Eine junge Frau liegt schlaflos mit dem Wecker in der Hand neben ihrem Partner im Bett.
Bildrechte: IMAGO

Zeitumstellung Wenn der Schlaf aus dem Rhythmus kommt

Am 27. März beginnt die Sommerzeit. Dann werden die Uhren wieder um eine Stunde vorgestellt. Doch nicht nur die Zeitumstellung kann dem Schlaf aus dem Rhythmus bringen. Wir erklären, was zu einem guten Schlaf verhilft.

Eine junge Frau liegt schlaflos mit dem Wecker in der Hand neben ihrem Partner im Bett.
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Der 27. März ist der letzte Sonntag im März. Dan ist es wieder soweit: In der Nach werden die Uhren um 2:00 Uhr um eine  Stunde vorgestellt. Das macht nicht nur diese Nacht um eine Stunde kürzer, sondern bringt manchen für eine Weile aus dem Schlafrhythmus. Doch nicht nur das  worden und unsere Nachtruhe ist seit dem eine Stunde kürzer. Aber nicht nur der Wechsel von Winter- auf Sommerzeit auch viele andere Faktoren können einen gesunden Schlaf beeinträchtigen.

Nach einer Umfrage der Krankenkasse DAK haben viele Deutsche die Zeitumstellung satt. Mehr als ein Fünftel der Befragten hat wegen ihr schon einmal körperliche und psychische Probleme gehabt. Viele fühlen sich müde und schlapp, können schwer ein- oder durchschlafen, haben Konzentrationsprobleme, sind reizbar oder sind deswegen zu spät zur Arbeit gekommen.

Eine Installation zeigt mehrere Bahnhfsuhren auf Masten. Alle zeigen die gleiche Zeit an: 02:13 Uhr.
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Die Sommerzeit dauert jeweils vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. Ursprünglich wurde sie 1980 eingeführt, um das Tageslicht besser zu nutzen und Energie zu sparen. Diese Erwartung hat sich nicht erfüllt. Klar ist jedoch, dass ein gestörter Schlaf auf Dauer krank macht. Wer dauerhaft zu wenig ruht, hat ein erhöhtes Risiko für Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck.

Jeder Mensch hat übrigens seine eigene ideale Schlaflänge. Der eine kommt mit vier Stunden aus, der andere braucht zwölf. Studien aus den USA zufolge hat sich die durchschnittliche Schlafdauer der Menschen in den letzten 50 Jahren um anderthalb bis zwei Stunden reduziert. Das ist durchaus ein Problem, denn unser Bedarf nach Schlaf ist der gleiche geblieben. So ist es kein Wunder, dass Schlafstörungen eine Volkskrankheit sind.

Eselsbrücken für die Zeitumstellung Immer wieder stellen sich einige die Frage, wann die Uhren nun vor- oder zurück gestellt werden. Um sich das besser merken zu können, kursieren einige hilfreiche Eselbrücken:
Im Frühjahr kommen die Gartenmöbel VORS Haus und im Herbst wieder ZURÜCK ins Haus.
Vorne im Jahr werden die Uhren VORgestellt, hinten im Jahr werden sie ZURÜCKgestellt.

Schlafmangel macht dick

Auch das Gewicht scheint mit der Nachtruhe zu tun zu  haben. Es gibt unterschiedliche Theorien über den Zusammenhang.

Eine besagt, Menschen mit wenig Schlaf produzieren im Magen eine unnormal große Menge des Hormons Ghrelin, das beim Menschen Hungergefühle hervorruft. So war bei übermüdeten Testpersonen die Konzentration des Botenstoffes im Blut um 30 Prozent höher als bei ausgeschlafenen Probanden und sie aßen auch deutlich mehr.

Eine weitere Theorie bezieht sich auf die Bewegung: Wer müde ist, ist träge und bewegt sich nicht gern, wie eine Studie der Universität Lübeck zeigt. Auch die Energieverbrennung läuft nach einer kurzen Nacht nur auf Sparflamme.

Tipps für einen gesunden Schlaf

  • Tagsüber viel bewegen an frischer Luft
  • Mittagsschlaf vermeiden oder stark verkürzen
  • ideale Schlafzimmertemperatur: zwischen 18 und 21 Grad
  • Regelmäßige Aufsteh- und Zubettgehzeiten, auch am Wochenende
  • Besser kein Sport am Abend
  • keine üppigen Mahlzeiten zum Abendbrot
  • Konflikte ungeklärt lassen
  • aufregendes Fernsehprogramm meiden
  • auf aufputschende Getränke verzichten (Kaffee, Cola etc.)
  • alkoholischen Schlummertrunk weglassen
  • Kein Licht beim Gang aufs Klo einschalten
  • Nachts nicht auf die Uhr schauen

Zuletzt aktualisiert: 12. September 2017, 09:42 Uhr