigarettenmarke "f6" hergestellt. Die anderen, seit 1990 neu entwickelten Sorten werden in eine andere Marke übergehen. Was genau das für den Tabakstandort Dresden heißt, kann so genau noch keiner abschätzen. Doch die Tradition der ortsansässigen Zigarettenfabrik, nach dem alten Fabrikgebäude "Yenidze" genannt, ist alt: In den 1920er-Jahren ist Deutschland der größte Tabakimporteur der Welt und Dresden der größte Zigarettenproduzent Deutschlands. Zwei Drittel aller deutschen Zigaretten kommen aus der sächsischen Metropole. "Geschichte Mitteldeutschlands - Das Magazin" hat mit Gerd Kuhfuss, dem ehemaligen Chef der "Yenidze", und mit Uwe Hessel, einem Chronisten der Dresdner Tabakgeschichte, gesprochen.
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Umbruch in der DDR - Zeitzeugen
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