verschiedene Nuss-Arten
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Hauptsache Gesund | 15.12.2016 | 21:00 Uhr Nüsse – Gesunde Kraftpakete

Der Nussknacker ist eine beliebte Weihnachtsfigur. Doch wie steht es mit den Nüssen? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 25 Gramm Nüsse am Tag, also etwa eine Handvoll. Doch die Jahresbilanz fällt deutlich niedriger aus: Wir Deutschen verzehren gerade einmal 4,6 Kilogramm Nuss im Jahr und damit, weniger als die Hälfte der empfohlenen Menge.

verschiedene Nuss-Arten
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Nüsse waren lange Zeit als Kalorienbomben und Dickmacher verschrien – zu Unrecht. Neue Studien zeigen: Wer Nüsse isst, lebt länger. Sie enthalten eine Vielzahl gesunder Inhaltsstoffe, können den Cholesterinspiegel senken und Diabetes Typ 2 verhindern. Außerdem schützen sie unsere Gefäße und wirken positiv auf zu hohen Blutdruck. Doch Nuss ist nicht gleich Nuss. Wir stellen die beliebtesten Arten vor:

geöffnete Macadamia-Nuss
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Die Macadamia-Nuss gilt als die teuerste Nuss der Welt. Sie kommt aus Australien und wächst an einem fünf Meter hohen Baum. Die Aborigines nutzten sie als wichtige Nahrungsquelle, denn ihr Fettgehalt beträgt stolze 70 Prozent. Eine Menge von 100 Gramm hat mehr als 700 Kalorien. Doch keine Angst: Eine Handvoll davon pro Tag ist sehr gesund. Alle Nüsse enthalten gesunde, ungesättigte Fette, nämlich Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Sie schützen die Gefäße und beugen Schlaganfällen und Herzinfarkten vor. Macadamia-Nüsse haben unter allen Nusssorten sogar den höchsten Anteil an diesen ungesättigten Fettsäuren. Außerdem enthalten sie Vitamin B und viele Mineralstoffe. Der Geschmack der Macadamia ist leicht buttrig.

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Maronen in einer Pfanne
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Maronen dagegen sind mit nur zwei Prozent die Nüsse mit dem geringsten Fettgehalt. Dadurch sind die Früchte der Edelkastanie sehr kalorienarm. Weil sie viele Ballaststoffe und Stärke enthalten, machen sie trotzdem satt. Der Geschmack ist angenehm nussig.

Walnüsse in einem Korb
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Die Walnuss gilt als die Königin der Nüsse. Sie ist besonders gesund für unsere Arterien. Verantwortlich ist dafür die Linolensäure. Auch Walnüsse sind mit ca. 60 Prozent Fett sehr kalorienreich. Meist führen sie aber nicht zu einer Gewichtszunahme, sondern können in manchen Fällen das Körpergewicht sogar senken, da sie sehr stark sättigen. Ein hoher Verzehr von Walnüssen kann das Risiko für Diabetes Typ 2 senken. Verantwortlich sind auch hier die ungesättigten Fettsäuren. Sie wirken positiv auf den Insulinspiegel.

Haselnuss
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Haselnüsse enthalten besonders viel Vitamin E. Schon etwa 25 Gramm der Nüsse decken die Hälfte des täglichen Vitamin-E-Bedarfs eines Erwachsenen. Das Vitamin schützt unsere Zellen gegen aggressive Stoffe. Das Lecithin in den Haselnüssen wirkt sich positiv auf unsere Nerven und das Gedächtnis aus. Viele Ballaststoffe begünstigen eine aktive Verdauung. Schon die Griechen und die Römer kannten ihre nahrhaften und gesundheitsfördernden Eigenschaften. Sie verwendeten außer den Nüssen auch Blätter und Rinde des Haselnussbaums als Medizin. Auch in deutschen Märchen wurden der Haselnuss schon vor vielen Jahrhunderten Zauberkräfte zugesprochen. Hauptanbaugebiet ist heute die Türkei.

Erdnüsse
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Erdnüsse sind keine echten Nüsse, sondern Hülsenfrüchte wie Linsen oder Bohnen. Sie besitzen viele wertvolle Inhaltsstoffe und zeichnen sich durch einen besonders hohen Eiweißgehalt von 25 Prozent aus. Amerikanische Studien konnten belegen, dass Erdnüsse beim Abnehmen helfen können. Diese Wirkung wird der hohen Sättigung durch die Erdnüsse zugeschrieben. Außerdem sind sie reich an Tryptophan. Das wirkt beruhigend und sorgt für einen guten Schlaf. Die Linolsäure in den Erdnüssen begünstigt eine weiche und geschmeidige Haut. Und von Antioxidantien profitiert jemand, der beim Essen der Erdnüsse ein kleines Detail beachtet: In den roten Häutchen unter der Schale stecken Antioxidantien und die schützen vor Krebs.

Auch Paranüsse sind keine echten Nüsse, sondern sogenannte Kapselfrüchte. Aber sie haben es in sich: Das Besondere ist ihr hoher Selengehalt. Selen bindet Schwermetalle und sorgt für eine Entgiftung des Körpers. Bei Männern kurbelt Selen die Testosteron-Produktion und somit den Sexualtrieb an. Reichlich vorhanden in Paranüssen sind auch die Mineralstoffe Phosphor, Magnesium und Kalzium. Die sind wichtig für gesunde Knochen.

Zuletzt aktualisiert: 16. Dezember 2016, 09:19 Uhr

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