Hauptsache gesund | 23.08.2012 | 21:00 Uhr : Milch als Heilmittel
Milch als Heilmittel gegen Osteoporose
Eine höhere Kalziumaufnahme soll Frauen in den Wechseljahren vor Osteoporose schützen. Doch Kalzium allein hilft wenig. Bestes Beispiel sind die asiatischen Länder. Obwohl dort kaum Milch getrunken wird, erkranken nur wenige Menschen an Osteoporose. Um dem sogenannten Knochenschwund entgegenzuwirken, sind neben einer reichlichen Kalziumzufuhr eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D und viel Bewegung nötig. Vitamin D bildet der Körper unter Einwirkung von UV-Licht. Da asiatische Frauen sich mehr im Freien bewegen und ihren Kalziumbedarf über Kräuter, Hülsenfrüchte, kalziumreiches Mineralwasser und grünes Gemüse decken, sind sie oft besser vor Osteoporose geschützt als Frauen hierzulande.
Milch als Heilmittel gegen trockene Haut
Milch ist auch für unsere Haut ein Heilmittel. Schon die Frauen in der Antike sollen in Milch gebadet haben. Milchsäure bindet die Feuchtigkeit und wirkt so wie ein Peeling. Die in ihr enthaltenen Mineralstoffe und Vitamine regen den Stoffwechsel an. Außerdem konnten moderne Hautforscher nachweisen, dass sogenannte Wachstumsfaktoren in der Milch die Hautzellen dazu anregen, sich öfter zu teilen. Das hält die Haut jung und rosig.
Rezept für ein Handmilchbad
½ Liter Vollmilch mit einer halben Tasse heißem Wasser vermischen und die Hände zehn bis 15 Minuten darin baden.
Rezept für ein Wannenbad
Etwa drei Liter Vollmilch ins Badewasser geben, bei Bedarf drei Esslöffel Honig zufügen
Stutenmilch als Heilmittel
1858 wurde in Russland das erste Stutenmilch-Sanatorium gegründet. Mit der Milch von Pferden wurden Krankheiten wie Tuberkulose und Kriegsverletzungen behandelt. Mittlerweile gibt es Stutenmilchfarmen auch hierzulande, denn die Heilkraft dieser Milch ist auch für Neurodermitis und Magen-Darmerkrankungen wissenschaftlich nachgewiesen.
Das Besondere an Stutenmilch ist ihre Zusammensetzung und gute Verträglichkeit. Sie enthält eine große Menge an Lactoferrin und Lysozym. Beides Enzyme, die antibakteriell wirken und das Immunsystem stärken, sowie die Darmgesundheit unterstützen. Der Antikörper "sekretorische Immunglobulin A" stärkt im Darm die Abwehrkräfte. Hinzu kommt, dass Stutenmilch sehr fettarm ist. Bei den vorhandenen Fettsäuren handelt es sich zu 30 Prozent um eine Omega-3-Fettsäure, die entzündungshemmend wirkt und um Arachidonsäure, eine vierfach ungesättigte essentielle Fettsäure. Allerdings hat Stutenmilch einen höheren Laktosegehalt als Kuhmilch.
Um die in der Milch enthaltenen Immunoglobuline nicht zu schädigen, darf die Stutenmilch nicht erhitzt werden. Sie wird am besten tiefgefroren gelagert und bei nicht mehr als 40 Grad Celsius aufgetaut.
Eingesetzt wird Stutenmilch vor allem bei Leber-, Magen- und Darmstörungen sowie bei Hautproblemen. Der Leberstoffwechsel und eine Leberregeneration werden gefördert, sodass der Körper entgiftet wird. Da Hautprobleme häufig mit Darmproblemen einhergehen, hilft die Darmsanierung auch bei Hautunreinheiten und Ekzemen. Durch die Stabilisierung des Immunsystems wird so auch die Heilung von Neurodermitis unterstützt. Neurodermitis-Patienten sprechen ebenfalls gut auf die Behandlung mit Stutenmilchcreme an.
Die Arachidonsäure wird für Prostacyclin, ein Gewebshormon, benötigt. Dieses dient als Schutzmenchanismus für Gefäßwände und verhindert Thrombenbildung und somit auch Arteriosklerose.
