Hauptsache gesund | 12.04.2012 | 21:00 Uhr : Blutdruck senken ohne Pillen
Es gibt viele Medikamente, die hohen Blutdruck senken helfen. Doch selbst sie helfen nicht immer. Was dann? "Hauptsache gesund" zeigt, wie man seinen Blutdruck auch ohne Medikamente auf Normalwerte bringen kann.
Hochrechnungen zufolge ist knapp die Hälfte aller Todesfälle in Deutschland auf die Folgen von Bluthochdruck zurückzuführen. Das Problem: Er bleibt lange unerkannt, denn weder kann man ihn spüren, noch bereitet er Schmerzen. Außerdem fühlen sich Menschen anfangs sogar leistungsfähiger: ein erhöhter Blutdruck verleiht Elan.
Der Blutdruck wird in "Millimeter Quecksilbersäule" (mmHg) gemessen und sowohl mit dem sogenannten systolischen Druck (oberer Wert) als auch dem diastolischen Druck (unterer Wert) angegeben. Der ideale Blutdruck liegt bei Werten um 120/80 mmHg. Von Bluthochdruck spricht man bei einem Wert, der 140 mmHg zu 90 mmHg übersteigt. Allerdings muss man auch Vorerkrankungen berücksichtigen. Sie können das allgemeine Gesamtrisiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen. Dann sagen Zahlen allein wenig. Liegen weitere Risikofaktoren vor, kann ein "relativ normaler" Blutdruck mit Werten zwischen 130-139 mmHg für den oberen Wert und 85-89 mmHg für den unteren Wert auch schon behandlungsbedürftig sein.
- Systolischer Druck: Er entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht und das Blut in die Gefäße pumpt.
- Diastolischer Druck: Er ergibt sich, wenn das Herz wieder erschlafft, um sich erneut mit Blut zu füllen.
Tee aus Olivenbaumblättern gegen Bluthochdruck
Das Olivenöl gesund ist, weiß inzwischen jeder. Aber dass in den Mittelmeerländern auch die Blätter des Olivenbaumes zur Blutdrucksenkung genossen werden, ist weniger bekannt. Man übergießt einen Esslöffel getrocknete und zerkleinerte Blätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser, lässt ihn drei bis fünf Minuten ziehen und trinkt diesen Tee dreimal täglich. In Studien konnte damit der systolische Blutdruck um mehr als 10 mmHg gesenkt werden. Ein Ersatz für die wirksamen und meist gut verträglichen Arzneimittel bei Bluthochdruck sind die beschriebenen Heilpflanzen nicht, sie können aber eine willkommene Ergänzung sein oder auch eine angenehme und deshalb akzeptierte Behandlungsmöglichkeit im Grenzbereich zwischen normalem und erhöhtem Blutdruck. Probieren Sie es einfach aus!
Homöopathie gegen Bluthochdruck
Die homöopathische Behandlung ist als Regulationstherapie zur Behandlung des Bluthochdruckes nur dann geeignet, wenn die körpereigenen Regulationsmechanismen noch funktionieren. Das trifft sehr häufig bei vegetativ und stressbedingt erhöhtem Blutdruck zu. Auch zur Behandlung der hochdruckbedingten Beschwerden wie Kopfschmerz oder Herzklopfen eignet sich die Homöopathie. Verwendet wird dabei eine große Vielfalt von Mitteln, die Auswahl ist vom individuellen Beschwerdebild abhängig und sollte unter qualifizierter Beratung erfolgen. Beispielmittel sind Aconitum (Eisenhut), Viscum album, die weißbeerige Mistel, oder auch verschiedene anorganische Mittel wie Gold und Blei. Bei der Behandlung eines ständigen Bluthochdruckes stößt die Homöopathie an ihre Grenzen und darf immer nur ergänzend zur Standardbehandlung eingesetzt werden.
Normalerweise verschreiben Ärzte bei zu hohem Blutdruck Medikamente. Doch es kann auch gelingen, den Blutdruck ohne Medikamente zu senken. Das hat Steffen Kindt über eine längere Zeit mit Erfolg geschafft.
Hintergründe zum Thema:
Literaturtipps:
Middeke/Völker/Laupert-Deick: Bluthochdruck senken ohne Medikamente, Trias Verlag
Bopp / Breitkreuz: Bluthochdruck senken. Das 3-Typen-Konzept, GU Ratgeber Gesundheit
Rubin, Franziska: Meine besten Hausmittel. Krankheiten vorbeugen und natürlich behandeln, Zabert und Sandmann Verlag
