Bistum Dresden-Meißen : Künftiger Bischof will sich einmischen
Der designierte Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Heiner Koch, will sich in Zukunft auch zu aktuellen politischen Fragen äußern. Das sagte er bei seinem Besuch in Dresden. Er setze dabei auf ein ehrliches, offenes und tiefes Miteinander. Das schließe sachliche und konstruktive Kritik ein, erklärte Koch.
Koch will Ökumene weiter fortsetzen
Der 58-Jährige, bislang Weihbischof in Köln, wurde vergangene Woche von Papst Benedikt XVI. zum neuen Bischof des Bistums Dresden-Meißen ernannt. Er folgt auf Joachim Reinelt, der vor gut einem Jahr in den Ruhestand gegangen war. Der Rheinländer ist der 49. Bischof des Bistums Dresden-Meißen. Es ist die drittkleinste deutsche Diözese und erstreckt sich über weite Teile Sachsens und Ostthüringen. Rund 140.000 Katholiken leben in dem Bistum. Mit Blick auf diese Zahlen sagte Heiner Koch, von einer kleinen Gruppe könne "oftmals eine viel größere Vitalität" ausgehen als von einer großen, die "selbstzufrieden sitzt und nach draußen schaut."
Der künftige Bischof kündigte auch an, die Ökumene als "konkrete lebendige Erfahrung" fortzusetzen. Noch vor seinem Amtsantritt im März will er mit Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und dem evangelischen Bischof Jochen Bohl zu Gesprächen zusammentreffen. Heiner Koch soll am 16. März offiziell in sein Amt eingeführt werden.



