Osteuropa

Jahrhunderthochwasser August 2002: Land unter in Prag

Die Jahrhundertflut im Sommer 2002 hatte nicht nur in Deutschland verheerende Auswirkungen, auch in Tschechien wurden ganze Landstriche überflutet. Besonders hart traf es die Hauptstadt Prag. Besonders dramatisch war die Lage am 12. und 13. August 2002.

Hochwasser Prag
Hunderte Bücher wurden direkt nach dem Hochwasser eingefroren, um sie später restaurieren zu können. Darunter befand sich auch eine seltene Prager Bibel von 1488. Bildrechte: dpa
Blick auf die Karlsbrücke und die Hochwasser führende Moldau in Prag (Archivfoto vom 13.08.2002)
Das Hochwasser im August 2002 war eine der größten Naturkatastrophen in der tschechischen Geschichte: 17 Menschen starben, mehr als 700 Gemeinden waren betroffen, 200.000 Menschen mussten evakuiert werden. In der Haupstadt Prag standen ganze Stadtviertel meterhoch unter Wasser. Bildrechte: dpa
Menschen werden in Prag mit Schlauchboten evakuiert.
Am stärksten waren die Prager Stadtteile Mala Strana, Holesovice, Karlin und Zbraslav betroffen. Dort konnten sich die Bewohner und Helfer zum Teil nur noch mithilfe von Booten vorwärts bewegen. Bildrechte: dpa
Kadir, ein 35 Jahre alter indischer Elefant, ist am 14.8.2002 in seinem überfluteten Gehege im Prager Zoo gefangen
Auch der Prager Zoo wurde von den Wassermassen überschwemmt. Für einige Tiere nahm das ein tragisches Ende, wie für den Elefanten Kadir. Den Zoomitarbeitern gelang es nicht, ihn aus seinem überfluteten Gehege zu befreien – der Elefant musste getötet werden. Bildrechte: dpa
Hochwasser in Prag
Etwa 70.000 Prager mussten ihre Wohnungen verlassen. Diejenigen, die sich nicht schnell genug in Sicherheit gebracht hatten, mussten in teilweise dramatischen Aktionen gerettet werden. Bildrechte: dpa
Hochwasser Prag
Hunderte Bücher wurden direkt nach dem Hochwasser eingefroren, um sie später restaurieren zu können. Darunter befand sich auch eine seltene Prager Bibel von 1488. Bildrechte: dpa
Zerstörtes Haus in Prag
Den Stadtteil Karlin traf das Wasser besonders hart. Es stand dort bis zu drei Meter hoch. Vier Häuser stürzten komplett ein, ein Dutzend weitere konnten nur noch abgerissen werden. Erst nach einem Monat konnten die Einwohner zürückkehren. Bildrechte: dpa
Gäste im Cafe Frida im Prager Stadtteil Karlin
Nach der Flutkatastophe entwickelte sich Karlin zu einem der angesagtesten Viertel Prags. Hipster, junge Familien und Jungunternehmer prägen den Bezirk. Eine Vielzahl von Cafés, Veranstaltungsorten und Galerien hat sich dort angesiedelt. (Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL auch im TV: 11.08.2017 | 17:45 Uhr) Bildrechte: dpa
Alle (7) Bilder anzeigen