Hauptsache Gesund | 08.12.2016 | 21:00 Uhr Gewürzapotheke von Anis bis Zimt

Viele Gewürze haben eine heilsame Wirkung. Das macht sie zur Hausapotheke der Natur. Wir erklären, wie sie wirken und welche Beschwerden sich mit welchem Gewürz behandeln lassen.

Anis
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Anis beruhigt den Magen. Als Mischung mit Fenchel und Kümmel kann er als Tee bei Magen-Darm-Erkrankungen, aber auch bei Problemen der oberen Atemwege genutzt werden. Wer zu Allergien neigt, sollte Anis jedoch behutsam einsetzen.

Chilischoten sind Vitamin-C-Bomben. Ihre Schärfe kurbelt die Durchblutung an, sie heben die Stimmung (denn sie setzen Glückshormone frei), mildern Entzündungen, lösen Schleim und regen die Verdauung an.

Ingwer
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Ingwer wird am besten frisch verwendet – in Scheiben, fein gehackt oder gerieben. Er gilt als Allrounder der Naturheilkunde und wird bei Kopf-, Magen- und Menstruationsschmerzen eingesetzt. Die Wurzel wirkt bei Husten schleimlösend und schaltet Übelkeit ab.

Kardamom beruhigt den Magen, fördert die Verdauung und lindert Blähungen sowie Erkältungsbeschwerden. Es heißt, Kardamom kurbelt auch die Liebeslust an.

Koriander scheint eine leicht antibakterielle Wirkung zu haben und wirkt beruhigend bei Magen-Darm-Krämpfen. Er gilt als stark antioxidativ und fördert die Produktion von Verdauungsenzymen.

Kreuzkümmel wird bei Magen-Darm-Beschwerden und Appetitlosigkeit eingesetzt. Auch die Fettverdauung verbessert er. Sein ätherisches Öl enthält zudem entzündungshemmende und antibakterielle Substanzen.

Kurkuma
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Kurkuma stärkt das Immunsystem und wirkt sich positiv auf die Blutgefäße aus. Das gelbe Pulver stimuliert die Produktion von Magensaft und Galle und hilft bei der Fettverdauung. Kurkumaöl wirkt entzündungshemmend und wird aus diesem Grund gerne gegen Rheuma eingesetzt.

Muskatnuss findet als vielseitiges Heilmittel in Salben und in Ölen Verwendung, und zwar bei Rheuma und Muskelschmerzen. Sie wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, schleimlösend, entspannt bei Übelkeit und Schwindel und beruhigt bei Blähungen, Magenkrämpfen, Menstruationsbeschwerden sowie bei Durchfall.

Nelken sollen antibakteriell und schmerzlindernd wirken. Häufig kommen sie bei Zahnschmerzen oder Entzündungen im Mund- und Rachenbereich zur Anwendung. Die Wirkung hält oft nicht lange an, sie hilft aber, die Zeit bis zum Besuch beim Zahnarzt zu überbrücken.

Weniger bekannt ist die Anwendung im Magen-Darm-Bereich: Gewürznelken wirken appetitanregend und verdauungsfördernd.  Gewürznelken können gemahlen als Zutat in verschiedene Teige kommen oder als Teil einer Gewürzmischung im Ganzen mitgekocht werden.

Zimt und Anis
Zimt und Anis Bildrechte: Colourbox

Piment tut der Laune gut. Das Aroma der dunklen Körner erinnert deutlich an Nelken, Zimt und Muskat, weshalb man ihn auch manchmal Nelkenpfeffer nennt.

Zimt wirkt stimmungsaufhellend und anregend, zugleich auch besänftigend und beruhigend.  Außerdem ist er keimtötend, erwärmend und verdauungsfördernd. Äußerlich angewendet hilft Zimt bei Rheuma- und Rückenbeschwerden.

Zuletzt aktualisiert: 09. Dezember 2016, 07:58 Uhr