Leichter leben | 29.02.2012 | 17:00 Uhr : Eine Frühjahrskur fürs Auto
Na, wie war der Winter? Schneereich und lustig? Ihr Auto ist da bestimmt anderer Meinung. Einmal Winterurlaub in den Bergen und zurück, das war alles andere als erholsam für den Wagen. Und dann der ständige Matsch und das Streugut. Der Winter nagte an der Karosserie und der Technik. Machen Sie den Wagen frühjahrsfit - mit den Tipps von Andreas Keßler.
Bald ist er vorbei, der Winter: Und dann offenbart sich das ganze Grauen der "Winterschäden" Doch wer sich an einem milden Frühlingswochenende einen Tag für die Autopflege nimmt, bekommt das Auto schnell wieder chick in Szene gesetzt. Grundsätzlich gibt es nach dem Winter nur die klassische 3-Therapie-Kur: Trocknen, Säubern und Waschen. Der Wintermief soll aus dem Auto raus: Möglichst viel textiles Material muss aus dem Auto ausgebaut werden, um möglichst gut an die zu reinigenden Partien des Autos heranzukommen. Während Teppiche, Matten und Polster (hoffentlich) in der Frühlingssonne trocknen, geht es mit der "Frühjahrsputz-Aktion" im Innenraum los. Grundsätzlich geht man am besten von innen nach außen vor.
Die Innenreinigung:
- Losen Schmutz absaugen (Aschenbecher nicht vergessen)
- Flecken mit Polstershampoo entfernen (Rasierschaum geht alternativ auch)
- Verglasung von innen gründlich mit Silikonentferner reinigen
- Fugen, Lüftungsgitter und Ritzen des Cockpits mit Pinsel und Sauger "tiefenreinigen"
- Kunststoffoberflächen mit Pflegemittel behandeln
- Komplettierung des Innenraumes (alles wieder ein- und anbauen)
- Positionierung eines Feuchtesammlers für die Innenraumtrocknung
Die Außenreinigung:
- Beginnend mit einer Grobreinigung durch eine Waschanlage
- Auf einem geeigneten Waschplatz - nicht überall sind Wagenwäschen erlaubt - mit viel Wasser und bestenfalls mit einer wasserdurchströmten Waschbürste die Karosserie "feinreinigen"
- Lackschäden dokumentieren/notieren
- Felgen gründlich reinigen, Reifen untersuchen (Schäden ggf. notieren)
- Außenverglasung sorgfältig mit Silikonentferner reinigen,, ggf. Wischerblätter erneuern
- Lack der Karosserie mit geeignetem Mittel konservieren (Bohnerwachs geht auch)
Die Unterbodenwäsche:
Nach der Fahrt auf gesalzenen Straßen hat sich in Ecken, Sicken und Hohlräumen der Karosserie sehr viel Straßenschmutz und Auftausalz angesammelt. Der Salzanteil dieser "Krusten" sorgt durch seinen "Wasseranziehungseffekt" für ständige Feuchtigkeit an diesen Stellen und stellt so einen gefährlichen Korrosionsherd dar. Der nächste Programmpunkt der Frühjahrskur ist daher die Unterbodenwäsche. Ideal ist hier der gute alte Tankwart, der von Hand den auf der Hebebühne stehenden Wagen von unten "abdampft". Da der aber fast ausgestorben ist, muss man sich mit dem meistens aufpreispflichtigen Programm "Unterbodenwäsche" in Waschstraßen behelfen.
Besser als eine Unterbodenwäsche sind zwei, am besten in einer anderen Waschanlage. Es gibt verschiedene Systeme; was das eine nicht wegspült, schafft vielleicht das andere. Mit dem sauberen Auto sollte man dann zu einem Fachmann gehen, der den Zustand des Autos von unten beurteilt und ggf. kleinere Korrosionsherde ausbessert. Und alle fünf Jahre sind die Hohlräume dran: Eine ordentliche Ladung Wachs sorgt dort für rostfreie Zustände bis in die ferne Zukunft!
Andreas Keßler am Expertentelefon: 01802 - 151517
6 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Cent aus dem Mobilfunknetz
(Mittwoch, 29. Februar, ab 16.30 Uhr)
