Hauptsache gesund | 01.11.2012 | 21:00 Uhr : Lungenembolie: lebensgefährlicher Verschluss
Im April dieses Jahres bekam "Hauptsache gesund" einen Brief von Zuschauerin Loni R. aus Suhl. Sie schrieb und dass sie nicht nur einmal, sondern gleich dreimal eine sogenannte Lungenembolie erlitten hatte. Es begann vor zwölf Jahren, nachdem sie ihre erste Knie-Operation überstanden hatte. Zwei Wochen später kam es zu ernsten Komplikationen: Unwohlsein, Schwäche, Luftnot. Es wurde die Diagnose Lungenembolie bei ihr gestellt.
"Ich habe dem Tod ins Auge geschaut. Trotzdem habe ich es aber mit Hilfe der Ärzte im Klinikum überstanden und bin wieder gesund geworden", erzählt Frau R. Sie nahm fortan blutverdünnende Medikamente. Für eine zweite Knie-OP im Jahre 2005 musste sie die Tabletten jedoch wieder absetzen. Mit dramatischen Folgen: "Das Gleiche geschah. Nach vierzehn Tagen die gleiche Atemnot. Ich kannte ja jetzt die Symptome, habe eigenmächtig gehandelt, den Notdienst angerufen und bin wieder mit Blaulicht ins Klinikum gekommen."
Als Loni R. auf Anraten eines Arztes die nebenwirkungsreichen Blutverdünner zwischenzeitlich absetzte, erlitt sie die dritte Embolie. Seither misst sie täglich ihre Blutgerinnung, bleibt bei den Medikamenten. "Ich kann ja nicht jeden Tag Angst um mein Leben haben. Ich lebe so, wie es mir die Ärzte empfehlen und bleibe bei dem Blutverdünner. Und ich habe keine Angst, dass ich noch einmal eine Lungenembolie kriegen kann." Loni R. hat uns geschrieben, weil ihr eines wichtig ist: Bevor man Blutverdünner absetzt, sollten genau mögliche Risiken abgewogen werden.
Stichwort Lungenembolie
Eine Lungenembolie wird häufig unterschätzt und macht sich nicht immer mit deutlich spürbaren Symptomen - etwa leichten Brustschmerzen - bemerkbar. Dabei kann sie lebensbedrohlich sein. Eindeutige Anzeichen einer Lungenembolie sind plötzliche Atemnot, Schmerzen beim Atmen, blutiger Auswurf, Herzrasen.
Der Auslöser dafür entsteht meist in einer Beinvene. Dort kann sich mitunter ein Blutgerinnsel bilden, ein sogenannter Thrombus. Manchmal löst sich ein solches Blutgerinnsel oder ein Teil davon. Dieser Klumpen wandert dann mit dem Blutstrom in Richtung Herz. Von dort kann er in die Blutgefäße der Lunge gelangen. In den immer feineren Verzweigungen der Lungengefäße bleibt der Blutpfropf irgendwann hängen und führt zu einer Verstopfung, einer Embolie. Der betroffene Lungenflügel wird nicht mehr richtig durchblutet. Die Folgen sind Sauerstoffmangel im Blut und erhöhter Druck im Lungenkreislauf.
