Leichter leben

Hier ab vier | Studioaktion : Hausapotheke aus der Natur

Heil- und Gewürzkräuter findet man auch im Garten. Vier Rezepturen aus der Kräuter-Apotheke haben wir hier zusammengestellt.

Lavendel

Ringelblumensalbe

Zutaten:

100 ml Mandelöl (aus dem Supermarkt oder der Apotheke)
maximal 3 EL Bienenwachs (beim Imker oder aus der Apotheke)
ca. 1 Tasse ausgezupfte Ringelblumenblütenblätter
3-4 Stängel Lavendelblüten

Zubereitung:

Mandelöl mit ausgezupften Blättern der Ringelblume und Lavendelblüten im Wasserbad erwärmen, über Nacht ziehen lassen. Das Öl durch ein Mulltuch abseihen, leicht erwärmen, so dass das eingerührte Bienenwachs schmilzt.

Mit eiskalten Kaffeelöffeln prüfen, ob genug Wachs drin ist. Die Konsistenz sollte wie Lippenstift sein.

Dann abfüllen in kleine, möglichst dunkle, braune Gläschen. Kühl und dunkel lagern, etwa unten im Kleiderschrank. Die Salbe hält sich so lange, wie das Öl nicht ranzig wird - deshalb sollte man beim Einkauf schon auf eine möglichst lange Haltbarkeit des Öles achten.

Hilfe bei Hautproblemen

Die Salbe wird bei allen möglichen Hauptproblemen (etwa Schorf, rissige Hände etc.) angewendet. Die Häufigkeit der Anwendung ist nicht begrenzt.


Spitzwegerich-Sirup

Zutaten:

Spitzwegerichblätter
Rohrohrzucker

Zubereitung:

Spitzwegerich nach dem Waschen sehr gut trocknen und klein schneiden. Dann 1 cm hoch in ein gut verschließbares Marmeladen-Glas schichten, mit 1 cm Rohrzucker bedecken und gut verschließen.

Das Glas muss dann 8 - 10 Wochen dunkel und bei gleichmäßiger Temperatur stehen (Keller, Speisekammer oder an einem schattigen Platz im Garten vergraben).

Zum Abfiltrieren wird der Sirup erwärmt, so dass er dünnflüssig ist und sich gut durch ein feines Sieb filtern lässt. Dann auf ca. 70° C erhitzen und in sterile, saubere, dunkle Gläser oder Flaschen füllen. Der abgefüllte Sirup hält in der Regel mindestens ein Jahr.

Hilfe bei Erkältungen

Bei Husten, zum Süßen von Hustentee oder teelöffelweise mehrmals am Tag einnehmen. Wenn der Husten dennoch nicht besser wird, sollte der Arzt aufgesucht werden.


Rotöl

Zutaten:

Johanniskrautblüten
Olivenöl

Zubereitung:

Das Gefäß mit den Johanniskrautblüten locker auffüllen und mit Olivenöl übergießen und 4 Wochen an einen warmen, hellen Platz (etwa auf ein eher schattiges Fensterbrett) stellen. Regelmäßig schütteln, etwa ein- bis zweimal am Tag, damit sich Blüten und Öl wieder gut vermischen. Nach 4 Wochen durch ein Mulltuch (Baumwollwindel) filtrieren und in dunkle Flaschen füllen. Das Öl hält sich so lange bis es ranzig riecht.

Hilfe bei Verbrennungen

Bei Brandverletzungen, Sonnenbrand oder anderen Hautverletzungen kann das Rotöl ebenso angewandt werden, wie bei Verzerrungen oder Verstauchungen.

Achtung: Bei der Anwendung muss man dringend darauf achten, dass das Öl färbt!


Kamillentinktur

Zubereitung:

Kamillenblüten
Weingeist (aus der Apotheke)

Zubereitung:

Die Kamillenblüten locker in ein Glas füllen. Weingeist mit einem Drittel Wasser verdünnen und dann die Mischung über die Kamillenblüten gießen. Alternativ kann sogenannter Primasprit genommen werden. 6 Wochen an einen warmen, hellen Platz (etwa auf ein eher schattiges Fensterbrett) stellen. Regelmäßig schütteln - etwa ein- bis zweimal am Tag, damit sich Blüten und Weingeist wieder gut vermischen. Dann durch ein Mulltuch filtrieren und in dunkle Flaschen abfüllen. Die Tinktur hält sich an einem kühlen, dunklen Ort etwa ein Jahr.

Hilfe bei Entzündungen

Kamillentinktur wird bei Entzündungen angewendet, etwa: zum Inhalieren bei Erkältungen und Husten, zum Gurgeln bei Halsentzündungen, zum Abtupfen von entzündetem Zahnfleisch, zur Wunddesinfektion.

Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2013, 12:01 Uhr

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK