Eckart von Hirschhausen auf einem ARD-Podium während der Frankfurter Buchmesse 2016
Bildrechte: IMAGO

Hauptsache Gesund | 15.12.2016 | 21:00 Uhr "Wunder wirken Wunder"

Eckart von Hirschhausen ist bei "Hauptsache Gesund" zu Gast. Sein aktuelles Buch "Wunder wirken Wunder" steht momentan ganz oben in der Bestseller-Liste. Bei uns spricht der TV-Arzt, Moderator und Zauberkünstler über seine vielfältigen Erfahrungen und Recherchen zu Wundern in der Medizin.

Eckart von Hirschhausen auf einem ARD-Podium während der Frankfurter Buchmesse 2016
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Wunder gibt es wirklich!

Es gibt manchmal Heilungen, unerwartete Wendungen, die niemand so vorhergesehen oder auch nur erhofft hat. Von Hirschhausen erzählt in seinem Buch das Beispiel eines schamanischen Seminars, bei dem ein Schwerhöriger geheilt wurde. Und nach einer Art intensiven Meditation plötzlich wieder gut hören kann. Meist braucht es für ein medizinisches Wunder die Kunst und die Zuwendung der Ärzte, den festen Glauben der Patienten und das entscheidende Quäntchen Glück.

Viele Wunder sind keine Wunder!

Eckart von Hirschhausen liest aus seinem Buch
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Zugleich warnt Hirschhausen vor zahlreichen Studien, die manchmal das Blaue vom medizinischen Himmel versprechen: Viele Untersuchungen sind nur scheinbar wissenschaftlich! Man muss die Studienanordnung und die -bedingungen sehr genau hinterfragen, dann stellt sich oft heraus, dass diese ungenügend sind!

Eine äußerst kritische Haltung hat der Fernseharzt zur Homöopathie. In ihren Medikamenten seien die Wirkstoffe derart verdünnt, dass sie gar nicht wirksam sein könnten. Dass ihre angenommene Wirksamkeit bestenfalls dem Placebo-Effekt und der meist intensiven Aufmerksamkeit des Homöopathen für seine Patienten zu verdanken sei.

Auch Einbildung kann Wunder hervorbringen!

Der Placebo-Effekt ist nach Hirschhausens Meinung einer der besten Heilmechanismen des Menschen überhaupt. Die Patienten glauben, dass das Medikament, dass sie bekommen etwas gegen ihre Beschwerden ausrichten kann (auch wenn es im Placebo-Fall zum Beispiel nur Traubenzucker ist), dann richtet es auch etwas aus. Er berichtet sogar von einer Studie, bei denen Patienten nur vorgegaukelt worden war, dass sie operiert worden sind, und die sich daraufhin viel besser gefühlt haben.

Lachen ist gesund!

Eine Tatsache, die von Hirschhausen schon als junger Assistenzarzt in der Kinderklinik immer wieder festgestellt hat. Bis heute engagiert er sich für Klinik-Clowns und all jene, die den Patienten in den Krankenhäusern Sorgen nehmen und ihre Ängste zerstreuen. Doch auch jedem Einzelnen hilft Humor im Alltag. Er ist ein wichtiges Überflussventil für die Seele, das gut gepflegt werden sollte.

Der selbstbewusste Patient

In jeder medizinischen Behandlung spielt der Patient eine wichtige Rolle. Die sollte er unbedingt auch wahrnehmen! Wenn der Arzt eine Therapie vorschlägt, sollte er Fragen stellen, sich informieren und auch Alternativen abwägen, ohne sich verrückt zu machen. Vor allem Aussagen im Internet sollte man misstrauen und lieber seriöse Informationsquellen wählen!

Das Wunder besteht aus vielen kleinen Schritten!

Es sind viele kleine Dinge, die jeder für seine Gesundheit tun kann! Am Ende seines Buches gibt Hirschhausen noch einmal zahlreiche Tipps, was man für ein gesundes Leben tun kann: Mehr Bewegung, weniger essen, bewusst essen und überhaupt achtsam sein und auch mehr Tanz und Musik in sein Leben einbauen! Ein Tanzkurs in den sogenannten mittleren Jahren, also den 40ern und 50ern kann vor Demenz schützen, denn die komplexen Schrittfolgen fördern das Koordinationsvermögen und Hirnareale, die sonst oft schon zu früh zu wenig genutzt werden. Eine der Gründe, warum sie sich zurückbilden können!

Zuletzt aktualisiert: 16. Dezember 2016, 09:16 Uhr