Gäste zum Kaffee

Gäste zum Kaffee | 04.09.2012 | 16:30 Uhr : Alexander Knappe - der kickende Chartstürmer

Er ist Kicker beim SV Falkensee Finkenkrug. Jetzt will Alexander Knappe auch die Charts stürmen. "Zweimal bis unendlich" heißt das Debütalbum des 1985 in Cottbus geborenen Sängers. Wir hören rein!

Alexander Knappe

"Dieses Album gibt viel von meinem Leben preis. Ich singe von dem, was mich beschäftigt", erklärt Alexander Knappe in einem Interview im Onlineportal "Regiomusik", was die Hörer seines ersten Debütalbums "Zweimal bis unendlich" erwartet. "Jeder Song erzählt seine ganz eigene Geschichte", betont der 1985 in Cottbus geborene Sänger. "Sing mich nach Hause" hieß die erste Lied-Veröffentlichung daraus, die bereits sehr private Einblicke gab. Und seine zweite Single-Auskopplung "Weil ich wieder zu Hause bin" erzählt davon, dass er endlich angekommen ist, "als Mensch und als Musiker". "Ich habe mich gefunden", so Knappe. Das Video zum Song spielt ganz bewusst in seiner Heimat - in Cottbus, vor Plattenbauten. Dort, wo er (wieder) zuhause ist.

Der Traum vom Profikicker

Früh entdeckte Alexander Knappe seine Leidenschaft für den Sport. Erst für die Leichtathletik, dann für den Fußball. In der Jugend-Gruppe von Energie Cottbus begann er mit dem Kicken. Talentesucher vom Hertha BSC entdeckten ihn als 13-Jährigen - Knappes Eintrittskarte für die Sportschule in Berlin. Mit 18 kam das Fußball-Aus durch einen Kreuzbandriss. Doch ganz konnte er nicht vom Fußball lassen. Heute spielt er beim "SV Falkensee Finkenkrug". "Nicht mehr auf Erst- oder Zweitliga-Niveau, sondern bei den Amateuren", sagte der Sänger kürzlich der Onlineplattform "Joinmusic".

Nach dem Aus für die Profi-Kicker-Karriere startete Knappe musikalisch durch. Mit 19 ging der Cottbusser, der bereits auf Klassenfahrten mit Coverversionen von Xavier Naidoo und Usher auffiel und mit 18 das Casting eines regionalen Musiksenders gewonnen hatte, das erste Mal ins Tonstudio. Er sammelte erste Bühnenerfahrungen, brachte einen ersten eigenen Song heraus. Es folgten einige Projekte. Doch der Durchbruch blieb aus.

Trubel um Casting-Lüge

"Ich glaubte an mich, war gewillt, mich weiter durchzukämpfen. Das Aufgeben war mir zu einfach", sagt der 27-Jährige sein Durchhaltevermögen auf seiner Homepage. Und dann kam seine Chance bei der Casting-Show "X-Factor": Knappe konnte in der ersten Staffel des Formates überzeugen, die Medien wurden auf ihn aufmerksam. Den größten Rummel erzeugte er allerdings mit seinem freiwilligen Ausscheiden - weil er das Angebot einer Plattenfirma annahm. Offiziell verließ er "X-Factor", weil er einen Kreuzbandriss hatte. Die Lüge flog auf ... Plattenfirmen wurden aufmerksam, schickten Angebote.

Bühne statt Vorlesungssaal

Inzwischen ist der Trubel fast zwei Jahre her. In dieser Zeit entstand Knappes erstes Debütalbum "Zweimal bis unendlich", dessen Lieder alle aus seiner Feder stammen. Für die Musik hat er sein Sport- und Geografie-Lehramts-Studium erstmal auf Eis gelegt. Denn er will sich jetzt voll auf seine Gesangs-Karriere konzentrieren. "Wenn man auf verschiedenen Hochzeiten tanzt, hat das immer auch Verwerfungen zur Folge", erklärte er dies der Onlineplattform "Joinmusic".

"Ich war immer mein eigener Typ, musste mich oft durchkämpfen. Sport stattete mich mit dem Instinkt aus, nicht aufzugeben. Musik gab mir die Möglichkeit endlich ich selbst zu sein, mich auszudrücken und dadurch eine Verbindung zu anderen Menschen zu schaffen."

Alexander Knappe
www.regiomusik.de

Zuletzt aktualisiert: 31. August 2012, 16:19 Uhr

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