Natürlich gesund

Leichter leben | 30.10.2012 | 17:00 Uhr : Starke Knochen - Fit gegen Osteoporose

Vor allem ältere Menschen leiden unter Knochenschwund, darunter viele Frauen. "Natürlich gesund"-Experte Dr. Thomas Dietz hat wertvolle Tipps und Hinweise, wie Sie Ihre Knochen stabil halten und hat außerdem ein leckeres kalziumreiches Rezept für Sie.

Eine Frau trinkt ein Glas Milch.

Ein gesunder Knochen erneuert sich ständig; altes Knochengewebe wird abgebaut, neues gebildet. Dabei ist Kalzium besonders wichtig, um die Knochen gesund und stabil zu halten. Das Kalzium muss aber irgendwie in die Knochen gelangen. Das ist die Aufgabe von Vitamin D. Es sorgt zusammen mit dem Schilddrüsenhormon Calcitonin dafür, dass das Kalzium aus dem Darm aufgenommen und in den Knochen eingelagert werden kann.

Dr. Thomas Dietz
Dr. Thomas Dietz

Der "Gegenspieler" ist das Parathormon: Es steuert den Abtransport von Kalzium aus dem Knochen. Solange hier ein Gleichgewicht besteht, ist alles in bester Ordnung. Wird allerdings mehr Kalzium abgebaut als neu eingelagert, verliert der Knochen an Stabilität. Er wird porös, spröde und weniger belastbar und kann leichter brechen. Die Medizin spricht in diesem Fall von Osteoporose.

Risikogruppe Frauen über 40 Jahre

Frauen sind deutlich häufiger (80 Prozent) betroffen als Männer (20 Prozent). Ab etwa dem 40. Lebensjahr verlieren alle Menschen langsam Knochensubstanz. Als Folge der hormonellen Umstellung nach der Menopause der Frau beschleunigt sich ihr Knochenschwund. Denn auch das Hormon Östrogen ist am Erneuerungsprozess des Knochens beteiligt. Hat die Knochenmasse einmal begonnen, sich zu verringern, ist der Abbau durch eine Hormonersatztherapie mit Östrogenen nicht mehr zu beeinflussen. Die Hormone werden in der Regel nur dann zur Therapie von Osteoporose eingesetzt, wenn bei den betroffenen Frauen auch ausgeprägte Wechseljahrbeschwerden bestehen. 

Obwohl meist unbeachtet, gibt es ein ganz offensichtliches Zeichen beginnender Osteoporose: das Nachlassen der Körpergröße. Osteoporose ist eine Krankheit, die häufig sehr lange unbemerkt bleibt und dadurch auch unterschätzt wird. Aber erst nach jahrelangem, nicht behandeltem Knochengewebeverlust steigt das Risiko für Knochenbrüche, die scheinbar ohne erkennbare Ursache auftreten, deutlich an.  

Vitamin D - wichtiger Baustein für die Knochen

Ein Mangel an Vitamin D begünstigt die Entstehung von Otseoporose. Dies betrifft vor allem ältere Menschen. 75 Prozent der über 65-Jährigen sind nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt. Im Sommer kann der Körper, angeregt durch UVB-Strahlen, über die Haut zu 90 Prozent das Vitamin D selbst produzieren. Eine halbe Stunde Sonnenlicht am Tag auf Gesicht und Arme genügt, um ausreichend Vitamin D bilden zu können. Herrscht dagegen ein Mangel an Vitamin D, kommt es zu Erkrankungen der Knochen.

Osteoporose am Röntgenbild
Osteoporose am Röntgenbild

Das ist nicht nur für die Knochen gefährlich, sondern möglicherweise auch für unser Herz-Kreislaufsystem und andere Organe. So zeigen einige neuere Studien, dass eine Unterversorgung mit Vitamin D das Risiko von Diabetes, Rheuma und bestimmten Krebsarten erhöhen kann.

Dr. Thomas Dietz am Expertentelefon: 01802 - 151517

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