Hauptsache gesund

Hauptsache gesund | 21.07.2011 | 21:00 Uhr : Sommerkur für Herz und Kreislauf

Erst Regen und dann Hitze, danach wieder Regen und wieder Hitze: Der Sommer 2011 weiß nicht, was er will. Aber Wetterschwankungen und Temperaturanstiege um bis zu zehn Grad innerhalb weniger Stunden belasten nicht nur das Gemüt, sondern auch Herz und Kreislauf!

Eine Frau liegt an einem Springbrunnen in der Sonne

Der Mensch ist ein Warmblüter. Sein ausgeklügeltes Thermoregulationssystem ermöglicht es ihm, bei Kälte und Hitze seine Körpertemperatur konstant zu halten. Dadurch werden lebensnotwendige innere Organfunktionen aufrecht erhalten. Ist es heiß, erweitern sich zunächst die Gefäße in Armen und Beinen, es fließt mehr Blut hindurch. Da die Extremitäten eine große Hautoberfläche besitzen, dienen sie sozusagen als Kühlmodule des Körpers. Das abgekühlte Blut fließt anschließend zurück in den Körperkern und kühlt ihn von innen.

Kinder und Ältere besonders gefährdet

Reicht diese Regulation nicht aus, wird zusätzlich die Schweißproduktion angeregt. Bei Kindern und älteren Menschen ist das Wärmeregulationssystem nicht so leistungsfähig. Bis zur Pubertät schwitzen Kinder weniger. Die Verdunstungskälte reicht nicht aus, um den Körper ausreichend zu kühlen. Darum sind Kinder besonders anfällig für Sonnenstich und Co. und sollten sich im Sommer zwischen elf und 16 Uhr nicht in direkter Sonne aufhalten. Gleiches gilt für ältere Menschen, auch ihnen droht schnell eine Dehydrierung. Ausreichend Flüssigkeit ist jedoch gerade bei hohen Temperaturen lebensnotwendig, damit genug Schweiß produziert werden kann.

Durst, Kopfschmerzen, Verwirrtheit

Erstes Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels ist immer Durst. Allerdings ist bei älteren Menschen das Durstempfinden oft gestört und tritt nur bei fortgeschrittenem Wassermangel auf. Darum sollten Senioren ihren Durst sehr ernst nehmen und sofort etwas trinken. Als Durstlöscher auf keinen Fall geeignet, sind alkoholische und zuckerhaltige Getränke wie Bier und Limonaden. Weitere Anzeichen einer Dehydrierung sind Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme bis hin zu Verwirrtheit und ein schwacher, aber schneller Puls.

Hinweise und Tipps von Experten

"Hauptsache gesund" befasst sich eingehend mit den Besonderheiten des Sommerwetters sowie ihren Auswirkungen und gibt Hinweise zu Vorbeugung, Vorbereitung und Maßnahmen zur besseren Verträglichkeit. Im Studio gibt Allgemeinmedizinerin Prof. Dr. med. Antje Bergmann Auskunft.

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Zuletzt aktualisiert: 11. August 2011, 17:30 Uhr

Experte im Studio

Prof. Dr. med. Antje Bergmann, Universitätsklinikum "Carl Gustav Carus" der Technischen Universität Dresden

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