Hauptsache gesund | 01.11.2012 | 21:00 Uhr : Lungenentzündung: tödliche Gefahr
Bei einer Lungenentzündung (Pneumonie) handelt es sich um eine akute Entzündung des Lungengewebes. Sie ist in Deutschland nach wie vor die häufigste zum Tode führende Infektionskrankheit und darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Alarmzeichen für eine Lungenentzündung sind Husten, Atemnot und hohes Fieber. Betroffene Patienten werden in der Regel mit Antibiotika behandelt und sollten sich unbedingt schonen. Schlägt die Therapie an und kommen keine weiteren Komplikationen hinzu, heilt die Lungenentzündung meist innerhalb von zwei bis vier Wochen aus.
Anfällig für eine Lungenentzündung sind ältere Menschen, Heimbewohner, Diabetiker, Herzpatienten und Nierenkranke. Auch Patienten mit anderen Lungenleiden erkranken häufiger daran. "Bei Asthmatikern beispielsweise ist die Schleimhaut schon durch die chronische Entzündung des Asthmas geschädigt. Damit ist die Barriere gegen Viren und Bakterien geschwächt. Zudem führt die vermehrte Schleimproduktion dazu, dass sich hinter den Schleimpfropfen die Bakterien besser vermehren", erklärt Dr. Wolfgang Schütte, Lungenfacharzt am Krankenhaus Martha-Maria in Halle-Dölau.
Da vor allem Pneumokokken Lungenentzündungen auslösen, wird Risikopatienten eine Pneumokokken-Impfung empfohlen. Der Impfschutz verliert sich nach etwa fünf bis zehn Jahren. "Es gibt unterschiedliche Meinungen zu einer Wiederholungsimpfung. Ich plädiere dafür, Risikopatienten nach fünf Jahren erneut zu impfen", erklärt Dr. Wolfgang Schütte.
