Hauptsache gesund

Hauptsache gesund | 20.12.2012 | 21:00 Uhr : Farukh aus Tadschikistan in der Leipziger Uniklinik

Keime Uniklinik Leipzig
In der Uniklinik Leipzig bekam Farukh eine Therapie, die in seinem Heimatland nicht möglich gewesen wäre.

In seiner Heimat Tadschikistan wäre Farukh ein Außenseiter, vielleicht sogar ein Ausgestoßener geworden. Der Grund: Der 14-Jährige hat ein stark deformiertes und verkürztes Bein. Er läuft auf dem Außenknöchel und humpelt stark. Hierzulande heilt man solche Verformungen und Längendifferenzen am Bein mit einer Methode, die ein russischer Arzt namens Ilizarov entwickelt hat. Der Knochen wird durchtrennt. Darauf reagiert der Knochen, er will wieder zusammen wachsen und bildet so neue Knochensubstanz. Mittels eines Gestänges, eines sogenannten Fixateurs wird der Spalt täglich um einen Millimeter erweitert, so dass der Knochen ständig bemüht ist, diese Lücke zu schließen.

Auch Farukh konnte mit dieser Methode geholfen werden, denn in seiner Heimat ist eine solch moderne Behandlung nicht möglich. Im Universitätsklinikum Leipzig fand Farukh in Professor Josten nicht nur einen hervorragenden Arzt, sondern auch einen Menschen, der ihn in seiner besonderen Situation unterstützt und ein liebevoller Begleiter war.

Zuletzt aktualisiert: 19. Dezember 2012, 12:45 Uhr

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