Hauptsache gesund | 01.11.2012 | 21:00 Uhr : Lästiger Husten oder gefährdete Lunge?
Mehr als 20.000 Mal atmet jeder Mensch täglich ein und aus, ohne dem auch nur die geringste Aufmerksamkeit zu widmen. Erst wenn es Probleme beim Luftholen gibt oder ein immer wiederkehrender Husten den Schlaf raubt, wird uns bewusst, welche wichtige Arbeit die Lunge verrichtet.
Der November ist eine schwierige Zeit für die Lunge, denn überall machen sich Erkältungsviren breit. In diesem Winter warnen Experten außerdem vor einer starken Grippewelle. Im Gegensatz zu einem relativ harmlosen grippalen Infekt ist die echte Grippe (Influenza) eine schwere Krankheit, die jedes Jahr auch bei uns tausende Todesopfer fordert. Außerdem gehören Lungen- und Herzmuskelentzündungen zu den möglichen Folgen.
| Grippaler Infekt | Grippe |
|---|---|
| schleichender Beginn | schlagartig eintretendes starkes Krankheitsgefühl |
| allgemeines Schwächegefühl | hohes Fieber |
| mäßige Temperaturerhöhung | Gliederschmerzen |
| Schnupfen | trockener Reizhusten, selten Schnupfen |
Wer an Influenza erkrankt ist, muss sich unbedingt schonen, viel trinken und Bettruhe halten. Wird eine Grippe innerhalb der ersten 24 Stunden festgestellt, kann mit entsprechenden Medikamenten ein weiterer Ausbruch der Erkrankung verhindert werden.
Schützen kann man sich mit sorgfältigem Händewaschen und einer Grippeschutzimpfung. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt die Influenza-Impfung für Personen ab 60 Jahre. Impfen lassen sollten sich zudem all jene, die viel Kontakt zu anderen Menschen haben, aber auch Säuglinge (auch Frühchen) und Kleinkinder sowie Risikopatienten mit Vorerkrankungen. Etwa zehn Tage nach der Impfung ist der Grippeschutz voll ausgeprägt.
Experte im Studio
Dr. Wolfgang Schütte,
Krankenhaus Martha-Maria in Halle-Dölau
