Start der MX1 mit Maximilian Nagl ( Husqvarna / Deutschland ) und Antonio Cairoli ( KTM / Italien) auf ihren Maschinen.
Bildrechte: IMAGO

Tipps und Infos Alles über Motocross

Start der MX1 mit Maximilian Nagl ( Husqvarna / Deutschland ) und Antonio Cairoli ( KTM / Italien) auf ihren Maschinen.
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Motocross ist eine echt cool anzusehende Sportart in verschiedensten Ausprägungen. Gefahren wird auf ganz besonderen geländetauglichen Motorrädern, die insbesondere spezielle Federgabeln mit langen Federwegen und Reifen mit sehr grobem Profil haben. Da die Wettkämpfe auf abgesperrtem Gelände und nicht auf der Straße stattfinden, müssen die Fahrzeuge auch nicht den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung entsprechen, sprich sie brauchen keine Beleuchtung, Blinker, Hupe etc... Dafür haben die Motocross-Fahrer deutliche Vorschriften, was ihre Kleidung betrifft. Sie müssen eine umfangreiche Schutzausrüstung tragen: Neben Helm, Stiefel und Handschuhen sind auch Knie-, Rücken- und Brustprotektoren zum Schutz vor schweren Verletzungen Pflicht.

Spektakuläre Rennen drinnen wie draußen

Bei Motocross-Rennen gibt es In- und Outdoor-Rennen. Bei der "klassischen" Art des Motocross (MX) wird auf Strecken im freien Gelände in der Natur gefahren. Die sogenannten "Outdoor“-Strecken sind technisch nicht so anspruchsvoll wie die Supercross-Strecken in räumlich beengten Hallen. Da draußen einfach mehr Platz ist, sind sie meistens breiter und länger, sodass die Sprünge nicht kurz aufeinander folgen und damit höhere Geschwindigkeiten erreicht werden. Je nach Wetter kann es hierbei natürlich entweder extrem staubig oder aber schlammig und rutschig zur Sache gehen. Kurzum: Die Sicht für Fahrer und Zuschauer ist meistens sehr schlecht.

Eine weitere Form sind Supercross (SX)-Rennen, die in Hallen oder Stadien stattfinden. Da in einer Halle nur begrenzter Raum zur Verfügung steht, sind die sehr hügeligen Strecken technisch anspruchsvoll und spektakulär. Es gibt viele Sprünge, sodass dem Fahrer kaum Zeit bleibt, "zur Ruhe" zu kommen. Und da nur wenige Fahrer gleichzeitig fahren können, geht es für die Fans "Schlag auf Schlag", sprich es gibt viele Läufe hintereinander zu bewundern. In Deutschland finden die Veranstaltungen meist in Hallen mit bis zu 10.000 Zuschauern statt. In den USA werden die Rennen dagegen in großen Football-Stadien ausgetragen, die bis zu 75.000 Zuschauer fassen!

Die letzte und noch spektakulärere Form ist der Freestyle-Motocross (FMX). Beim FMX sind die richtig coolen Fahrer am Start, die mit leicht veränderten Motocross-Maschinen über Sprungschanzen, sogenannte "Kicker" springen. In den wenigen Sekunden zwischen Absprung und Landung führen sie in der Luft extrem waghalsige Manöver aus. Hier geht es also nicht darum, wer zuerst über die Ziellinie fährt, sondern welcher Sprung oder welche Sprungreihe von den Kampfrichtern am besten bewertet wird.

Zuletzt aktualisiert: 20. September 2017, 14:54 Uhr

Tipps von Fynn

Motocross-Fahrer Fynn
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