Hauptsache gesund | 07.06.2012 | 21:00 Uhr : Am besten kalt gepresst
Speiseöle werden je nach Verarbeitung in unterschiedliche Qualitäten eingestuft. Auch in Mitteldeutschland werden Öle von höchster Klassen hergestellt.
Qualitätsstufen von Ölen
- Raffinierte Öle werden industriell gewonnen. Saat und Nüsse können mit Pestiziden und Kunstdünger behandelt sein. Das Öl wird erhitzt und mithilfe von Lösungsmitteln werden Trübstoffe aus dem Öl gefiltert. Dabei gehen wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Dafür ist das Öl länger haltbar und geschmacksneutral.
- Kalt gepresste Öle werden ohne große Hitze ausgepresst. Man bezeichnet sie auch als "nativ". Durch die schonende Pressung bleiben Geschmacksstoffe, Vitamine und Fettsäuren erhalten. Kalt gepresste Öle haben nicht so eine lange Haltbarkeit und sind eher für die kalte Küche geeignet.
- Native extra bezieht sich nur auf Olivenöl. Es ist das Öl aus der allerersten Pressung und hat höchste Qualität.
- Extra vergine ist der italienische Ausdruck für Native extra und hat die gleiche Bedeutung.
Frisch gepresst - auch in Mitteldeutschland
In Mitteldeutschland gibt es zahlreiche große und kleine Ölmühlen. In der Erfurter Ölmühle werden zum Beispiel neben Klassikern wie Oliven- und Sonnenblumenöl auch Sorten wie Traubenkern- und Bärlauchöl hergestellt. In Kroppenstedt in Sachsen-Anhalt werden Kräuteröle und Mohnöl gepresst. Und im sächsischen Dörnthal wird seit dem 16. Jahrhundert Leinöl hergestellt. Die Dörnthaler Mühle gehört damit zu den ältesten produzierenden Ölmühlen Deutschlands.
Die Ölmühle Werder in der Nähe von Potsdam hat sich auf tagesfrische Kleinstpressung von Speiseölen spezialisiert. Wer bei Ölmüller Sebastian Wedow bestellt, bekommt ein naturbelassenes kalt gepresstes Öl, das extra für den jeweiligen Kunden frisch gepresst wird. Mit einer Spezial-Hand-Ölpresse stellte er live im "Hauptsache Gesund"-Studio das frischeste Mandelöl her, das unser Koch Andreas Goßler je in seiner Küche verarbeitet hat.
Spargelsalat mit Erdbeeren
Zutaten für 4 Portionen:
250 g reife Erdbeeren
250 g grünen Spargel
250 g weißen Spargel
Rucola zum Dekorieren
2 EL Limettensaft
3 EL Mandelöl (oder auch ein anderes Nussöl)
2 EL kalt geschleuderter Honig
Mark einer Vanilleschotte
frisch gemahlener rosa Pfeffer
Meersalz
So wirds gemacht:
Den Spargel putzen und schälen (beim Grünen nur das untere Drittel). Beide Sorten in mundgerechte Stücke schneiden und dann in Salzwasser bissfest garen (ca. 10 Minuten). Limettensaft, Vanillemark, Honig und Nussöl verrühren, mit Meersalz und rosa Pfeffer abschmecken, den Spargel darin 30 Minuten marinieren.
Die Erdbeeren waschen, halbieren (große Erdbeeren vierteln) und auf klein gezupften Rucola verteilen. Den Spargel aus der Marinade nehmen und ebenfalls auf dem Rucola verteilen. Alles mit der restlichen Marinade anrichten. Guten Appetit!
