Eine Hand hält einen Salzstreuer.
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Hauptsache Gesund | 16.02.2017 | 21:00 Uhr Das richtige Maß für Salz

Salz ist ein Geschmacksverstärker. Oft wird aber zu viel gesalzen. Dazu kommen Salze, die uns in Lebensmitteln gar nicht bewusst sind. Die verwendung von Kräutern kann helfen, Salz einzusparen. Rezeptideen gibt es hier.

Eine Hand hält einen Salzstreuer.
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Wird über Salz gesprochen, dann heißt es oft zuerst: Salz sei ungesund. Doch wir brauchen Salz auch zum Leben. Es reguliert den Flüssigkeitshaushalt, bildet Magensäure für die Verdauung und baut Knochen mit auf. Wie immer kommt es auf die richtige Dosis an. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt sechs Gramm Salz pro Tag.

Verstecktes Salz

Das meiste Salz stammt nicht aus dem Salzstreuer. 80 Prozent des Salzes, das wir täglich zu uns nehmen, steckt in verarbeiteten Lebensmitteln. Zu den größten Salz-Quellen gehören Brot und Brötchen, egal ob vom Bäcker oder aus dem Supermarkt. In 100 Gramm Brot, also ungefähr zwei Scheiben, stecken bis zu 1,5 Gramm Salz. Mit vier Scheiben ist schon die Hälfte der Tagesmenge erreicht.

Geräucherter Schinken besteht aus fünf Gramm Salz pro 100 Gramm, das sind etwa zwei bis drei Scheiben. Wenn wir den Schinken auf zwei Scheiben Brot legen, ist die tägliche Dosis schon beim Frühstück knapp überschritten. Auf Lebensmitteln muss der Salzgehalt inzwischen angegeben werden. Ein Blick auf die Verpackung lohnt sich daher.

Grafik: Salzen eines Salates
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Zum Schluss mit Salz würzen

Salz ist unser Würzmittel Nummer eins, aber man kann es nicht nur pur verwenden. Wenn man feine Aromen unter hochwertige Salze mischt, sorgt dies für verblüffende Geschmackserlebnisse und es hilft, Salz einzusparen. Gewürzsalze sind schnell und einfach selbst gemacht und nicht nur für den Gaumen, sondern auch fürs Auge ein Genuss. Da sie sehr dekorativ sind, eignen sie sich hervorragend als Tischwürze und sind auch als kulinarisches Mitbringsel eine originelle Idee. Die Mischungen sollte man gut verschlossen und dunkel in Gläsern aufbewahren. Mit Salz wird immer erst zum Schluss gewürzt - diese Regel gilt auch für die Salzmischungen. Denn die enthaltenen Gewürze verbrennen bei zu großer Hitze.

Kräuter-Rezepte: Salz-Gewürzmischungen und Brotvariationen


Brotzeitgewürz für die Mühle

Gewürze neben Porzellan-Mörser
Durch die Verwendung von Gewürzen kann man Salz leichter reduzieren. Bildrechte: Colourbox.de

Für die Mischung in eine Gewürzmühle füllen:  
1 ½ EL trockenes grobes Salz
2 EL rote Paprika-Flocken
1 EL schwarze Pfefferkörner
1 ½ EL Koriander-Körner
1 schwach gehackter EL gerösteten Zwiebelflocken
1 TL gelbe Senfkörnern
1 TL milde Chiliflocken
½ TL ganzer Kümmel
1 ½ EL getrocknetem Schnittlauch
½ TL gerösteter Knoblauch (je nach Geschmack)

Verwendung:

Die Gewürzmischung eignet sich als Tischgewürz, um Wurst-, Käse- und Schnittlauchbroten Pfiff zu geben. Man kann mit ihr aber auch Brotaufstriche, Dips, Gemüsesuppen und Eintöpfe verfeinern und somit Salz einsparen.

Chili-Vanille-Salz

Zutaten:
100 g naturbelassenes Meersalz
2 TL milde roten Chiliflocken
1 TL grüne Chiliflocken (Jalapeño)
¼ TL Vanillepulver
je 1 Prise Knoblauch- und Ingwerpulver

Verwendung:

Diese Mischung ist ein ausgezeichnetes Allround-Salz. Es bringt Aroma, Geschmack und Farbe an fast jede herzhafte Zubereitung.


Kräutersalz

Zutaten:
100 g naturbelassenes Meersalz
je 1 TL getrocknetes Bohnenkraut, Oregano, Majoran, Rosmarin und Thymian

Verwendung:

Das Kräutersalz eignet sich hervorragend zum Würzen von gebratenem, gedämpftem und gedünstetem Gemüse sowie Salaten. Außerdem können damit Füllungen aus Fleisch, Reis, Couscous und Gemüse wunderbar verfeinert werden. Auch Suppen und Eintöpfe bekommen mit dem Salz eine kräuterwürzige Note.

Tipp Fertiges Brot enthält besonders viel Salz. Wer Zeit und Lust hat, sollte Brot selber backen, so lässt sich auch der Salzgehalt reduzieren.

Schnelles Roggenbrot

Brot
Der Teig muss 30 Minuten gehen. Anschließend wird er 40 Minuten gebacken. Bildrechte: Colourbox.de

Zutaten:
20 g Hefe, frisch
300 ml Wasser
350 g Roggenmehl (Type 1150
150 g Weizenmehl (Type 550)
1 TL Salz
1 TL Brotgewürzmischung oder getrocknete Kräuter nach Belieben
150 g flüssiger Sauerteig (selbst angesetzt oder aus dem Beutel)
Mehl zum Arbeiten

Zubereitung:

Die Hefe mit einer Prise Zucker in dem lauwarmen Wasser auflösen. Die Mehlsorten, das Salz, das Brotgewürz oder Kräuter und den Sauerteig in eine Rührschüssel geben und das Hefegemisch zugeben. Alles gründlich mit dem Knethaken und ggf. den Händen zu einem Teig verarbeiten (fünf Minuten zuerst auf kleiner, dann auf großer Stufe kneten).

Den Teig auf mit etwas Mehl bestäubtem Backpapier geben und abgedeckt ca. 40 Minuten gehen lassen. Anschließend nochmals kneten, so dass ein runder Laib entsteht. Diesen mit Mehl bestäuben und mit einem scharfen Messer vier mal leicht einschneiden, so dass an den Ecken ein nicht ganz geschlossenes Quadrat entsteht. In der Mitte ein kleines Kreuz ritzen.

Den Laib mit dem Backpapier auf ein Blech legen und nochmals 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Inzwischen den Backofen auf 240°C vorheizen, eine mit Wasser gefüllte Auflaufform auf den Boden des Ofens stellen. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Brot mit dem Blech (Mitte) in den Ofen geben und zehn Minuten anbacken. Danach die Temperatur auf 220°C stellen und das Brot 30 Minuten fertig backen.


Walnussbrot mit Rosmarin

Rosmarin
Zwei Zweige Rosmarin geben dem Wallnussbrot eine besondere Note. Bildrechte: Colourbox.de

Zutaten:
500 g Weizen-Vollkornmehl
1 Tüte Trockenhefe
1 TL Rohrzucker (ca. 10 g)
2 Zweige Rosmarin
150 g Walnusskerne
2 EL Honig nach Belieben
1 TL Salz
Pfeffer
50 ml Milch (1,5 % Fett)
50 ml Olivenöl

Zubereitung: 

Mehl, Hefe und Zucker in einer Rührschüssel mischen. 250 ml lauwarmes Wasser mit den Knethaken des Handmixers unterrühren, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.

Inzwischen Rosmarin abspülen, trockenschütteln, Nadeln abzupfen und hacken. Walnüsse in einer beschichteten Pfanne kurz anrösten. Honig und Rosmarin untermischen und erwärmen. Mit Salz und Pfeffer würzen und auf einen Teller geben. Milch lauwarm erhitzen, dann mit dem Öl unter den Teig rühren. Die Nuss-Honig-Mischung so lange unterkneten, bis sich alles verbunden hat und der Teig glänzend und glatt ist.

Den Teig zu einem länglichen Brotlaib formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen. Im vorgeheizten Backofen bei 220 °C (Umluft: 200 °C, Gas: Stufe 3-4) auf der mittleren Schiene ca. 40 Minuten backen.

Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2017, 11:53 Uhr