Hauptsache gesund | 03.11.2011 | 21:00 Uhr : Volkskrankheit Osteoporose
"Ich kann! Ich muss! Ich will!" – Das ist das Motto von Traude M. Deshalb merkt man ihr nicht an, dass sie Diabetes und Knochenschwund hat. Eine fatale Kombination. Wird ihr wegen des Zuckers schwindlig und sie stürzt, ist es nur eine Frage des Glücks, ob die schwachen Knochen halten: "Bis jetzt ist noch keiner gebrochen, aber ich will es nicht beschreien", sagt die 85-Jährige.
Durch Osteoporose nimmt die Knochenmasse ab. Zudem wird das wichtige Stützgeflecht (Mikroarchitektur) im Inneren der Knochen zerstört. Die Folge sind Brüche. Die können zum einen schon bei harmlosen Stürzen entstehen. Typisch sind Brüche des Oberschenkelhalses oder eines Handgelenks: Zum anderen trifft es die Wirbelkörper, die ohne jegliches Zutun einfach brechen.
Über Traude M. schwebt wie bei vielen Osteoporosepatienten die Angst vor einem Oberschenkelhalsbruch wie ein Damoklesschwert. Denn das Risiko ist hoch, im ersten Jahr nach so einer Fraktur zu versterben. Immer wieder verkraften Patienten die Folgen der Operation und das längere Liegen nicht, bekommen Lungenentzündungen, Thrombosen oder im Extremfall sogar eine Lungenembolie.
Experten in der Sendung
Oberarzt Dr. Roger Scholz, Orthopäde, Universitätsklinikum Leipzig
Jürgen Reif, Diplom-Sportlehrer
Dr. Patrick Jahn, Pflegewissenschaftler, Universität Halle
Steffen Heinrich, Gesundheitswissenschaftler, Universität Halle
Adressen
Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V.
Kirchfeldstraße 149
D-40215 Düsseldorf
Tel.: 0211 301314-0
Fax 0211301314-10
Landesselbsthilfeverband Sachsen/Thüringen
Monika Opitz
Bergstr. 34
07629 Hermsdorf
Tel. 036601 40240
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