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Sendung vom 29.09.2005

Erfolgreiche Therapie bei Schlaganfall

Schlaganfälle sind die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Als Ursache für schwere Invalidität der Menschen stehen sie sogar an erster Stelle.

Schlaganfall (Apoplexie, Insult)

Ein Schlaganfall ist eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung (Ischämie) des Gehirns. Ursache kann eine Verstopfung eines zum Gehirn führenden Blutgefäßes sein. Weniger häufig führt das Zerplatzen einer Hirnarterie, die mit einer starken Blutung einhergeht, zu einem Schlaganfall. Bei beiden Störungen erhalten die Nervenzellen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe, so dass sie zugrunde gehen. Das kann tödlich ausgehen oder zu bleibenden Schäden führen. Je nachdem, welche Teile des Gehirns betroffen sind, kommt es zu Behinderungen z. B. beim Sprechen, Gehen oder Verstehen.

Ursachen

Ungefähr 40 Prozent aller Schlaganfälle entstehen durch eine Thrombose. Dabei verschließt sich eine Arterie durch einen Blutpfropf (Thrombus), der sich in einem Blutgefäß des Gehirns gebildet hat. Diese Gefäßverschlüsse entstehen vor allem durch Arteriosklerose-Ablagerungen, die zunächst die Gefäße verengen.

Weiter kann ein Schlaganfall durch eine Embolie hervorgerufen werden. Ausgangspunkt sind hier Blutgerinnsel, die sich im Herzen oder in den großen zum Gehirn führenden Gefäßen (z.B. Halsschlagader) bilden. Von diesen Blutgerinnseln können sich Teile lösen, die durch den Blutstrom in das Gehirn gelangen. Dort werden dann wichtige Blutgefäße verschlossen.

Nur 15 Prozent der Schlaganfälle haben eine Blutung als Ursache. Dabei ergießt sich das Blut in das Hirngewebe. Meist geht einer Hirnblutung schon viele Jahre lang ein erhöhter Blutdruck voraus, der kleinere Hirngefäße geschädigt und brüchig gemacht hat.

Durch Gefäßfehlbildungen entstehen etwa fünf Prozent der Schlaganfälle. Am häufigsten ist die so genannte Subarachnoidalblutung, bei der eine angeborene Aussackung eines Gefäßes platzt. Dadurch gerät ein großer Teil des Blutes unter die Hirnhaut. Sehr heftige, vorher ungekannte Kopfschmerzen sind ein typisches Anzeichen für diese Blutung.

Anzeichen eines Schlaganfalls:

Es kommt meist plötzlich zum Ausfall von Gehirnfunktionen die z. b. folgende Symptome nach sich ziehen:
- einseitige Sehstörungen (Amaurosis fugax)
- Sprach- oder Bewusstseinsstörungen
- Taubheitsgefühlen in einem Arm oder Bein oder im Gesicht
- Schwäche oder Lähmungserscheinungen in einem Arm oder Bein
- Schwindel und Verwirrtheit
- depressive Grundstimmung

Folgen eines Schlaganfalls

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Je länger es dauert, bis das Blutgerinnsel im Gehirn beseitigt wird, desto größer ist die Gefahr, daran zu sterben oder für den Rest des Lebens behindert zu sein. Nach einem Schlaganfall bleiben oftmals neurologische Schäden, die sich nicht mehr oder nur teilweise zurückbilden. Die auftretenden Beeinträchtigungen sind nach dem Ort des Gefäßverschlusses sehr verschieden.

Durch eine Behandlung in den ersten zwei bis drei Stunden lässt sich das Risiko schwerwiegender Spätfolgen wie Lähmungen, Sprachstörungen, Spastik oder Schluckstörungen drastisch verringern.
Wichtig ist es, auf jeden Fall, sofort einen Arzt zu konsultieren! Je früher die Behandlung beginnt, umso wirksamer ist sie.

Risiken

Einer besonderen Gefahr, einen Schlaganfall zu erleiden, unterliegen vor allem Menschen, die eine Reihe von Risikofaktoren aufweisen: Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Diabetes, Fettstoffwechsel- und Herzrhythmusstörungen. Personen, in deren Familie bereits ein Schlaganfall aufgetreten ist, sind ebenfalls gefährdet, denn die Veranlagung zu einem Schlaganfall ist erblich.

Zuletzt aktualisiert: 04. Oktober 2005, 14:07 Uhr

 

 
 
 
 
 
 

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