Hauptsache Gesund | 10.12.2009 | 21:00 Uhr

Heilkunst aus dem Erzgebirge

Die letzte Station der Gesundheitsreise durch unser Sendegebiet führt uns nach Sachsen, genauer gesagt ins Erzgebirge. Die Volksmedizin in dieser Gegend ist reich an Traditionen. Einige davon stellen wir Ihnen vor.

Nahaufnahme getrocknete Angelikawurzel. Man blickt aus sehr kurzer Entfernung auf braune Stengel. An deren Ende laufen dünne Stengel nach allen Seiten auseinander und bilden so eine kugelige Form. An den Ende der kleinen Stengel bilden noch kleinere Stengel wiederum kugelige Formen.

Das Erzgebirge ist schon seit dem 16. Jahrhundert als "Kräuterland" in ganz Europa bekannt. Tinkturen aus Fichtennadeln stärken Lunge und Durchblutung. Die Vogelbeere wird in der erzgebirgischen Volksmedizin unter anderem zur Behandlung von Rheuma eingesetzt. Doch die traditionelle Heilkunde der Erzgebirger geht weit über Kräuter hinaus! Das Edelmetall Silber beispielsweise erlebt derzeit eine Wiedergeburt in der Medizin zur Behandlung bei Hautkrankheiten.
Stollen, in denen sich früher Bergleute krank arbeiteten, gelten mittlerweile als Orte der Erholung: In ehemaligen Bergwerken finden sich sogenannte Heilstollen, in denen Asthmatiker und Allergiker Linderung erfahren.
Und selbst typische Hobbys der Region fördern die Gesundheit: Klöppeln und Schnitzen tragen nach neuesten Erkenntnissen dazu bei, das Gedächtnis fit zu halten.

Zuletzt aktualisiert: 10. Dezember 2009, 18:32 Uhr

 

 
 
 
 
 
 

© 2010 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK