Hauptsache gesund

Hauptsache gesund | 16.08.2012 | 21:00 Uhr : Tatort Bad

Händewaschen mit Seife ist der preiswerteste und sicherste Schutz vor Infektionskrankheiten. Doch verschiedene Studien zeigen, die Deutschen nehmen es mit dem Händewaschen nicht so genau. Auf fünf Sekunden beschränkt sich das durchschnittliche Händewaschen – wenn es überhaupt gemacht wird.

Blick ein Badezimmer miz zwei Waschbecken und einer großen Eckbadewanne
Ein Ort der Reinlichkeit: Das Bad.

Wasser allein löst allerdings nur den groben Schmutz. Seife reduziert die Keimzahl nachweislich. Die Seife zehn bis fünfzehn Sekunden lang über die Hände und insbesondere auch zwischen den Fingern verteilen, gründlich abspülen und abtrocknen. Händewaschen sollte man nach jedem Toilettenbesuch, vor der Essenszubereitung, vor und nach dem Essen, vor dem Einsetzen von Kontaktlinsen oder der Einnahme von Medikamenten. Nach jedem Händeschütteln sich die Hände zu waschen, ist aber unnötig und übertrieben.

Die Reinigung der Toilette dagegen gehört zwar zu den unbeliebtesten Haushaltsaufgaben, aber sie wird gemacht. Die größte Hygienefalle lauert übrigens nicht in der Toilette selbst, sondern unter dem Rand des Toilettensitzes. Hier wird auch seltener geputzt. Trotzdem gehört die Toilette nicht zu den schmutzigsten Orten der Wohnung. Spüllappen, Wischtücher und Fliesenfugen wiesen Forschern zufolge deutlich mehr Keime auf.

Keimfalle Zahnbürste

ein Becher mit Zahnbürsten
Auch auf der Zahnbürste fühlen sich Keime sehr wohl.

Wer seine Zahnbürste öfter wechselt, lebt gesünder. Das zeigt eine aktuelle Studie der Uni Göttingen. Mit einer sauberen Zahnbürste beugt man Zahnfleischentzündungen vor. Weitere Studien haben gezeigt, dass die gleichen Bakterien, die Zahnfleischentzündungen im Mund hervorrufen, auch bei Lungen- und Herzmuskelentzündungen eine Rolle spielen. Auch Altenheimbewohner mit einem gepflegten Gebiss sind weniger anfällig für Infekte. Zahnärzte empfehlen alle zwei bis drei Monate die Bürste zu wechseln, nach Infekten am besten sofort.

Übrigens ist es nicht günstig, sofort nach dem Essen zu putzen. Denn säurehaltige Speisen, wie Obst zum Beispiel, erweichen kurzzeitig den Zahnschmelz. Wer gleich losschrubbt, der macht seine Zähne kaputt. Besser ist es etwa eine halbe Stunde zu warten.

Zuletzt aktualisiert: 16. August 2012, 15:59 Uhr

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