Gast zum Kaffee | 12.09.2011 | 16:30 Uhr : Alexander Beyer: "Endlich mal ein Heimatfilm"
Für Eltern, die zwei Kinder haben, ist es wohl einer der großen Rätsel der Menschheit: Warum entwickelt sich ein Kind so, das andere aber ganz anders? Warum hat das eine vollkommen andere Interessen als das andere und ist auch charakterlich überhaupt nicht zu vergleichen mit seinem Geschwisterkind? Heerscharen von Wissenschaftlern beschäftigen sich damit – und nun auch ein ZDF-Film: Die Mutter von Adrian (Alexander Beyer) und Roman (Fritz Karl) stirbt und vererbt Adrian ein Aktienpaket. Der laute Roman hat einen Plan und will die Aktien schnell zu Geld machen, schließlich kann Adrian eh nichts mit dem Geld anfangen. Der eigenbrötlerische Adrian, der zurückgezogen auf einer Alm wohnt, will davon allerdings nichts wissen. Welten prallen aufeinander: Rastlose Karriere trifft auf innere Ruhe. Ein Kampf unter den ungleichen Brüdern entbrennt.
Alexander Beyer war zuletzt in der grandiosen Kleist-Biografie "Akte Kleist" auf arte zu sehen. Mit dem ZDF-Film "Mein Bruder, sein Erbe und ich" erreicht er nun sicher wieder ein größeres Publikum. Seit seinem Durchbruch 1999 im Film "Sonnenallee" kann sich der gebürtige Erfurter die Rollen quasi aussuchen. Ein Heimatfilm wie "Mein Bruder, sein Erbe und ich" war eine echte Herzensangelegenheit. Man darf gespannt sein auf das Ergebnis. Am 19. September zu sehen im ZDF.
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