Leichter leben | 21.02.2012 | 17:00 Uhr : Frühjahrsputz für den Körper
Die Fastenzeit beginnt: Wer mitmacht, soll sechs Wochen lang Mäßigung praktizieren. Sinn macht das allemal in einer Gesellschaft, die durch Überfluss und ständige Verfügbarkeit von Nahrungs- und Genussmitteln gekennzeichnet ist. Hier und da für sechs Wochen auf eine Gewohnheit zu verzichten, ist sicherlich kein Schaden, meint Dr. Thomas Dietz – und gibt hier wertvolle Tipps.
Das Wichtigste zuerst: Es gibt keine fundierten Anzeichen dafür, dass man etwa durch Fasten zusätzliche Schadstoffe aus dem Körper ausscheiden könnte. Aus wissenschaftlicher Sicht ist die entschlackende Wirkung des Heilfastens also umstritten. Abbauprodukte und giftige Stoffe werden nämlich normalerweise vom Körper - sofern ein Fehlverhalten oder Versagen eines dafür zuständigen Organs dem nicht gegenübersteht - wieder ausgeschieden.
Fest steht: Die Entstehung von Stoffwechselrestprodukten (Schlacken) und Giftstoffen (Toxinen) im Körper ist ein ganz normaler Vorgang, auf den unser Körper durch seine Filter-Organe und durch seine natürlichen Puffersysteme gut eingestellt ist. Das Ziel dieser natürlichen Entgiftung ist es, das Blut in seiner Zusammensetzung konstant zu halten und überflüssige Substanzen zur Ausscheidung zu bringen.
Für eine erfolgreiche Entgiftung und "Entschlackung" - also dem Abtransport von übrig gebliebenen Stoffwechselprodukten - sind die Ausscheidungsorgane von zentraler Bedeutung: Leber, Niere, Darm, Blase und die Haut. Nicht eingestellt ist unser Organismus auf die vermehrte Zufuhr von Umweltgiften und auf die vermehrte Entstehung von Stoffwechselgiften durch die Zufuhr von zu viel und zu einseitiger Nahrung.
Zweifelsfrei kann allerdings folgendes festgehalten werden: Um den Körper von diesen unerwünschten Abfallstoffen zu befreien, sind zunächst pauschal alle Maßnahmen geeignet, die zum Abbau von Speicherstoffen führen und eine vermehrte Ausscheidung hervorrufen. Die Befolgung dieser Regeln ist somit in jedem Fall für die Gesundheit förderlich.
Tägliche Maßnahmen zur Entschlackung können sein:
* zwei bis drei Liter Wasser und Kräutertee trinken
* ballaststoffreiche Ernährung
* Ernährung über Proteine mit hoher biologischer Wertigkeit
* bedarfsgerechte Ernährung (= kein Kalorienüberschuss)
* ausreichende Zufuhr von Vitalstoffen
* viel Bewegung
* wenig Stress
Aus medizinischer Sicht sind Heilfasten, Entgiftungs- und Entschlackungskuren selten ein Risiko, jedoch auch keine Garantie für neue körperliche Frische, Wohlbefinden und langwährende Gesundheit.
Wer nicht fasten sollte:
* Kinder und ältere Menschen (über 65) sowie Schwangere und Stillende sollten nicht fasten.
* Personen, die unter Esssucht oder Bulimie leiden, bei chronischer Niereninsuffizienz, Tuberkulose-Patienten, Personen mit Herzproblemen, bei Leberfunktionsstörungen, Blutarmut, Diabetes und Suchtkrankheiten.
* Menschen, die unter schweren seelischen Belastungen wie Neurosen oder Depressionen leiden.
* Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen
Dr. Thomas Dietz am Expertentelefon: 01802 151517
6 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Cent aus dem Mobilfunknetz
(Dienstag, 21. Februar, 16:30 - 18:00 Uhr)
