Gäste zum Kaffee

Gäste zum Kaffee | 09.11.2011 | 16:30 Uhr : Peter Bause: "Man stirbt doch nicht im dritten Akt"

"Man stirbt doch nicht im dritten Akt", so hat der Schauspieler Peter Bause seine aufgezeichneten Erinnerungen überschrieben. Seit 50 Jahren steht er auf der Bühne und vor der Kamera. Nun schaut er auf sein Leben, eingeteilt in die klassischen Akte eines Schauspiels mit Anläufen, Zuspitzungen, Höhepunkten, Ver- und Entflechtungen. Bei "Hier ab vier" plaudert er aus dem Nähkästchen seiner Erinnerungen.

Buchcover: Peter Bause - "Man stirbt doch nicht im dritten Akt. Erinnerungen"
Peter Bause nannte seine Biografie "Man stirbt doch nicht im dritten Akt".

Bause erzählt von seinem reichen Figurenensemble und von prägenden Personen, wie den Regisseuren Hans Bunge, Hanns Anselm Perten oder Wolfgang Heinz und macht den Leser mit Schauspielkollegen wie Herwart Grosse, Arno Wyzniewski oder Ekkehard Schall bekannt. Ernstes und Komisches treffen aufeinander, hohe Kunst und Boulevard, Alltag und Bühne, Familie und Kollegen. Und gleich auf der ersten Seite gibt der Schauspieler aus Leidenschaft Antwort darauf, warum man nicht im dritten Akt stirbt: "Weil es sich nicht gehört. Weil es dann erst richtig losgeht mit dem Leben auf der Theaterbühne!" Zu seinen wichtigsten Bühnenrollen gehören Wallenstein, Mackie Messer, Lear, Azdak, Puntila, Götz von Berlichingen und Arturo Ui.

"Man kann mir eine gewisse Betriebsamkeit in meinem Beruf nicht absprechen. Über mich wurde, je nach Sympathie, böse, neidisch oder achtungsvoll gesagt: 'Der singt und tanzt als bunter Hund in jedem Hausflur!'"

Peter Bause in "Man stirbt doch nicht im dritten Akt. Peter Bause. Erinnerungen."

Peter Bause im Porträt

In Gotha kam Peter Bause 1941 zur Welt, in Magdeburg wuchs er auf. Mit 17 Jahren wurde er Leiter des Jugendpostamtes in Magdeburg. Im "Dramatischen Zirkel" der Deutschen Post wurde sein schauspielerisches Talent entdeckt, woraufhin Peter Bause die Schauspielschule in Leipzig besuchte.

Seine erste Anstellung erhielt er anschließend am Friedrich-Wolf-Theater Neustrelitz, danach wurde er am Volkstheater Rostock engagiert. Mit "Flüchtlingsgespräche" von Bertolt Brecht und unter der Regie von Hans Bunge hatte Peter Bause erste überregionale Erfolge. In Berlin trat er dann acht Jahre im Deutschen Theater auf und gehört anschließend 15 Jahre lang zum Berliner Ensemble am Theater am Schiffbauerdamm. Als er 1993 ohne Engagement war, erwachte seine alte Liebe zu Einpersonenstücken. Mit über 300 ausverkauften Vorstellungen feierte er mit Patrick Süskinds "Kontrabass" große Erfolge. Peter Bause nahm Engagements am Dresdner Schauspielhaus, am Theaterkahn Dresden, am Schauspielhaus Berlin, am Altonaer Theater Hamburg und am Volkstheater Rostock wahr.

Er spielte bei den Burgfestspielen in Jagsthausen und den Sommerfestspielen in Bad Hersfeld, zudem unterrichtete an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. In Fernsehrollen war Peter Bause unter anderem in "Reise ins Ehebett", "Und nächstes Jahre am Balaton", "Unser Lehrer Doktor Sprecht",  "Ein Bayer auf Rügen" sowie in den Serien Mordlust", "Unter uns", "Praxis Bülowbogen" und "Liebling Kreuzberg" zu sehen.

Zuletzt aktualisiert: 09. November 2011, 11:09 Uhr

Buchtipp

Peter Bause "Man stirbt doch nicht im dritten Akt! Erinnerungen"
306 Seiten
Verlag: Das Neue Berlin
ISBN: 978-3360021236

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