Vorsicht Fettnäpfchen!

Hier ab vier | 16.07.2012 | 17:00 Uhr : Knigge am Strand

Sommerzeit ist Strandzeit. Das rauschende Meer im Ohr, die Sonne kitzelt die Haut - die Seele baumelt. Doch was tut man gegen lärmende Badegäste? Dürfen Hunde mit an den Strand? Und wo sollte man sich umziehen? Knigge-Expertin Nandine Meyden weiß Rat!

Zwei Frauen sonnen sich

Am Strand in die Badesachen springen?

Für ihren Tag am Wasser ist Sabine Peiler mit Strandtuch, Sonnencreme und Sonnencreme bestens ausgerüstet. Auch einen modischen, neuen Bikini hat die Studentin dabei. Doch genau der bringt Sabine jetzt ins Grübeln, denn von Umkleidekabinen fehlt hier jede Spur: Aber was bedeutet das jetzt für Sabine? Kann sie sich jetzt eigentlich einfach am Strand umziehen? Oder hätte sie das lieber schon zu Hause erledigen sollen?

Antwort:

Um das Umziehen am Strand wird man nicht drumherum kommen - schließlich muss man sich ja nach dem Bad der nassen Kleidung entledigen. Die meisten Menschen machen das mehr oder weniger diskret. Manch einer hüllt sich dafür in Bademantel oder Handtuch, der nächste dreht sich einfach ein wenig weg. Insgesamt gilt, dass Nacktheit in der Öffentlichkeit bei uns weder erlaubt, noch üblich ist. Wer sich also zu offensiv nackt macht oder gar einen richtigen Striptease hinlegt, der muss damit rechnen, Ärger zu bekommen.


Was tun gegen Lärm beim Sonnenbad?

Hier ab vier - Expertenteam Nadine Meyden - Vorsicht Fettnäpfchen! (immer montags um 17:00 Uhr)
Knigge-Expertin Nadnine Meyden

Endlich hat Ursula Pfeier einmal den ganzen Tag Zeit, um sich in aller Ruhe diesem lang vergessenen Schmöker zu widmen. Doch von Ruhe kann schon nach wenigen Minuten nicht mehr die Rede sein: In unmittelbarer Nähe zu ihr spielen Strandgäste plötzlich Frisbee. Frau Pfeiffer fühlt sich massiv gestört, fürchtet sogar um ihre Sicherheit. Aber wie sollte sie sich jetzt verhalten - die Unruhestifter bitten, an einen geeigneteren Ort umzuziehen? Oder lieber schweigen und auf baldige Ruhe hoffen?

Antwort:

Wann etwas stört, das ist sicher an jedem Strand anders. An einem typischen Naturstrand kann schon leise Musik oder fröhliches Spiel für Ärger sorgen, da die Menschen hier die Vögel hören und Tiere beobachten möchten. Auf einer Badewiese, die seit Jahren ein fester Treff für Jugendliche ist, haben sich die meisten sicher daran gewöhnt, dass hier immer "etwas los" ist und gehen woanders hin, wenn sie das stört. Wer sich gestört fühlt, der muss für sich selbst entscheiden, ob er ein paar Meter weiter ziehen will oder diejenigen, die so viel Unruhe bringen, um Ruhe bitten will. Natürlich darf niemand gefährdet werden. Wer ständig eine Frisbeescheibe knapp am Kopf verbeisausen fühlt, der muss sich nicht vertreiben lassen, sondern hat gutes Recht, die Spieler um ein wenig mehr Achtsamkeit zu bitten.


Darf der Hund mit an den Strand?

Sören Richter ist neu in der Stadt, aber keinesfalls allein. Denn sein vierbeiniger Begleiter Max ist beim Erkunden der neuen Umgebung stets an seiner Seite. Klar, dass bei diesem herrlichen Sommerwetter der Besuch des örtlichen Badesees ganz oben auf Richters Liste steht, schließlich ist der von Richters Wohnung aus zu Fuß zu erreichen. Von Bekannten hat er erfahren, dass sich auf der gegenüberliegenden Seeseite ein Hundestrand befindet. Doch muss Richter den nun mit Max aufsuchen? Oder können sich er und sein Max getrost zwischen den anderen Badegästen erfrischen?

Antwort:

Generell gilt, dass bei uns in Deutschland Hunde an jedem Strand erlaubt sind – es sei denn, ein extra Schild weist darauf hin, dass sie hier nicht willkommen sind oder zumindest nicht ins Wasser dürfen. Ein extra Hundestrand ist dafür da, dass die Tiere toben und baden und sich schütteln können, ohne dass andere dadurch behelligt werden. Wer also mit seinem Hund toben will, der sollte aus Rücksicht auf die anderen auch diesen Strandabschnitt aufsuchen. Wer nur in Ruhe eine Runde schwimmen will und seinen vierbeinigen Freund mit dabei hat, der auch ganz ruhig nebenher schwimmt, der darf das natürlich auch am anderen Strandstück machen.

Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2012, 13:08 Uhr

Literaturtipp

Meyden, Nandine: Lexikon der Benimmirrtümer. Populäre Fettnäpfchen und wie man sie umgeht. Ullstein-Verlag, ISBN-10: 3548372872, ISBN-13: 978-3548372877

Viele Fragen aus den Sendungen sind hier gesammelt, ausführlich beantwortet und erklärt. Mehr als 150 Benimm-Irrtümern hat sich die Autorin gewidmet. Doch auch vieles, was wir nicht besprechen konnten, da es zu lang für die Sendung gewesen wäre, können Sie dort nachlesen.

Nandine Meyden am Expertentelefon: 01802 151517

6 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Cent aus dem Mobilfunknetz

(Montag, 16. Juli, 16.30 - 17.45 Uhr)

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