Hauptsache gesund | 10.01.2013 | 21:00 Uhr : Ruhelose Beine: Neue Therapien und alte Hausmittel
Kribbeln, Taubheitsgefühle, Schmerzen oder Brennen in den Beinen machen manchem den Alltag zur Qual und die Nacht zum Albtraum. Oft verbergen sich hinter diesen Symptomen geschädigte Nervenbahnen, Fehlsteuerungen im Gehirn oder schlecht durchblutete Gefäße.
Jeder, der sich im Winter kalte Füße geholt hat und anschließend ins Warme kommt, kennt das: Die Füße sind taub vor Kälte. Oft sind sie ohne Gefühl. Werden sie erwärmt, fangen sie an zu pochen oder zu kribbeln. Das liegt daran, dass sich die Gefäße durch die Kälte zusammengezogen haben und dadurch schlecht durchblutet werden. Diese mangelnde Durchblutung und die Abkühlung der Nerven sind die Ursache des Taubheitsgefühls.
Bei Zimmertemperatur weiten sich die Gefäße, sodass das Blut nun wieder ungehindert zirkulieren kann. Das ruft das Kribbeln hervor. Dieses Kribbeln wiederum ist ein Signal der Nervenenden in der Hautoberfläche an das Gehirn. Das ist an sich ganz normal. Kribbelt es aber in den Beinen, ohne dass ein erkennbarer äußerer Reiz vorliegt, kann es sich um eine Überempfindlichkeit der Nerven vor. Die Ursache von Kribbeln und Taubheitsgefühlen sollten Betroffene unbedingt ärztlich abgeklärt lassen, denn oft entwickeln sich solche Störungen zu starken Schmerzen im Bein. Sie können den Alltag der Patienten erheblich beeinträchtigen. Manche können kaum noch laufen oder stehen.
Experte im Studio
Dr. Rolf Malessa, Chefarzt Neurologie am Sophien- und Hufeland-Klinikum in Weimar
