Leichter leben

Hier ab vier | Studioaktion : Orangen-Zimt Seife einfach selbstgemacht

Suchen Sie eine individuelle Geschenidee? Wie wäre es mit einer selbst gemachten Seife in verschiedenen Duft-Variationen. Wie es gemacht wird, können Sie hier nachlesen. Für die Zubereitung sollten Sie 40 Minuten einplanen.

Seife aus Zimt und Orange

Diese Zutaten benötigen Sie:

  • 500 g Kokosfett
  • 250 g Sonnenblumenöl
  • 200 g Rapsöl
  • 50 g Bienenwachs als Konservierungsmittel
  • 10 g ätherisches Orangenöl mit 2 Tropfen Patchouli
  • 5 g ätherisches Zimtöl
  • ½ Teelöffel Curcuma (zum Färben)
  • 2 Teelöffel getrockneten Orangenabrieb (als Peelingeffekt in der Seife) oder 2 Esslöffel Haferflocken
  • 335 g destilliertes Wasser
  • 148 g NaOH (Ätznatron für einen berechneten Rückfettungswert von ca. Prozent)

Diese Arbeitsgeräte benötigen Sie:

  • Kochtopf aus Edelstahl oder emailliert zum Schmelzen der Öle und Fette
  • hitzebeständiges Litermaß aus Plastik oder Glas zum Mixen der Lauge
  • digitale Küchenwaage
  • Gummispachtel
  • Kochlöffel aus Plastik
  • Plastikbecher (z.B. Margarinebecher) zum Abwiegen des Ätznatrons
  • Gummihandschuhe
  • Schutzbrille
  • Kittel oder Schürze
  • Mundschutz
  • Behälter (z.B. Silikon-Kuchenform oder Karton)
  • Haushaltsfolie
  • Zeitungspapier zum Abdecken der Arbeitsfläche
  • Gefrierbeutel
  • Wolldecke (am besten eine alte)
  • Wellenschnittmesser
  • Ausstechform, groß
  • Behälter mit konzentriertem Essigwasser (zur Neutralisation des Ätznatrons falls Spritzer auf der Haut landen)
  • Thermometer

Los geht's

1. Arbeitschritt

Die Lauge wird angerührt, das ist eigentlich das schwierigste und gefährlichste beim Seife herstellen, da man hier mit einer aggressiven Chemikalie arbeitet. Die hier frei werdenden Dämpfe der Lauge wirken sehr ätzend und es werden viele chemische Dämpfe abgesondert. Schützen Sie sich durch eine Bekleidung mit Schutzbrille, Mundschutz, Gummihandschuhen und Schürze. Kinder und Tiere sollten nicht anwesend sein.

Tipp vorab: Immer den Eimer mit dem Essigwasser bereitgestellt haben.

In einem hitzebeständigen Litermaß wird jetzt das kalte destillierte Wasser und das Ätznatron abgewogen. Ratsam ist es, die Mischung im Freien oder am offenen Fenster zuzubereiten. Dabei lässt man vorsichtig das Ätznatron in das destillierte Wasser unter stetigem Rühren einrieseln. Achtung - nie umgekehrt!

Vorsicht: Es wird sofort sehr heiß und giftige Dämpfe entstehen! Beim Rühren den Kopf daher bitte abwenden und möglichst nicht einatmen, Mundschutz tragen. Etwa ein bis zwei Minuten rühren, bis die Flüssigkeit wieder klar geworden ist und keine Kristalle mehr sichtbar sind.

Das Litermaß wird nun mit der heißen Lauge und dem Thermometer in das Spülbecken gestellt und muss abkühlen, bis eine Temperatur zwischen 35°C und 38°C erreicht wird. Den Kochlöffel im Essigwasser abspülen.

2. Arbeitsschritt

Die harten Fette (Kokosfett und Bienenwachs) abgewiegen und in einen Topf gegeben, danach das Sonnenblumenöl und das Rapsöl in einem anderen Behälter abwiegen und auch zur Seite stellen.

Die harten Fette werden nun bei sanfter Hitze (30ºC bis 40ºC) auf dem Herd unter ständigem Rühren geschmolzen. Sobald die Fette flüssig sind, wird der Herd abgeschaltet und die flüssigen Öle dazugegeben. Nicht vergessen: mit Thermometer arbeiten!

Nachdem das Fett geschmolzen ist, den getrockneten Orangenabrieb dazugeben und durchrühren.

Die Lauge ist nun auf die gewünschte Temperatur (handwarm) abgekühlt.

In den Topf, in dem sich das 30ºC bis 40ºC warme geschmolzene Öl und Fett befindet, wird nun unter ständigem Rühren die abgekühlte Lauge langsam in den Topf dazu gegeben. Achtung: Immer Lauge zu den flüssigen Ölen geben!

Das ätherische Gemisch aus Orangenöl mit dem Patchouli
und Zimtöl hinzugeben. Curcuma beimengen.

Solange rühren, bis die Seifenmasse andickt.

Die Seifenmasse sollte zum Schluss die Konsistenz einer dicken Cremesuppe haben.

3. Arbeitsschritt

Die angedickte Seifenmasse in die Form gießen und die Reste im Topf mit einem Gummispachtel ausschaben. Die Seife sofort mit einer transparenten Plastikfolie abdecken. Anschließend eine Wolldecke um die Form legen. Die Seife muss mindestens 24 Stunden ruhen.

Die Seifenherstellung ist damit abgeschlossen. Der Verseifungsprozess geht jetzt in den nächsten 24 Stunden vonstatten.

Nach 24 Stunden kann die Wolldecke entfernt werden und mit dem Finger (dazu bitte Handschuhe tragen) kann man nun die Konsistenz prüfen. Wenn die Seife richtig fest ist, kann die Folie abgezogen werden und die Seife aus der Form gestürzt werden.

Die Seifenform, die wie eine Sandkuchenform aussieht, ist die häufigste Seifenform. Hier werden dann die Seifenstücken mit einem Messer  herausgeschnitten.

Die Stücke sollte man auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Karton zum Trocknen legen. Übrigens: Die Seife muss an einem trockenen und luftigen Ort mindestens vier bis sechs Wochen "schlafen".  Dabei vervollständigt sich der Verseifungsprozess und das Natriumhydroxid, auch Ätznatron genannt, bildet sich zurück - die Seife bekommt ihren gewünschten pH-Wert.

verschiedene handgemachte Seifen
Hier ab vier

Geschenkidee: selbstgemachte Seife

Sie wollen etwas Individuelles, Kreatives und Sinnliches verschenken? Wie wäre es mit einer selbstgemachten Seife? Wie es geht, sehen Sie hier.

20.12.2012, 17:00 Uhr | 08:46 min

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt ...

Grundsätzlich kann jeder Duftstoff oder jedesDuftöl in das Fett-Laugen-Gemisch gegeben werden aber immer unter Beachtung, dass diese Zutaten zur Seifenherstellung geeignet sind.

Die Seifen bekommen unterschiedlichste Farben durch die Zugabe von Kräutern (z.B. gemahlenen Brennnesseln, Salbei, Pfefferminze), Pülverchen (z.B. Kakao, Zimt, Curcuma, Paprika-edelsüß-, gem. Tonerde), Pflanzenfarben oder Pigmente, welche für die Kosmetikherstellung Verwendung finden.

Auch das Design an sich kann vielfältig gewählt werden. Am besten eignen sich Backformen zur Gestaltung.

Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2013, 12:03 Uhr

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK