Hauptsache gesund

Hauptsache gesund | 13.09.2012 | 21:00 Uhr : Nieren in Not

Die Nieren erfüllen als Entgiftungsorgane eine wichtige Funktion im Körper. Sie kontrollieren den Blutdruck, regeln die Blutbildung sowie den Salz- und Wasserhaushalt. Darum ist es gefährlich, wenn die Nieren durch Krankheiten, unkontrollierte Medikamenteneinnahme oder andere Einflüsse in Mitleidenschaft gezogen werden. Dadurch können sie schleichend zerstört werden und eine chronische Niereninsuffizienz kann unbemerkt entstehen. Außerdem sorgen sich immer wieder Menschen, ob Zysten, Steine oder Gries in den Nieren die gleiche Folge haben können. Deshalb ist es wichtig, diese lebenswichtigen Organe zu schützen.

begehbares Nierenmodell bei der Messe MEDICA

Bei Menschen nimmt die Nierenleistung ab 40 ab. Mit 70 Jahren ist die Filterleistung der Nieren um ein Drittel vermindert. Als Folge wird weniger Blut gebildet, der Knochenstoffwechsel läuft nicht mehr optimal (Osteoporose) und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen steigt an. Medikamente, die über die Niere ausgeschieden werden, sollten nur noch in individuell angepasster Dosis verabreicht werden, um eine Schädigung der Niere zu vermeiden. Wie es um die Niere steht, lässt sich mit einem Blutwert, dem Kreatin, bestimmen.

Der Stoffwechselparameter Kreatinin

Nierenleiden
Bei einer gesunden Niere wird das Stoffwechselprodukt Kreatinin aus dem Körper ausgeschieden.

Als Kreatinin wird das Abbauprodukt der Säure Kreatin bezeichnet, die den Muskeln als Energiereserve dient. Neben der Niere sind auch Leber und Bauchspeicheldrüse für die Bildung verantwortlich. Kreatinin ist eine harnpflichtige Substanz, das heißt es muss über die Nieren ausgeschieden werden. Bleibt zu viel Kreatinin im Blut zurück, ist das ein Zeichen, dass die Nieren nicht richtig filtern. Deshalb lassen sich – abhängig von Muskelmasse, Alter und Geschlecht – aus dem Kreatiningehalt im Blut Rückschlüsse auf den Zustand der Nieren ziehen. Mithilfe bestimmter Formeln, muss dann der behandelnde Arzt den Wert beurteilen. Denn schon eine kleine Erhöhung des Kreatininwertes kann auf einen ernsten Nierenschaden hindeuten.

Wenn die Kraft der Nieren versagt

Wenn die Nierenfunktion über einen längeren Zeitraum nachlässt und letztendlich versagt, spricht der Arzt von einem chronischen Nierenversagen. Die Nieren sind dann nicht mehr in der Lage, die harnpflichtigen Stoffwechselprodukte wie Harnstoff, Kreatinin oder Harnsäure aus dem Körper auszuscheiden. Die Folge: Schädliche Substanzen stauen sich im Organismus an und vergiften ihn nach und nach von innen. Eine Nierenersatztherapie wird dann erforderlich, die sogenannte Dialyse.

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Zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2012, 18:07 Uhr

Experte im Studio

Prof. Dr. Christian Hugo, Dresden

Medizinische Klinik und Poliklinik III
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der TU Dresden
Nephrologie/Dialyse
Fetscherstrasse 74
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Adressen

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Sport und Bewegung für Transplantierte und Dialysepatienten

c/o Dipl.-Ing. Wolfgang Ludwig
Arnheimweg 28
48161 Münster
E-Mail: info@transdiaev.de
Internet: www.transdiaev.de

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