Rückblick

Glaubwürdig vom 24.12.2013 : Herr der singenden Heerscharen: Gotthilf Fischer

Gotthilf Fischer war eigentlich Sportlehrer. Doch hängte er schnell seinen Beruf an den Nagel und widmete sich voll und ganz der Musik.

Gotthilf Fischer

Gotthilf Fischer ist der Star der Chöre und wird auch der "Herr der singenden Heerscharen" genannt. Einem Zufall verdankt er seinen Vornamen: Seine hochschwangere Mutter verunglückte auf der Fahrt ins Krankenhaus so schwer, dass die Ärzte für sie und das ungeborene Kind kaum Chancen sahen. Doch beide überlebten den Unfall. Für die Eltern ein göttliches Wunder, darum gaben sie ihrem Sohn den Rufnamen Gotthilf.

Vom Autodidakten zum Chorleiter: "Singen ist gut für die Seele!"

Als junger Mann war Gotthilf Fischer Sportlehrer. Diesen Beruf hängte er jedoch schnell an den Nagel und widmete sich voll und ganz der Musik. 1946 übernahm er die Leitung eines Chores im baden-württembergischen Deizisau. Weitere Chöre aus dem Raum Stuttgart kamen hinzu. Gemeinsame Konzerte dieser Fischer-Chöre machten den Chorleiter bekannt. Eine professionelle Ausbildung hat Gotthilf Fischer nicht erhalten; sein musisches Können hat er sich komplett selbst beigebracht, nicht zuletzt getreu seiner Maxime: "Singen ist gut für die Seele!"

"Wenn ich merke, dass das Lied anklingt, wenn ich merke, dass es zu Herzen geht, sehen die Gesichter sofort anders aus!"

Gotthilf Fischer

Seit seiner Jugend kümmert sich der heute 8$-jährige Massendirigent und Komponist um die Verbreitung deutschen Volksliedguts in aller Welt. Seine Beliebtheit spiegelt sich in weit über 16 Millionen verkaufter Schallplatten und unzähligen Auszeichnungen wider.

"Ich habe einen großen Wunsch: Gesundbleiben zu dürfen, um weiterhin zu dienen und Freude zu machen."

Gotthilf Fischer

Auch heute noch ist Gotthilf Fischer ein ruheloser Geist, der keinen Gedanken an den Ruhestand verschwendet.

Zuletzt aktualisiert: 11. Dezember 2013, 14:15 Uhr

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