Hauptsache gesund

Hauptsache gesund | 19.01.2012 | 21:00 Uhr : Schlaf – die großen Irrtümer

Ungestört zu schlafen und erholt zu erwachen, ist entscheidend für unser Wohlbefinden. Der erwachsene Mensch braucht etwa sechs bis acht Stunden Schlaf. Statistisch gesehen gehen wir Deutschen im Durchschnitt um 23:04 Uhr ins Bett und schlafen sieben Stunden und 14 Minuten. Hartnäckig hält sich die Meinung, acht Stunden Schlaf seien optimal, ein Irrtum, wie so vieles rund um den Schlaf.

schlafende Frau

Das Schlafbedürfnis ist individuell verschieden und genetisch festgelegt. Es gibt Kurzschläfer, die mit nur vier bis fünf Stunden Schlaf pro Nacht auskommen. Auch normale Acht-Stunden-Schläfer können vorübergehend ihre Schlafdauer auf fünf bis sechs Stunden verkürzen, ohne dabei an Leistungsfähigkeit einzubüßen.

Der Schlaf vor Mitternacht ist am gesündesten. Irrtum!

Dass der Schlaf vor zwölf der beste ist, stimmt ebenso wenig. Das erste Drittel des Schlafes mit seinem überwiegenden Tiefschlafanteil tritt weitgehend unabhängig vom Einschlafzeitpunkt auf. Wann die Augen zufallen, hängt von der "inneren Uhr" ab, die uns ebenfalls angeboren ist. Wichtig ist ein ungestörter Ablauf der Schlafzyklen. Die natürliche Schlafphysiologie eines Menschen ist durch das Auftreten verschiedener Schlafstadien (Leicht-, Tief-, Traum- bzw. REM-Schlaf) gekennzeichnet, die ca. 90 bis 120 Minuten andauern und sich im Verlauf der Nacht abwechseln. Kurze Aufwachepisoden sind dabei ganz natürlich.

Hauptsache gesund | 19. Januar 2012 | Protokoll: Chat zum Nachlesen: "Schlaf - die großen Irrtümer"

Ihre Fragen beantworteten Dr. med. Sebastian Föllner von der Uniklinik Magdeburg und Dr. med. Geert Vogt vom Schlaflabor der Robert-Koch-Klinik in Leipzig. [mehr]


Schlafdauer und Zusammensetzung des Schlafes ändern sich im Laufe des Lebens von der Geburt bis zum Alter. Neugeborene schlafen bis zu 16 Stunden am Tag, Ältere kommen oft mit fünf Stunden aus. Ab dem fünften Lebensjahrzehnt sinkt nicht nur die Schlafdauer, auch die sogenannte Schlafarchitektur verändert sich. So wird der Anteil des Tiefschlafs und auch des REM-Schlafs (Traumschlaf) geringer und die Aufwachhäufigkeit nimmt zu. Der Schlaf wird insgesamt oberflächlicher und der Schlaf-Wach-Rhythmus instabiler. Das Bedürfnis, tagsüber ein Mittagsschläfchen zu halten, wächst. Folglich braucht man weniger Nachtschlaf. Kein Wunder, dass der Schlaf zunehmend als ein Problem erlebt wird. Dabei handelt es sich bei diesen typischen Veränderungen nicht um krankhafte Erscheinungen. Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass man in diesen Veränderungsprozess positiv eingreifen kann. Ältere Menschen, die körperlich aktiv und geistig wach bleiben, ihren Tagesablauf durch Unternehmungen gut ausfüllen, sich Ziele und Aufgaben setzen, schlafen viel besser als Gleichaltrige mit einem passiven, langweiligen, "auf Sparflamme" eingestellten Tag.

Sie fragen, Fachleute antworten

Unser Chat dreht sich diesmal ums große Thema "Schlaf". Ihre Fragen beantworten Dr. med. Sebastian Föllner von der Uniklinik Magdeburg und Dr. med. Geert Vogt vom Schlaflabor der Robert-Koch-Klinik in Leipzig.

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Hauptsache gesund | 19.01.2012 | 21:00 Uhr: Schlechte Träume oder doch ein Irrtum?

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Zuletzt aktualisiert: 19. Januar 2012, 22:50 Uhr

Experte im Studio

Dr. Frank Schmidt, Internist, Lungenfacharzt und Schlafmediziner, Dresden

Literatur-Tipp

Dr. Nicolai Worm: Die Schlafmangel-Fett-Falle. Systemed 2011.

Netz-Tipp

www.schlafgestoert.de

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Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)
Geschäftsstelle DGSM
Birgit Tonn-Wilde
HEPHATA-Klinik
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