Hauptsache gesund | 08.11.2012 | 21:00 Uhr : Schlaflos: Wenn die Nacht zur Qual wird
Wer zu wenig schläft, altert schneller, stirbt früher und ist anfälliger für Infektionskrankheiten. Eine Studie hat nachgewiesen, dass Menschen häufiger erkältet sind, wenn ihnen der Schlaf fehlt. Denn ohne ausreichende Erholung ist das Immunsystem geschwächt.
Aber auch Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen können Folgen eines gestörten Nachtschlafs sein, weil wichtige Regenerationsprozesse im Körper gestört werden.
Ein Symptom – viele Ursachen
Schlaflosigkeit kann viele Ursachen haben: Stress, psychische Probleme, körperliche Schmerzen, Krankheiten, Nebenwirkungen von Medikamenten oder auch hormonelle Umstellungen. Deshalb bedarf es bei lang andauernder Schlaflosigkeit einer intensiven Ursachenforschung, denn oftmals steckt auch eine Verkettung verschiedener Störungen dahinter.
Bei Menschen, die nachts häufig auf die Toilette gehen müssen, liegt möglicherweise eine noch unerkannte Nieren- oder Herzerkrankung vor. Dabei wird tagsüber überschüssiges Wasser im Körper gebildet, welches dann nachts ausgeführt wird. Endgültige Abklärung von möglichen Ursachen erhält man im Schlaflabor. Dort wird mittels Elektroden der Schlaf des Patienten grundlegend analysiert. Gemessen werden verschiedene nächtliche Körperfunktionen wie Hirnströme, Atmung, Augenbewegungen oder auch die Sauerstoffsättigung des Blutes. Aus diesen Messwerten wird ein individuelles Schlafprofil erstellt, das Aufschluss über mögliche Störungen gibt.
Experte im Studio
Dr. Steffen Schädlich, Schlafmediziner aus Halle
