Gäste zum Kaffee | 01.02.2012 | 16:30 Uhr : Jan Eik - Mord ist sein Hobby
"Besondere Vorkommnisse" heißt Jan Eiks neuer Kriminalreport. Es geht um politische Affären und Attentate in der DDR. Krimis sind sein Ding. Seine Bücher stecken voll davon. Seit den Achtzigern widmet sich der Berliner Buchautor erdachten und realen Kriminalfällen und taucht bei seinen Recherchen ein in so manchen politischen Skandal.
Eigentlich heißt er Helmut Eikermann, doch als waschechter Krimiautor kann ein Pseudonym ja nicht schaden. Schließlich geht es in Jan Eiks Büchern nicht selten um geheime Identitäten. Und wenn er sich für seine Romanfiguren nicht gerade welche ausdenkt, recherchiert der Berliner nach denen, die es wirklich mal gegeben hat.
"Besondere Vorkommnisse"
Auch sein neues Buch widmet sich realer Kriminalgeschichte - und zwar in der Deutschen Demokratischen Republik. Denkwürdige Vorkommnisse hat Eik in seinen Recherchen neu aufgerollt, darunter den Hubschrauberabsturz des Honecker-Kronprinzen Lamberz und den Selbstmord des regimenahen Schauspielers Dean Reed in einem Brandenburger See.
Jan Eik hat die Untersuchungen wieder aufgenommen, hat Akten durchforstet, mit Ermittlern gesprochen und ist zu manch neuer Erkenntnis gekommen. Die Fälle in "Besondere Vorkommnisse" wurden, weil so brisant, vom DDR-Regime unter Verschluss gehalten. Die Vertuschung aber zog nur umso mehr Aufmerksamkeit auf die Ereignisse.
Auch in der Phantasie ein "echter" Kriminologe
Eiks Talent als Krimiautor ist preisgekrönt. 1990 bekam er den "Handschellen-Preis", neun Jahre später den "Berliner Krimifuchs". Mit anderen Krimiautoren gehört Jan Eik dem sogenannten "Syndikat" an - einer Vereinigung deutschsprachiger Krimi-Literaten.
Buch-Tipp
Besondere Vorkommnisse. Politische Affären und Attentate in der DDR
256 Seiten
Verlag: Das Neue Berlin
ISBN-10: 3360007662
ISBN-13: 978-3360007667
