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GMD - Das Magazin | MDR FERNSEHEN | 24.07.2012 | Mit Videos : Peter Fechters Tod an der Mauer, Albert Schweitzer in der DDR und Otto der Große

Meine Geschichte: Werner Buchholz und der Mauertote Peter Fechter

Am 17. August 1962 wurde der 18-jährige Peter Fechter von Grenzsoldaten der DDR an der Berliner Mauer erschossen. Das Bild des Verblutenden ging um die Welt. Es wurde zum Symbol der Ungeheuerlichkeit des Grenzregimes der DDR. Der damals 24-jährige Werner Buchholz befand sich nur wenige Meter entfernt auf der West-Berliner Seite. Er hat unmittelbar miterlebt, wie Fechter die Mauer überwinden wollte, wie die Schüsse fielen und wie er schreiend und verletzt auf die Ost-Seite zurückfiel. Eine Stunde lang lag Peter Fechter blutend an der Mauer, bis er leblos aus dem Todesstreifen geborgen wurde.

Meine Geschichte: Werner Buchholz und der Mauertote Peter Fechter

Zwischen 1961 und 1989 starben an der Berliner Mauer mindestens 136 Menschen. Die meisten von ihnen wurden beim Fluchtversuch durch DDR-Grenzsoldaten getötet. Einer von ihnen war Peter Fechter. [mehr]


In "Geschichte Mitteldeutschlands - Das Magazin" erzählt Werner Buchholz heute: "Ich hörte immer wieder diese Schreie und die Schüsse und dann bin ich immer wieder aufgewacht. So, als wenn ich Angst hätte, diesen Traum weiter zu träumen."

Kein Anschluss …? Telefonieren in der DDR

 DDR-Telefon vor Erich-Honecker-Bild
Hatte im DDR-Haushalt Seltenheitswert: das Telefon.

Die DDR-Post gab sich gern als Hochleistungsunternehmen, wenn es um Post- und Fernmeldewesen ging. Dennoch lag der Versorgungsgrad vor allem mit privaten Telefonen in der Republik nur bei 10 bis 15 Prozent. Schuld an der Misere war bis zum Ende des Arbeiter- und Bauernstaates nicht nur der schwach ausgeprägte politische Wille zum Telefon, sondern vor allem die Rohstoffknappheit des Landes. Das Motto lautete: "Erst Wohnungen, dann Telefone!" Eines wollte die Staatsführung dabei absolut gesichert wissen: die lückenlose Überwachung des Telefonnetzes, und das lief dann auch wirklich Spitze!

"Geschichte Mitteldeutschlands - Das Magazin" blickt u.a. beim Fernmeldemuseum Mühlhausen in ein spannendes Kapitel Technikgeschichte.

Albert Schweitzer und die DDR

Arzt, Humanist, Theologe und Friedensnobelpreisträger - So ist Albert Schweitzer in die Geschichtsbücher und in unsere Erinnerungen eingegangen. Kennen wir ihn aber auch als Freund der DDR?! Durch sein Engagement gegen das Wettrüsten und für den Frieden wurde er für die Propaganda im ersten sozialistischen Land auf deutschem Boden interessant. 1960 wurde ihm die Friedensmedaille der DDR verliehen und durch Gerald Götting überreicht.

"Geschichte Mitteldeutschlands - Das Magazin" begibt sich auf die Spuren der anderen Geschichte des weltberühmten Philanthropen.

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Jeder hat seinen Namen schon einmal gehört oder eine der Fotografien gesehen, die ihn meist als älteren Herren zeigen. Was steckt hinter dem Friedensnobelpreisträger, der zu einer moralischen Instanz wurde? [mehr]


Vater der Deutschen - Otto der Große und die Reichsgründung

Was macht Otto I. bis heute zu "Otto dem Großen"? Wie war es ihm möglich, das mittelalterliche Ostfrankenreich und die dazu gewonnenen Gebieten zum Deutschen Reich zu einen? Was haben er und das Christentum mit der Gründung des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" zu tun, das bis ins 19. Jahrhundert bestanden hatte? All diesen Fragen rund um den "Vater der Deutschen" geht "Geschichte Mitteldeutschlands - Das Magazin" zusammen mit dem Historiker Dr. Helge Wittmann am historischen Krönungs- und Sterbeort Ottos im Kloster Memleben nach.

Im Jahr 2012 jährt sich zum 1100. Mal der Geburtstag Kaiser Ottos des Großen und zum 1050. Mal seine Kaiserkrönung. Das Kulturhistorische Museum Magdeburg zeigt aus diesem Anlass in einer großen Sonderausstellung die Entwicklung des Kaisertums von der Antike bis zu Otto dem Großen. Korrespondenzausstellungen gibt es in Gernrode, Halberstadt, seinem Sterbeort Memleben, in Merseburg, Quedlinburg, Tilleda und Wallhausen.

Aktuelle Berichte und Hintergründe:

Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2012, 17:48 Uhr

Ausstellungstipp

Landesausstellung "Otto der Große und das Römische Reich: Kaisertum von der Antike zum Mittelalter"

27. August - 9. Dezember 2012

Kulturhistorische Museum Magdeburg
Otto-von-Guericke-Str. 68 - 73
9104 Magdeburg

Tel.: 0391/53548-0
Fax: 0391/53548-24
E-Mail: info@otto2012.de

Stichwort: Otto der Große

Kaiser Otto der Große gilt als Wegbereiter des heutigen Europas. Ein Fundament für die Bildung Europas als kulturelle und politische Einheit legte Otto im Jahr 955, als sein Heer die Truppen Ungarns besiegte. Damit endeten innere Machtkämpfe und Otto, der damit stärkste Mann in Europa, konnte eine Neuordnung seines Reiches einleiten.

In Nachfolge Konstantins des Großen und Karls des Großen wollte Otto römischer Kaiser werden und im Norden des Reiches mit Magdeburg ein neues Erzbistum, ein "Konstantinopel des Nordens", gründen. 962 wurde Otto in Rom von Papst Johannes XII. zum Kaiser gekrönt und prägte das "Heilige Römische Reich Deutscher Nation".

Literaturtipp:

Memleben
Königspfalz – Reichskloster– Propstei
Hrsg. von Helge Wittmann
ISBN 978-3-932526-92-3
Preis: 29,95 Euro

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