Frau pustet auf Pusteblume
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Hauptsache Gesund | 16.02.2017 | 21:00 Uhr Allergisches Asthma

Was viele nicht wissen: Allergischer Schnupfen kann Asthma auslösen. Eine lange triefende Nase sollte man also nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir haben Tipps, worauf Allergiker besser achten sollten.

Frau pustet auf Pusteblume
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Bei allergischem Asthma reagieren die Atemwege mit einer heftigen Abwehr auf Allergene wie Blütenpollen, Tierhaare oder Staubpartikel. Da Gene eine Rolle bei der Entstehung von Asthma spielen können, treten chronische Atemwegserkrankungen in manchen Familien gehäuft auf. Dann lohnt die Suche nach den Allergenen, den allergieauslösenden Stoffen.

Ein allergologisch tätiger Arzt kann mit einem Bluttest mögliche Allergene aufspüren und eingrenzen. Je früher eine Allergie diagnostiziert wird, desto eher lässt sich vermeiden, dass sich aus anfangs oft leichteren Formen der Allergie schwere Erkrankungen, wie auch Asthma, entwickeln können.

Achtung: Hausstaubmilben!

Wir haben uns gerade so schön ins Bett gekuschelt und schon geht es los: Husten, Schniefen, Atemnot. Der Grund dafür ist dann meist ein winziger Mitbewohner: die Hausstaubmilbe. Unsere Betten sind ein echtes Milben-Paradies. Sie liebt es warm und feucht. Außerdem ernährt sie sich besonders gern von abgestorbenen Hautschuppen. Bis zu zwei Millionen Milben leben in einer Matratze. Laut Deutschem Allergie- und Asthmabund e. V. leiden etwa zehn Prozent der Deutschen an einer Hausstaub(milben-)allergie. Damit ist sie nach der Pollenallergie die zweithäufigste Allergie.

Auslöser für die Beschwerden ist ein Allergen im Kot der Milben. Er vermischt sich mit dem Hausstaub und setzt sich besonders in Teppichen, Polstern und Betten fest. Doch die Milben können wirkungsvoll bekämpft werden: Helfen können spezielle milbendichte Bettbezüge, Anti-Milbensprays für Kissen, Polster und Matratzen und spezielle Staubsauger mit einem extra Filter für Allergene. Außerdem ist es wichtig, regelmäßig zu lüften.

Ein Arzt hört einen Patienten ab.
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Vorsicht Schimmel!

Röntgenbild einer Lunge
Allergien können auch zu Asthma führen. Deswegen sollten die Auslöser unbedingt eingegrenzt werden. Bildrechte: colourbox

Auch Wohnungsschimmel kann allergisches Asthma auslösen. Das Gefährliche an ihm ist, dass man ihn nicht immer sieht. Er kann sich in Wänden und Holzverkleidungen oder hinter Schränken verstecken. Die Sporen fliegen frei im Raum herum. Durch Luftproben können sie nachgewiesen werden. Manchmal hilft ein speziell ausgebildeter Suchhund, der den Schimmel auch unter der Oberfläche riechen kann. Der Schimmel entwickelt sich oft nach unentdeckten Wasserschäden in Küche oder Bad. Im Labor wird anhand von Proben untersucht, um welche Schimmelarten es sich handelt. Dann müssen die befallenen Räume grundlegend saniert werden.

Stichwort: Tierhaarallergie Der Begriff "Tierhaarallergie"  ist nicht ganz richtig. Die Betroffenen reagieren nicht direkt auf Tierhaare bzw. Federn, sondern auf bestimmte Proteine, die sich in Hautschuppen, Talg, Speichel, Kot oder Urin befinden und die letztendlich an den Haaren der Tiere haften bleiben. Diese kleinsten Partikel befinden sich in der Luft und können bei einem Menschen, der auf diese Stoffe sensibilisiert ist, zu einer allergischen Reaktion führen.

Therapiemöglichkeiten

Die medikamentöse Behandlung

Es gibt einige verschreibungspflichtige oder auch freiverkäufliche Medikamente in der Apotheke. Diese können jedoch nur die Beschwerden lindern oder reduzieren, aber nicht die Ursachen bekämpfen.

Die Hyposensibilisierung

Die Hyposensibilisierung stellt die derzeit übliche Behandlungsform bei Allergien dar, um die überempfindlichen Reaktionen allmählich einzuschränken, bis diese möglichst gar nicht mehr auftreten.  Bei dieser spezifischen Immuntherapie wird dem Allergiker das für ihn belastende Allergen allmählich in steigender Dosis zugeführt, um ihn so dagegen unempfindlich zu machen. Hierbei sollen die entsprechenden Antikörperreaktionen stimuliert werden.

Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2017, 11:51 Uhr