Computergrafik: Blutkörperchen in einer verengten Arterie
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Hauptsache Gesund | 20.04.2017 | 21:00 Uhr Wenn die Gefäße verstopft sind

Die Arterien transportieren Sauerstoff durch den Körper. Sind sie verengt, können sie diese wichtige Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen. Das kann gravierende Folgen haben. Was genau zu der sogenannten Arteriosklerose führt, ist noch nicht ganz geklärt. Klar ist jedoch: Es gibt zahlreiche Faktoren, die eine Gefäßverengung begünstigen. Und viele davon haben mit unserem Lebenswandel zu tun.

von Beate Splett

Computergrafik: Blutkörperchen in einer verengten Arterie
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Die Arterien sind die Blutgefäße, die das Blut vom Herzen weg in den ganzen Körper pumpen. An ihnen spürt man den Puls, weshalb große Arterien auch Puls- oder Schlagadern genannt werden.

Fast alle Arterien transportieren sauerstoffreiches Blut durch den Körper. Außerdem halten sie den Blutdruck konstant. Arterien haben eine dicke Gefäßwand, da in ihnen ein hoher Druck herrscht. Die größte Arterie ist die Aorta, die Hauptschlagader. Sie hat einen Durchmesser von etwa drei Zentimetern. Ablagerungen, auch Plaques genannt, und Entzündungen können die Arterien verengen. Durch diese sogenannte Arteriosklerose ist die Sauerstoffversorgung beeinträchtigt. Wird sie zu spät erkannt, kann es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schädigungen kommen.

Welche Ursachen hat Arteriosklerose?

Wie eine Arteriosklerose genau entsteht, ist noch nicht ganz geklärt. Aber es gibt einige Faktoren, die auf ein erhöhtes Risiko hinweisen. Dazu zählen:

Computergrafik: Blutgefäße im menschlichen Körper
Über den Blutkreislauf wird der Körper mit Sauerstoff versorgt. Bildrechte: IMAGO

Bluthochdruck: Bluthochdruck gilt als einer der wichtigsten Risikofaktoren für Arteriosklerose. Die Erklärung ist einfach: Müssen die Gefäßwände ständig hohen Druck aushalten, verlieren sie ihre Elastizität und werden in der Folge schneller geschädigt.

Übergewicht: Auch Übergewicht und ungesunde Ernährung zählen zu den Hauptursachen für Gefäßverkalkungen.

Ungesunde Lebensweise: Rauchen und zu wenig Bewegung können das Risiko für eine Arteriosklerose deutlich erhöhen. Durch ausreichende Bewegung werden die Gefäße trainiert und elastisch gehalten.

Geschlecht: Frauen erkranken häufig erst nach den Wechseljahren an Arteriosklerose. Männer erkranken im Durchschnitt schon in jüngeren Jahren. Ab dem siebzigsten Lebensjahr sind beide Geschlechter gleichermaßen häufig betroffen.

Alter: Im Kindes- oder Jugendalter kommt Arteriosklerose nur sehr selten vor. Doch mit zunehmendem Alter steigt auch das Risiko für Gefäßverengungen.

Veranlagung: Besteht eine Arteriosklerose auch bei Familienmitgliedern, ist das Risiko höher, selber daran zu erkranken. Es besteht also bei manchen Menschen eine genetische Veranlagung.

Entzündungen: Auch dauerhaft erhöhte Entzündungswerte im Blut können das Risiko für Gefäßerkrankungen erhöhen. Ursachen für solche Entzündungen können Viren, Bakterien, aber auch Feinstaub sein. Deshalb sollten Infektionen auch als Schutz vor Arterienverkalkung immer ausreichend behandelt werden.

Diabetes mellitus: Ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft zu hoch, können die Gefäße Schaden nehmen. Menschen mit Typ-2-Diabetes haben deshalb ein erhöhtes Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten.

Cholesterin: Zu hohe Blutfettwerte galten lange Zeit als Risikofaktor. Inzwischen gehen Herzspezialisten davon aus, dass nicht nur die Fette im Blut zur Arterienverkalkung führen, sondern sich auch abgestorbene Zellschichten aus den Gefäßwänden, also Zellabfälle, anlagern und gemeinsam mit den Fetten an der Bildung von Plaques beteiligt sind.

Über dieses Thema berichtet "Hauptsache Gesund" in der Sendung vom 20.04.2017, 21:00 Uhr, im MDR FERNSEHEN.

Zuletzt aktualisiert: 20. April 2017, 22:31 Uhr

Grafische Darstellung des menschlichen Darms.
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Ein Patient auf einer Liege, neben ihm eine Krankenschwester.
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