Hier ab vier | Studioaktion : Pflanztipps von Gartenprofi Dirk Radzanowski
Dirk Radzanowski ist gelernter Gärtner und Diplomingenieur für Landschaftspflege. Bei uns verrät der Gartenprofi seine persönlichen Pflanztipps.
Tipps vom 6. November 2012
- Magnolien richtig schneiden
Magnolien sollten regelmäßig geschnitten werden. Hat der Baum schon Blüten angesetzt, werden alle sogenannten Wasserschosser ohne Blüten ausgeputzt, ebenso Triebe, die vertrocknet sind oder durch die Krone wachsen. Dabei nicht zu weit ins gesunde Holz schneiden, damit Infektionen und Frost dem Baum nicht schaden können. Bei älteren Magnolien braucht es eventuell mehrere Jahre, bis man durch den regelmäßigen Schnitt die gewünschte Form der Krone erreicht.
- Schilf zurückschneiden
Wer sich im Herbst das lästige Aufsammeln von Schilfblättern ersparen will, sollte die Halme jetzt etwa 40 bis 50 Zentimeter über dem Boden abschneiden. In der nächsten Saison treibt die Pflanze von unten wieder neu durch. Ziergräser sollten hingegen erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden.
Tipps vom 2. Oktober 2012
- Umgraben vor dem Winter
Beete, die in der kalten Jahreszeit brach liegen, sollten jetzt mit dem Spaten umgegraben werden (Im Frühjahr wird hingegen mit der Grabegabel gearbeitet.). Dazu streut man zunächst Hornspäne oder Kompost auf die Oberfläche. Dann werden die Schollen abgestochen und einfach im Ganzen umgelegt. Der Winterfrost sorgt dafür, dass die Erde feinkrümelig zersprengt wird. Das regt im Frühjahr das Bodenleben an und hilft dabei, genügend Nährstoffe für die nächste Gartensaison auszubilden.
- Gießen im Winter
Auch bei kaltem Wetter müssen immergrüne Gehölze wie Thuja, Rhododendron, Freilandazalee, Efeu oder Buchsbaum mit Wasser versorgt werden. Besonders wichtig ist das bei neu gepflanzten Gehölzen. Denn immergrüne Gewächse halten keinen Winterschlaf. Wenn die Sonne scheint, kommt auch die Photosynthese in Gang - unabhängig von den Temperaturen. In frostfreien Perioden sollte deshalb den ganzen Winter über gewässert werden.
Tipps vom 11. September 2012
- Teilen von Stauden
Der Spätsommer ist die richtige Zeit, um Stauden zu teilen. Langblättrige Gewächse wie beispielsweise Taglilien sollten dafür erst zurückgeschnitten werden. So sind die einzelnen Pflanzenteile besser zu erkennen. Jetzt kann der neue Ballen mit dem Spaten problemlos abgetrennt werden. Verletzte Wurzeln einfach abschneiden und die Pflanze am neuen Standort einsetzen. Nicht vergessen: Reichlich angießen!
- Gründüngung für Beete
Wer auf Chemie verzichten möchte, sollte jetzt auf Beeten sogenannte Leguminosen aussäen. Das sind Pflanzen, die sich für die Gründüngung besonders eignen - etwa Lupinen, Ölrettich oder Gelbsenf. Sie binden Stickstoff aus der Luft und setzen ihn an den Wurzeln an. Der Samen kommt zwei bis drei Zentimeter unter die Oberfläche. Im nächsten Jahr werden die Pflanzen einfach in den Boden eingearbeitet und sorgen so für eine organische Stickstoffdüngung.
Tipps vom 17. Juli 2012
- Apfelbaum-Schnitt
Bei Apfelbäumen ist jetzt der Sommerschnitt fällig. Die senkrecht wachsenden, so genannten "Regengeizer" werden ganz entfernt. Alle fruchtlosen Triebe, die länger als 30 Zentimeter sind, werden auf ein Drittel gekürzt. Das stärkt die Fruchttriebe, lockert die Baumkrone auf und fördert so die Gesundheit des Baumes.
- Schönheitsschnitt bei Stauden
Bei Staudenpflanzen (etwa Edelmargeriten, Lupinen, Sonnenauge, oder Sonnenhut) sollten Sie jetzt verblühte Triebe ausputzen. Sie werden oberhalb einer Blattachse abgeschnitten. Dort kann sich die Pflanze dann wieder verzweigen und neue Blütentriebe ansetzen. So sorgt man nicht nur für einen durchgängigen Blütenflor, sondern auch für einen buschigeren Wuchs.
- Moosbekämpfung
Breitet sich im Garten Moos aus, ist das ein Anzeichen für sauren und feuchten Boden. Dagegen hilft Kalk oder ein kalkhaltiger Dünger mit einem Moosvernichter. Rasen sollte danach vertikutiert werden. Anschließend das gelockerte Moos "auskämmen".
Tipps vom 26. Juni 2012
- Rhododendronblüten
Verwelkte Blüten beim Rhododendron sollten ausgeputzt werden. Dazu ertastet man die Sollbruchstelle unterhalb der Blütendolde und bricht sie ab. So kommt Licht an die Triebspitzen und die so genannten schlafenden Augen werden zum Wachstum angeregt. Damit sorgt man für mehr Blütenpracht im Folgejahr.
- Brombeerpflege
Damit Brombeeren mehr und größere Früchte tragen, müssen blütenlose Seitentriebe auf drei Augen eingekürzt werden. So gelangen mehr Wasser und Nährstoffe in die Früchte. Die drei bis fünf kräftigsten jungen Ruten bleiben stehen. Alle anderen werden, wie auch vertrocknete Triebe, direkt über dem Boden abgeschnitten.
- Rosenschnitt
Verblühte Rosen sollten auf drei bis fünf Augen über der Veredelungsstelle zurückgeschnitten werden. Das sichert einen weiteren Blütenflor und ist zugleich Winterschutz, weil neue Triebe in diesem Jahr noch gut ausreifen können. Wer Rosen verschenken will, sollte sie auch auf dieselbe Weise abschneiden.
Tipps vom 29. Mai 2012
- Vertrocknete Rhododendronblüten ausputzen
Braune, hohle Knospen beim Rhododendron können ein Zeichen von Zikadenbefall sein. Um ein Ausbreiten zu verhindern müssen alle vertrockneten Blüten entfernt und die Triebe bis zu fünf Zentimeter ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Den Abfall unbedingt in den Müll, nicht auf den Kompost geben.
- Kirschbäume auf Monilla-Befall untersuchen
Kirschbäume sollten jetzt auf Monilla-Spitzendürre untersucht werden. Der Pilz dringt über die Blüten ins einjährige Fruchtholz. Er verstopft die Poren, die Blätter welken und vertrocknen. Dagegen hilft nur, die Triebe zehn Zentimeter ins zweijährige Holz zurückzuschneiden. Fallen sogenannte trockene "Fruchtmumien" runter, müssen sie unbedingt aufgesammelt und wie die Triebe im Müll entsorgt werden.
- Gehäckseltes Holz
Wer im Garten gehäckselte Abfälle von Sträuchern oder Bäumen hat, kann diese auch als Rindenmulch verwenden. Voraussetzung dafür ist, dass sie ausreichend abgelagert sind. Frisch gehäckselt enthalten die Abfälle zu viel Gerbsäure. Sie wären für den Boden zu sauer und würden den Pflanzen schaden. Deshalb sollten die Holzhäcksel auf einem Haufen für mindestens ein halbes Jahr liegen bleiben. In der Zwischenzeit sollten sie mehrmals umgewendet werden. Wenn es dann keine "Hackschnitzel" mehr sind, sondern aus dem Häcksel ein Mulch entstanden ist, der natürliche Organismen enthält, kann er auf Beeten ohne Schaden ausgebracht werden.
Tipps vom 8. Mai 2012
- Düngen von Rhododendren und Freilandazaleen
Rhododendren und Freilandazaleen müssen jetzt gedüngt werden, damit sie demnächst ihre Blütenpracht entfalten. Dazu wird die Erde am Fuß der Pflanze etwas aufgelockert. Darauf wird eine Handvoll vom speziellen Dünger verteilt und dann etwas in die Erde eingearbeitet.
- Noch schnell Erdbeeren pflanzen
Wer im Herbst verpasst hat, Erdbeeren zu setzen, muss sich jetzt sputen. Nur noch bis Mitte Mai ist es sinnvoll, neue Pflanzen in die Erde zu bringen. Ansonsten schaffen sie es nicht mehr, Früchte anzusetzen und Gärtner gehen in diesem Jahr ohne Ernte aus.
Tipps vom 3. April 2012
- Pflegeschnitt bei Kernobst
Bei Kernobst ist jetzt der Pflegeschnitt dran. Alle gerade nach oben oder in die Krone wachsenden Triebe werden entfernt. An jedem Fruchtnest bleiben nur drei gerade nach außen wachsende Triebe stehen. Sie werden vor einem nach unten zeigenden "Auge" eingekürzt. Äste werden in zwei Schritten abgesägt: Mit dem ersten Schnitt wird der Ast abgetrennt. Dann wird einen Finger breit vor dem Stamm ein sauberer Schnitt gemacht, der gut verheilen kann.
- Pflegeschnitt bei Himbeeren und Brombeeren
Auch Himbeeren und Brombeeren müssen jetzt zurückgeschnitten werden. Alle quer durchwachsenden Triebe werden entfernt, die Haupttriebe auf etwa 30 bis 40 Zentimeter gekürzt. Trockenes Holz wird kurz über dem Boden abgeschnitten.
- Schnitt von Clematis
Clematis müssen nur verschnitten werden, wenn sie blühen sollen. Dient die Clematis als Schattenspender oder wächst sie über Pergolen, sollte sie nicht zurückgeschnitten werden. Dann ist allerdings wichtig, dass man auf Schatten am Fuß der Pflanze achtet, damit sie sich gut entwickeln kann.
Tipps vom 13. März 2012
- Gehölze umsetzen
Große Gehölze müssen für das Umpflanzen vorbereitet werden. Da die Wurzeln über den Umfang der Krone hinausreichen, wäre der Ballen zu schwer für den Transport. Er muss deshalb verkleinert werden. Dazu hebt man innerhalb der Krone einen Graben um die Hälfte der Pflanze aus und schneidet die Wurzeln ab. Das regt den Wuchs sogenannter Haarwurzeln an, über die die Pflanze Wasser und Nährstoffe aufnimmt. Der Graben wird anschließend mit Sand zugeschüttet. Zwei bis drei Wochen später wiederholt man das Ganze bei der anderen Hälfte des Ballens. Nach rund sechs Wochen haben sich ausreichend Haarwurzeln gebildet, so dass das Gehölz gut am neuen Standort anwachsen kann.
- Heckenschnitt
Hecken sollten jetzt geschnitten werden. Wichtig dabei: nach oben immer schmaler werden. Sonst bekommen die Pflanzen unten kein Licht und verholzen. Wer das bislang nicht beachtet hat, sollte die Hecke langsam an die neue Schnitttechnik gewöhnen.
- Gehölze und Gräser schneiden
Auch Gräser und Gehölze müssen jetzt zurückgeschnitten werden. Nach dem Entfernen der alten Halme und des alten Holzes treibt die Pflanze mit dem Beginn der Vegetationsphase wieder von unten her aus.
